Sonntag, 19. November 2017

Soll ich SES kaufen?

SES S.A. ist ein international tätiger Satellitenbetreiber aus Luxemburg. Das Unternehmen bietet Satellitenkommunikationslösungen für Rundfunk- und Fernsehsender, Internet- und Telekommunikationsanbieter, private Unternehmen sowie öffentliche Kunden. SES besitzt und betreibt eine Flotte von geostationären Satelliten, mit der 99% der Weltbevölkerung erreicht werden können. Das Unternehmen hat zwei Geschäftsbereiche: SES Video und SES Networks.

Angesichts des Kursverfalls der Aktie in den letzten Wochen bin ich von vielen Bloglesern um eine Einschätzung zu dem Unternehmen gebeten worden. Deshalb mache ich heute eine simple Analyse, ob die Aktie von SES (914993) zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein interessanter Kauf sein könnte. Dazu prüfe ich fünf einfache Kriterien:

1) Zahlt das Unternehmen seit mindestens 10 Jahren in Folge stabile oder steigende Dividenden?
2) Hat das Unternehmen in den letzten 10 Jahren den Gewinn je Aktie steigern können?
3) Ist die Ausschüttungsquote angemessen und die Dividende damit hinreichend sicher?
4) Weist die Aktie ein attraktives KGV auf?
5) Beträgt die Dividendenrendite mindestens 3%?

Die Zahlen hole ich mir aus den Jahresberichten von SES sowie von Ariva und 4-traders.

Wenn wir uns die Dividenden der vergangenen Dekade ansehen, stellen wir fest, dass SES eine sehr aktionärsfreundliche Dividendenpolitik verfolgt. Gewöhnlich schaffen es nur echte Qualitätsunternehmen mit einem konjunkturresistenten Geschäftsmodell, ihre Dividende über diesen Zeitraum jährlich um 10% zu steigern. Nur die letzte Erhöhung im Jahr 2016 fiel mit 3% deutlich schwächer aus. Insgesamt hat sich die Dividende mit einem Plus von 123% in zehn Jahren mehr als verdoppelt:

2007: 0,60 €
2008: 0,66 € (+10,0%)
2009: 0,73 € (+10,6%)
2010: 0,80 € (+9,6%)
2011: 0,88 € (+10,0%)
2012: 0,97 € (+10,2%)
2013: 1,07 € (+10,3%)
2014: 1,18 € (+10,3%)
2015: 1,30 € (+10,2%)
2016: 1,34 € (+3,1%)

Auch das Gewinnwachstum kann sich sehen lassen. Die Entwicklung ist zwar holprig, starke und schwache Jahre wechseln sich ab. Und der Gewinn aus dem Jahr 2012 von 1,62 € je Aktie konnte nach Rückgängen 2013 und 2015 erst im letzten Jahr mit 2,18 € wieder getoppt werden. Dennoch hat SES in zehn Jahren ein Gewinnplus von mehr als 139% erwirtschaftet:

2007: 0,91 €
2008: 0,98 € (+7,7%)
2009: 1,22 € (+24,5%)
2010: 1,24 € (+1,6%)
2011: 1,56 € (+25,8%)
2012: 1,62 € (+3,8%)
2013: 1,41 € (-12,9%)
2014: 1,49 € (+5,7%)
2015: 1,34 € (-10,1%)
2016: 2,18 € (+62,7%)

Als nächstes werfen wir einen Blick auf die Ausschüttungsquote (oder das Payout-Ratio), das Verhältnis von Dividende zu Gewinn je Aktie. Beträgt das Payout-Ratio nicht mehr als 60%, würde ich die Dividende als recht sicher bezeichnen, denn so kann ein Unternehmen auch schwächere Geschäftsjahre abfedern, ohne die Ausschüttung anzutasten. Bei einem Unternehmen wie SES, das von seinen Satellitenkunden vertraglich gesicherte und somit planbare Zahlungen erhält, halte ich auch 80% für akzeptabel. Wir sehen an den Quoten der letzten zehn Jahre, dass das Management die Gewinne verantwortungsvoll verwendet und nur einmal im Jahr 2015 fast vollständig an die Aktionäre ausgezahlt hat:

2007: 65,9%
2008: 67,3%
2009: 59,8%
2010: 64,5%
2011: 56,4%
2012: 59,9%
2013: 75,9%
2014: 79,2%
2015: 97,0%
2016: 61,5% 

Auch für die besten Unternehmen möchte ich keinen überhöhten Preis bezahlen. Deshalb bevorzuge ich Aktien mit einem KGV von maximal 15. SES hat in den vergangenen Monaten von über 23 € auf rund 13 € stark nachgegeben. Auf diesem Kursniveau erscheint SES bei einem erwarteten Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von ca. 1,05 € mit einem KGV von 12,3 attraktiv bewertet.

Falls die Dividende 2016 von 1,34 € in gleicher Höhe auch für das Geschäftsjahr 2017 ausgezahlt werden sollte, könnte man bei einem Kauf zum aktuellen Zeitpunkt mit einer Dividendenrendite von 10,5% rechnen. Eine solche Rendite ist natürlich sehr attraktiv, wirkt jedoch unwahrscheinlich hoch. Der Haken an der Sache: SES würde mehr Dividende zahlen als es voraussichtlich Gewinn macht. Bei einer Ausschüttungsquote von 127% kann man nicht mehr von einer sicheren Dividende sprechen. Andererseits: Wer heute investiert, kann selbst bei einer Halbierung der Dividende noch eine Rendite von mehr als 5% erwarten. 

Soll ich SES kaufen? Nach meiner kurzen und bewusst einfach gehaltenen Analyse bin ich der Meinung, dass man mit der Aktie momentan nicht viel falsch machen kann. SES ist ein attraktiv bewertetes Qualitätsunternehmen mit einer verantwortungsvollen und doch aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik, das eine angemessene Einstiegsrendite bietet. Ein erwarteter Gewinnrückgang und eine mögliche Dividendenkürzung scheinen auf dem aktuellen Kursniveau eingepreist zu sein. Ich persönlich glaube sogar, dass das Management versuchen wird, die positive Dividendenerhöhungsserie fortzusetzen, wenn es die Finanzlage des Unternehmens zulässt und Zuversicht in die künftige Geschäftsentwicklung besteht. Deshalb möchte ich in den nächsten Wochen meine Position in SES aufstocken.

Sonntag, 12. November 2017

Was ich aus meinem Investment in Veresen gelernt habe

Veresen Inc. (A1H5KV) war ein kanadisches Energieinfrastrukturunternehmen, das Pipelines und Anlagen für Transport, Lagerung und Verarbeitung von Erdgas in Kanada und den USA betrieb. Am 1. Mai 2017 wurde bekannt gegeben, dass Pembina Pipeline Corp. (A1C563) den kleineren Wettbewerber Veresen übernehmen wird. Die einvernehmliche Transaktion konnte am 2. Oktober 2017 abgeschlossen werden. Wie ich im letzten Artikel bereits schrieb, ist dies der Anlass zu einer persönlichen Bilanz meiner Zeit als Aktionär von Veresen. Ich will verstehen, was ich aus meinem Investment lernen kann. Und natürlich meine Erkenntnisse auf diesem Blog teilen und zur Diskussion stellen. 

Ich bin erstmals am 5. November 2013 bei Veresen eingestiegen. Investiert habe ich insgesamt 1.932,56 € in zwei Käufen. Mein durchschnittlicher Einstandskurs war 9,66 €. Zur Erklärung: Der Einstandskurs ist nicht identisch mit dem Kaufkurs, sondern enthält auch die Provision der Bank und eventuelle Gebühren des Börsenhandelsplatzes. Da ich üblicherweise im Direkthandel kaufe, fällt bei mir nur eine Orderprovision von 9,90 € pro Transaktion an, die auf den Kaufkurs je Stück umgelegt wird.

Die Entwicklung des Aktienkurses verlief alles andere als erfreulich. Am 12. Februar 2016 fiel Veresen auf einen Tiefststand von 4,18 €. Meine Investition lag mit satten 57% im Minus! Da kann man schon mal nervös werden. Vor allem weil es so aussah, als hätte sich Veresen mit dem Jordan-Cove-Projekt verhoben. Dabei geht es um die Errichtung eines Terminals für die Verladung von Flüssiggas, das mit der Fracking-Methode gewonnen wird, in einem Hafen in Oregon. Die zuständige US-Behörde verweigerte die Genehmigung für das umstrittene Projekt. Zu der Zeit habe ich ernsthaft überlegt, die Aktie zu verkaufen. 

Gut, dass ich nichts getan und gewartet habe. Die Geschäfte von Veresen mit Erdgaspipelines liefen einfach weiter. Der Aktienkurs stieg wieder. Nach der Präsidentenwahl in den USA drehte sich die Stimmung zum Projekt ins Positive. Der Aktienkurs stieg weiter. Erst recht nach Ankündigung der Fusion mit Pembina. Der letzte Kurs von Veresen am 2. Oktober belief sich auf 12,75 €. Am Ende kann ich also ein Plus von 32% aus meiner Investition verzeichnen! Wahrlich nichts für schwache Nerven, die Kursbewegungen.

Während meiner fast 4 Jahre als Aktionär pumpte Veresen Monat für Monat für Monat nicht nur Erdgas durch seine Pipelines, sondern auch Dividenden auf mein Konto. Nämlich 0,0833 CAD bzw. 1,0 CAD je Aktie im Jahr. In EUR umgerechnet sehen meine Netto-Dividendeneinnahmen wie folgt aus: 8,26 € in 2013, 89,46 € in 2014, 104,81 € in 2015, 104,51 € in 2016 und 88,17 € in 2017. Insgesamt macht das 395,21 € an Dividenden, so dass ich mehr als 20% meiner Investitionssumme von 1.932,56 € in Form laufender Erträge wieder zurückbekommen habe.

Welche Rendite hat mein Investment in Veresen nun erzielt? Wie üblich habe ich die Berechnung mit Hilfe der Formel für den internen Zinsfuß von Excel durchgeführt. Der Einfachheit halber sind die Dividendenzuflüsse nicht monatlich, sondern nur jährlich angegeben. Als Enddatum habe ich den Tag des Aktienumtauschs in Pembina gewählt. Somit kommen folgende Daten in eine Tabelle:

Montag, 6. November 2017

Dividendeneinnahmen im Oktober 2017

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im Oktober 2017:

Wertpapiername Dividende
ADMIRAL GROUP PLC45,08 €
ALTRIA GROUP INC.41,20 €
BK OF NOVA SCOTIA38,99 €
COCA-COLA CO. 23,12 €
GENTEX CORP.12,57 €
GLAXOSMITHKLINE45,98 €
MAIN STREET CAP.11,93 €
NIKE INC.  11,23 €
REALTY INCOME CORP.13,21 €
VERESEN INC.8,28 €
W.P. CAREY INC.31,45 €
Summe 283,03 €

Der Oktober gehört zu meinen schwächeren Dividendenmonaten. Trotzdem konnte ich gut 70 Euro bzw. 32% mehr Dividendeneinnahmen erzielen als im Vorjahresmonat. Dazu haben insbesondere drei Faktoren beigetragen:

  • Ich habe bei der Bank of Nova Scotia nachgelegt. Die kanadische Bank gehört zu meinen Top-Qualitätsaktien und schüttet schon seit 1832 ununterbrochen eine Dividende aus. In diesem Jahr erfolgten wieder zwei Erhöhungen: Im 2. Quartal wurde die Ausschüttung von 0,74 CAD auf 0,76 CAD und im 4. Quartal von 0,76 CAD auf 0,79 CAD angehoben. Damit fließen 2017 insgesamt 3,05 CAD Dividende. Im September erreichte die Dividendenrendite der Scotiabank bei einem Aktienkurs um 76 CAD für kurze Zeit die Schwelle 4%, die ich zum Nachkauf genutzt habe.  


  • Im Oktober habe ich die erste Dividende überhaupt von Gentex erhalten. Der Produzent von Spiegel- und Kamerasystemen für die Fahrzeug- und Luftfahrtindustrie ist meine bevorzugte Autoaktie. Die 10 US-Cents pro Aktie in diesem Quartal und 2% Dividendenrendite hochgerechnet auf das Jahr 2017 sind zwar nicht die Welt, dafür steckt Gentex viel Geld in Aktienrückkäufe. Außerdem könnte meine kleine Wette auf eine Senkung der Unternehmenssteuer durch Trump aufgehen, was sich positiv auf den Gewinn und das Dividendenpotenzial von Gentex auswirken sollte.


  • Einen guten Lauf hat momentan die Aktie der Immobilien-Investmentgesellschaft W.P. Carey. Nach Bekanntgabe der letzten Quartalsergebnisse vor wenigen Tagen stieg der Kurs auf ein 52-Wochen-Hoch von über 70 USD. Die Dividende wird seit 19 Jahren ununterbrochen in winzigen Trippelschritten angehoben, zuletzt von 1,00 USD auf 1,005 USD. Trotz der hohen Notierung beträgt die Dividendenrendite von W.P. Carey für das Jahr 2017 aktuell immer noch 5,7% und sorgt für einen Aufschwung meiner Einnahmen im Oktober.

Ebenfalls im Oktober hat der kanadische Energieversorger Veresen seine allerletzte Dividende überwiesen. Mit Wirkung von 2. Oktober 2017 war Übernahme von Veresen durch den Wettbewerber Pembina Pipeline abgeschlossen. Nachdem ich das Umtauschangebot angenommen hatte, halte ich nun Pembina-Aktien im Depot. Zu meiner persönlichen Bilanz als Aktionär von Veresen werde ich in Kürze einen eigenen Beitrag veröffentlichen.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Aktien sind sozial gerecht

Ich denke nicht gerne über das Thema "soziale Gerechtigkeit" nach. Noch seltener diskutiere ich darüber mit Familie, Freunden oder Kollegen. Das ist nämlich sehr anstrengend. Man findet kaum einen gemeinsamen Nenner. Zum Beispiel frage ich mich manchmal, ob es nicht ungerecht ist, dass Menschen in sozialen Berufen, wie Erzieher oder Pflegekräfte, schlechter bezahlt werden als ein Facharbeiter, der den ganzen Tag gleichförmig eine Maschine bedient. Oder ob es sein kann, dass jemand nach 45 oder mehr Jahren Arbeit nur eine Rente erhält, die knapp über dem Existenzminimum liegt. Darüber lässt sich trefflich streiten, aber wie genau nun eine Gesellschaft aussehen soll, in der es gerecht zugeht, kann ich auch nicht beantworten. Denn es ist nicht allgemein definiert, was eigentlich Inhalt und Maßstab dieser Gerechtigkeit sind. Vielmehr hängt dies von unterschiedlichen Wertvorstellungen, Erfahrungen und Lebensumständen jedes Einzelnen ab. So ist es kein Wunder, dass Google bei einer Suche nach dem Schlagwort "soziale Gerechtigkeit" in 0,43 Sekunden ungefähr 1.380.000 Ergebnisse findet. Damit die Anzahl der Treffer künftig noch höher ausfällt, hat der Hobbyinvestor jetzt sogar zu einer Blogparade zu dem Thema aufgerufen.

Wenn ich daran schon teilnehme, möchte ich zumindest über einen Lebensbereich schreiben, in dem das Ziel der sozialen Gerechtigkeit vollständig verwirklicht wurde. Ich meine, so etwas gibt es tatsächlich. Nämlich die Kapitalanlage in Aktien.

Das klingt erst mal überraschend. Doch es war die längste Zeit der Geschichte das Privileg von wenigen Auserwählten, sich an wachsenden und profitablen Unternehmen zu beteiligen. Die breite Masse der Bevölkerung blieb von dieser Möglichkeit ausgeschlossen. Als im Jahr 1602 die Vereinigte Ostindien-Kompanie (VOC) der Niederlande als erstes Unternehmen überhaupt Aktien ausgab, erwarben wohlhabende Kaufleute Anteile an dieser Handelsgesellschaft. Das Unternehmen konnte mit dem eingenommenen Kapital expandieren, zusätzliche Schiffe bauen lassen und neue Handelsrouten erschließen. Die Kaufleute ihrerseits verschafften sich so Zugang zu den importierten Waren, etwa Gewürzen, Kaffee und Textilien. Man musste also bereits reich sein, um noch reicher zu werden. Wer auf den Handelsschiffen der VOC anheuerte, der konnte dagegen von Aktien nicht mal träumen. Nur jeder Dritte überlebte eine Fahrt in die niederländischen Handelskolonien und zurück.

Selbst als sich mit der Zeit liquide Wertpapiermärkte an öffentlich zugänglichen Börsen entwickelten, war die Aktienanlage für den breiten Mittelstand keine einfache Angelegenheit. An Informationen über Unternehmen und Börsenkurse kam man erst mit einiger Verspätung heran, in der Regel über eine Tageszeitung oder den Aushang einer Bank. Damals mussten Aktien auch tatsächlich noch in Papierform gelagert werden. Das hatte natürlich Auswirkungen auf die Kosten der Depotführung. Genauso wie die satten Provisionen für Kauf und Verkauf der Aktien, die man dem freundlichen Berater der Sparkasse für seine Dienste bezahlen musste. Im Ergebnis kam der Aktienerwerb wieder nur für vermögende Anleger in Betracht, nicht für Kleinsparer. Man musste reich sein, um reich zu werden.

Erst in jüngster Vergangenheit wurden bei der Kapitalanlage in Aktien unglaubliche Fortschritte erzielt. Heute kann sich jeder über das Internet kostenlos Zugang zu Unternehmensinformationen verschaffen. Es gibt einen transparenten und geregelten Aktienmarkt mit laufender Preisbildung. Der elektronische Börsenhandel und der Wettbewerb zwischen den Banken haben die Transaktionskosten beim Erwerb von Aktien minimiert. Nie war es einfacher, ein Depot zu eröffnen, Anteile von prosperierenden Unternehmen zu erwerben und als Miteigentümer langfristig an deren Gewinnen teilzuhaben. Es sind nur wenige Schritte zum Aktieninvestor. Und das Beste ist: Alle haben das Recht dazu. Herkunft, Beruf und Einkommen spielen keine Rolle mehr. Das nenne ich soziale Gerechtigkeit.

Eine Krankenpflegerin kann 5 Siemens-Aktien kaufen und von der globalen Automatisierung der Industrie profitieren. Ein Facharbeiter kann 25 Aktien des Öl- und Gaskonzerns Royal Dutch Shell kaufen und mit den Dividenden seine künftige Rente aufbessern. Und eine alleinerziehende Mutter kann ein Juniordepot eröffnen und 15 Aktien des Sportartikelherstellers Nike kaufen, um ihr Kind am weltweiten Fitness- und Gesundheitsboom teilhaben zu lassen und ihm einen guten Start ins Erwachsenenleben zu ermöglichen. Diese Investitionsbeispiele erfordern nicht mehr als eine Sparleistung zwischen 600 und 700 Euro und etwas persönliche Überwindung. 

Aktien bieten Dir, mir und allen anderen Anlegern die gleichen Chancen auf Vermögenszuwachs. Das ist fair. Das ist sozial gerecht. Alles andere ist Eigenverantwortung.

Montag, 9. Oktober 2017

Dividendeneinnahmen im August und September 2017

Nachfolgend veröffentliche ich die Listen meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug in den letzten beiden Monaten:

August 2017:

Wertpapiername    Dividende
ABBOTT LABS16,62 €
AT+T INC.30,55 €
CVS HEALTH CORP.15,57 €
GENERAL MILLS 21,39 €
KONINKIJIKE DSM21,44 €
MAIN STREET CAP.11,62 €
PROCTER+GAMBLE      30,24 €
REALTY INCOME13,26 €
VERESEN INC.8,29 €
VODAFONE GRP PLC71,28 €
Summe    240,26 €

September 2017:

WertpapiernameDividende
APA GROUP55,72 €
BHP BILLITON PLC53,49 €
BROOKFIELD INF.83,14 €
CHEVRON CORP. 33,15 €
COMMONWEALTH BK.77,09 €
CON. EDISON21,33 €
COTY INC.23,23 €
ELI LILLY   15,92 €
FORTIS INC.19,93 €
HERSHEY CO.12,18 €
IMPERIAL BRANDS PLC10,56 €
INTL. BUS. MACHINES 46,05 €
JOHNSON+JOHNSON25,80 €
MAIN STREET CAP.11,43 €
MCDONALDS CORP.28,88 €
MICROSOFT CORP.  16,91 €
REALTY INCOME13,08 €
RECKITT BENCK. GRP27,15 €
ROYAL DUTCH SHELL A87,53 €
SSE PLC 104,44 €
STELLA-JONES INC.8,27 €
UNILEVER CVA39,74 €
UTD. TECHNOLOGIES21,50 €
VECTOR GROUP LTD       57,79 €
VERESEN INC.8,34 €
WAL-MART STRS15,84 €
Summe918,49 €

Zur Zeit komme ich kaum dazu, die Dividendeneinnahmen regelmäßig in meine Übersichtstabelle einzutragen. Es sind aber auch so viele einzelne Zahlungen! Nachdem ich es nun endlich geschafft habe, die Dividenden von August und September zusammenzutragen, veröffentliche ich heute verspätet die Listen beider Monate. 

Im September machen sich die Nachkäufe von IBM, Shell und SSE bemerkbar und schieben meine monatlichen Einnahmen zum zweiten Mal im Jahr 2017 auf über 900 Euro. Der Wert steht für mich aber noch unter Vorbehalt, denn meine Depotbank hat dieses Mal seltsamerweise die jährliche Stockdividende der Vector Group Ltd. (874420) nicht besteuert. Das Unternehmen schüttet seit 19 Jahren in Folge eine Stockdividende von 5% des Aktienbestandes aus. Der monetäre Gegenwert der gutgeschriebenen Aktien wurde im letzten Jahr mit der Abgeltungssteuer belastet, was insgesamt zu einer "negativen Dividende" führte. Ich bin gespannt, ob die ING-DiBa das noch nachholt. Kann möglicherweise sonst noch jemand von Erfahrungen mit der Besteuerung der Stockdividende von Vector Group berichten? 

Ansonsten bin ich mit der Entwicklung der Dividenden sehr zufrieden. Nach heutigem Stand hat mir mein Aktienportfolio von Januar bis September 2017 insgesamt Dividendeneinnahmen von 5.070,41 Euro netto gebracht. Auf meiner Seite Dividendeneinnahmen ist eine Übersicht aller Dividenden seit dem Jahr 2008 veröffentlicht.