Sonntag, 6. August 2017

Dividendeneinnahmen im Juli 2017

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im Juli 2017:

Wertpapiername Dividende
ALTRIA GRP INC. 39,52 €
BK NOVA SCOTIA 30,47 €
COCA-COLA CO. 24,03 €
GLAXOSMITHKLINE 46,58 €
MAIN STREET CAP. 11,80 €
NIKE INC. 11,69 €
REALTY INCOME 13,67 €
VERESEN INC. 8,38 €
W.P. CAREY INC. 32,28 €
Summe 218,42 €

Starkes Wachstum auf niedrigem Niveau, das ist wohl die passende Beschreibung für die Dividendeneinnahmen in diesem Monat. 39,6% mehr als im Juli des Vorjahres hören sich beeindruckend an. Absolut entspricht das aber letztlich nur 61,96 Euro. Und die 218,42 Euro sind mein bislang niedrigstes Dividendenergebnis im Jahr 2017. Immerhin, die Richtung stimmt.

Was sich bei meinen Dividenden auch bemerkbar macht, ist das schwache britische Pfund. So fällt die Quartalsdividende von Glaxosmithkline in Euro gerechnet gleich um 20% geringer aus als noch vor drei Monaten. Dennoch werde ich an Glaxosmithkline festhalten. Ich tendiere sogar dazu, die Phase der Unsicherheit aufgrund des Brexit zu nutzen und in nächster Zeit gezielt meine Dividendenaktien aus Großbritannien aufzustocken. Zum Beispiel erscheinen mir Imperial Brands und SSE nach Kursverlusten in den vergangenen Monaten aktuell recht attraktiv bewertet zu sein.

Insgesamt hat mir mein Aktienportfolio von Januar bis Juli 2017 Dividendeneinnahmen von 3.911,66 Euro netto gebracht. Auf meiner Seite Dividendeneinnahmen ist eine Übersicht aller Dividenden seit dem Jahr 2008 veröffentlicht.

Montag, 31. Juli 2017

Jetzt Autoaktien kaufen?

Horrormeldungen an der Börse gibt es immer wieder. Ein schwerer Unfall in einer Produktionsanlage. Ein Großkunde springt unerwartet ab. Ein Skandal mit verunreinigten Lebensmitteln. Irgendwann erwischt es jedes Unternehmen, ob groß oder klein, verschuldet oder unverschuldet. Besonders viele Hiobsbotschaften liefert zur Zeit die Autoindustrie. Diesel-Skandal, Kartellvorwürfe, Ende des Verbrennungsmotors - die deutschen Autohersteller samt Zulieferer scheinen kurz vor dem Untergang zu stehen. Ich investiere ja gerne mal gegen den Strom und kaufe Aktien, die gerade nicht in Mode sind. Ist der Pessimismus bei den Autoaktien also eine gute Kaufgelegenheit?

Ausgangspunkt meiner Anlageentscheidungen ist immer das Geschäftsmodell eines Unternehmens. Und da können Skandale etwas Wunderbares sein. Aber nur, wenn das eigentliche Geschäft der Firma unberührt weiter geht. Wenn im Großen und Ganzen kein finanzieller Schaden entstanden ist. Zum Beispiel bei aufgebauschten Buchhaltungsskandalen. Da bestehen vielleicht Zweifel an Bewertungen, Zuordnungen und Buchungen in der Bilanz. Das Vertrauen in das Management ist angekratzt. Ein Short-Spekulant steigt ein. Wie jüngst bei Aurelius. Der folgende Kurseinbruch an der Börse reißt vorhandene Stop-Loss-Orders und drückt die Aktie weiter nach unten. In der Realität ist aber gar nichts passiert. Das Unternehmen arbeitet weiter. Die Verkaufspreise der Produkte bleiben unverändert. Und die Kunden sind von der Sache nicht tangiert. So eine Situation kann für einen unabhängig denkenden Investor mit ausreichend liquiden Mitteln eine großartige Einstiegschance sein. Handelt es sich bei den Vorgängen rund um die Autohersteller nun um eine beherrschbare Krise, eine vorübergehende Beschädigung des guten Rufs, oder um einen tiefgreifenden Einschlag in das Geschäftsmodell der Unternehmen?

Ganz ehrlich: Ich traue ich mir eine solche nüchterne Abwägung im Fall der Autokonzerne nicht zu. Es kommt einfach zu viel zusammen. Vermutlich lassen sich das Abgasproblem technisch lösen und der Kartellverdacht rechtlich ausräumen. Aber wie lange das dauern und wie viel das die Unternehmen kosten wird, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich gehe von hohen Sanktionen aus, die auf die Konzerne zukommen werden, auch weil sich offensichtlich einige wahlkämpfende Politiker als vermeintliche Verbraucherschützer profilieren wollen. Zudem belasten die anhaltenden Diskussionen das Image der Automarken und könnten sich weltweit negativ auf die Verkaufszahlen auswirken. Und welcher Hersteller sich mit welcher Motortechnologie auf Dauer durchsetzen wird, halte ich für völlig unvorhersehbar. Ich persönlich habe seit ein paar Jahren gar kein eigenes Auto mehr. Selbst wenn Untergangsmeldungen überzogen erscheinen: Die Autohersteller können nicht einfach so weitermachen wie bisher. Einen besonders schlechten Eindruck hinterlässt auf mich wie üblich Volkswagen. Da tauschen Vorstand, Aufsichtsrat und Betriebsrat ihre Standpunkte öffentlich aus. Ich bin schon seit längerer Zeit der Meinung, dass dieser Konzern nicht mehr führbar ist und sich von einigen Automarken trennen sollte, um Werte für die Aktionäre zu heben.

Bei klassischen deutschen Autoaktien sage ich jedenfalls: Finger weg! Trotzdem lohnt es sich, die gesamte Automobilbranche genauer anzuschauen. Da gibt es immer noch wahre Perlen. So habe ich als 51. Unternehmen meines Aktienportfolios einen amerikanischen Zulieferer gekauft: 

Sonntag, 9. Juli 2017

Dividendeneinnahmen im Juni 2017

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im Juni 2017:

WertpapiernameDividende
ADMIRAL GRP 42,40 €
AURELIUS EQ. OPP. 288,73 €
BROOKFIELD INFRASTR. 82,30 €
CHEVRON CORP. 35,47 €
CON. EDISON  22,80 €
COTY INC. 12,34 €
ELI LILLY 17,04 €
FORTIS INC. 20,01 €
HERSHEY CO. 12,27 €
IMPERIAL BRANDS 10,62 €
INTL BUS. MACH. 19,71 €
JOHNSON+JOHNSON 27,60 €
MAIN STREET CAP. 30,37 €
MCDONALDS CORP. 30,92 €
MICROSOFT CORP. 17,91 €
REALTY INC. CORP. 13,94 €
ROYAL DUTCH SHELL 61,97 €
STELLA-JONES INC. 8,18 €
UNILEVER CVA 39,74 €
UTD TECHN. 21,67 €
VECTOR GRP 59,60 €
VERESEN INC. 8,32 €
WAL-MART STRS 16,73 €
Summe                     900,64 €

Gleich zwei Rekorde kann ich für den Monat Juni verbuchen: 

1) Die Beteiligungsfirma Aurelius hat mir die höchste Einzeldividende gezahlt, die ich jemals aus einer Aktieninvestition erhalten habe. Die Dividendenrendite zu meinem Kaufkurs beträgt 6,5% netto. Schon beim Einstieg war klar, dass Aurelius kein ganz risikoloses Investment ist. Gewinne erzielt Aurelius vor allem dann, wenn sie die übernommenen Beteiligungen erfolgreich sanieren und teurer verkaufen können. Davon hängt dann auch die Gesamthöhe der Dividendenausschüttung ab, die sich 2017 aus einer Basisdividende von 1 EUR und einer Partizipationsdividende von 3 EUR zusammensetzt. Das Geschäftsmodell unterscheidet sich deutlich von anderen Aktien meines Depots und bringt dadurch eine schöne Streuung. Das Risiko erscheint mir bei einer aktuellen Gewichtung von 2,25% meines Depotwerts tragbar, sollte aber nicht wesentlich höher werden. Deshalb ist Aurelius für mich eine gute Halteposition.

2) Zum ersten Mal steigen meine monatlichen Dividendeneinnahmen auf über 900 EUR. Dafür musste ich zwar eine Weile warten, denn die Dividende von Brookfield Infrastructure wurde dieses Mal erst 7 Tage nach dem Dividendenzahltag 30. Juni auf mein Konto gebucht. Und das auch noch in 6 einzelnen Tranchen. Ärgerlich, aber am Valutadatum der Abrechnungen erkenne ich, dass die Bank die gesamte Dividende am Zahltag gutgeschrieben hat. Somit zählt diese Einnahme noch zum Juni und bringt mich in dem Monat auf eine neue Rekordsumme. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind meine Dividendeneinnahmen um 201,16 EUR bzw. 28,7% gewachsen. Mit der Entwicklung bin ich hochzufrieden. Die gehypten FANG-Aktien interessieren mich nicht. Ich werde Kurs halten und weiterhin werthaltige Dividendenaktien kaufen.

Samstag, 1. Juli 2017

Mein Dividendendepot im Juni 2017

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendenaktien mit ihrem Depotanteil zu den Schlusskursen in EUR vom 30. Juni 2017.


Wertpapiername Gewichtung
BROOKFIELD INFRASTRUCTURE 3,83%
NESTLE S.A. 3,66%
UNILEVER CVA 3,47%
MCDONALDS CORP. 3,22%
ALTRIA GRP 3,13%
SIEMENS AG 2,88%
JOHNSON + JOHNSON 2,78%
GLAXOSMITHKLINE 2,72%
UTD TECHN. 2,56%
PROCTER GAMBLE 2,56%
SES S.A. 2,45%
NIKE INC. 2,43%
REALTY INC. CORP. 2,32%
AURELIUS EQ.OPP. 2,25%
BAYWA AG 2,23%
ROYAL DUTCH SHELL A 2,23%
CHEVRON CORP. 2,18%
ROCHE HLDG AG INH. 2,17%
STELLA-JONES INC. 2,14%
RECKITT BENCK.GRP 2,14%
VECTOR GRP LTD 2,06%
ABBOTT LABS 2,05%
MICROSOFT 2,03%
BK NOVA SCOTIA 2,00%
BASF SE 1,95%
COCA-COLA CO. 1,89%
COMMONW.BK AUSTR. 1,86%
UTD INTERNET AG 1,84%
ELI LILLY 1,73%
CON. EDISON 1,70%
MUENCH.RUECKVERS. 1,69%
CVS HEALTH CORP. 1,68%
GENERAL MILLS 1,62%
MAIN STREET CAP. 1,61%
WAL-MART STRS 1,59%
LINDE AG 1,59%
AT + T INC. 1,58%
KONINKLIJKE DSM 1,52%
FORTIS INC. 1,47%
APA GROUP 1,45%
W.P. CAREY INC. 1,38%
HERSHEY CO. 1,36%
INTL BUS. MACH. 1,29%
BHP BILLITON 1,28%
VODAFONE GROUP PLC 1,20%
COTY INC. 1,18%
VERESEN INC. 1,18%
ADMIRAL GROUP PLC 1,08%
IMPERIAL BRANDS PLC 0,95%
SSE PLC 0,81%

Ich plane drei bis vier Investitionen im Monat Juli. Voraussichtlich wird ein neues Unternehmen ins Depot kommen. Sonst möchte ich vor allem solche Dividendenwerte, deren Kurse zuletzt nachgegeben haben, aufstocken.

Diese Liste ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien. Viele der Unternehmen habe ich zu niedrigeren als den aktuellen Kursen erworben. Das Jahr des erstmaligen Kaufs, der durchschnittliche Einstandskurs und die Kursentwicklung sind auf meiner Seite Aktienportfolio veröffentlicht.

Viel Erfolg beim Investieren in Dividendenaktien.

Dienstag, 27. Juni 2017

50% Zinsen: Da lohnt sich Sparen noch

Ich besitze noch ein altes Sparbuch. Aus einer vergangenen Zeit. Als es noch Zinsen gab und sich Sparen gelohnt hat. Als Online-Banking noch in den Kinderschuhen steckte. Genau genommen ist es kein klassisches Sparbuch, mit beliebigen Einzahlungen und monatlicher Verfügbarkeit von bis zu 2.000 Euro. Sondern ein geregelter Sparplan, der in einem Sparbuch geführt wird. Darin werden meine Sparraten und die Zinserträge des Sparplans eingetragen. Ich verwahre das Büchlein wie einen kleinen Schatz. Einmal im Jahr begebe mich in eine Filiale meiner früheren örtlichen Sparkasse und lasse es von einer freundlichen Mitarbeiterin auf den aktuellen Stand bringen. Ach, da kommen Erinnerungen hoch. Zum Beispiel an Geldgeschenke des Großvaters zu Geburtstagen und anderen Anlässen. 50, manchmal sogar 100 Mark, die in einem bewährten Sparbuch gutschrieben wurden. Das bekam ich dann nach dem 18. Geburtstag überreicht, sozusagen mein Startkapital ins Leben. Unvergessen auch die Weltspartage, an denen ich Spardosen voller Geldmünzen zur Sparkasse trug und immer ein kleines Geschenk bekam. 

Vorbei. In Zeiten niedriger bis nicht vorhandener Zinsen sind Sparbücher und Banksparpläne in aller Regel keine gute Geldanlage. Wer mehr Rendite möchte, sollte besser langfristig in Aktien von Qualitätsunternehmen investieren. Trotzdem zahle ich weiterhin jeden Monat 100 Euro in den Sparplan ein. Warum? Weil sich der Vertrag, den ich vor 15 Jahren abgeschlossen habe, jetzt erst richtig lohnt. Die Sparkasse stockt nämlich meine eingezahlten Beiträge des abgelaufenen Jahres mit einer Prämie auf. Die Prämie ist quasi ein Bonuszins zusätzlich zur gewöhnlichen Verzinsung. Anfangs war die Prämie mit 3% überschaubar, aber im Laufe der Zeit ist sie immer weiter gewachsen. In diesem Jahr erhalte ich einen Bonuszins von satten 50%. So entsteht aus 1.200 Euro Sparbeiträgen und 600 Euro Prämie ein Guthaben von 1.800 Euro. Das klingt doch beeindruckend. Wo gibt es heute noch so eine Verzinsung? (Der gewöhnliche Zinssatz von derzeit 0,1% p.a. auf das Gesamtguthaben und der unvermeidliche Steuerabzug bleiben hier der Einfachheit halber außen vor.)

Ich wollte aber noch mehr über die Rendite des Sparplans erfahren und habe genauer nachgerechnet. Das ging recht einfach, weil alle Zahlungen aus dem Sparbuch leicht nachvollziehbar sind. Vom 1. April 2002 bis 1. Juni 2017 habe ich 183 Monate lang jeweils 100 Euro eingezahlt. Macht eigene Sparbeiträge von 18.300 Euro. Von der Sparkasse bekam ich immer am letzten Bankarbeitstag eines Jahres den regulären Zins sowie die Prämie gutgeschrieben. Davon gingen jeweils Steuern ab. Insgesamt habe ich bis heute 742 Euro Normalzinsen und 2.105 Euro Bonuszinsen netto kassiert. Das ergibt zusammen einen Gewinn von 2.847 Euro bzw. eine Gesamtrendite von 15,6% nach Steuern bezogen auf das eingesetzte Kapital. Ein langer Atem zahlt sich für Anleger eben aus. Aber es wird noch spannender: