Sonntag, 15. Januar 2017

Das Beste kommt noch


Nach fünf Neuzugängen im Aktienportfolio (Abbott Labs, Fortis, Linde, Nike und Stella Jones), zwei Verkäufen (HCP und South32) und Investitionen von insgesamt 36.158,64 EUR im Jahr 2016 ist es Zeit, eine Bilanz zu ziehen und nach vorne zu blicken. Zunächst veröffentliche ich wie üblich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im Dezember 2016:


Wertpapiername
Dividende
BROOKFIELD INFR.
79,09 €
CHEVRON CORP.
37,50 €
COCA-COLA CO.
24,64 €
CONSOLIDATED ED.
23,57 €
FORTIS INC.
10,38 €
HERSHEY CO.
13,06 €
IMP. BRANDS PLC
22,85 €
INTL BUS. MACH.
19,45 €
JOHNSON+JOHNSON
27,36 €
LILLY (ELI)
17,69 €
MAIN STREET CAP.CP.
32,20 €
MCDONALDS CORP.
33,08 €
MICROSOFT
18,64 €
REALTY INC. CORP.
14,23 €
ROYAL DUTCH SHELL
65,21 €
STELLA-JONES INC.
5,30 €
UNILEVER CVA
23,65 €
UTD TECHN.
22,92 €
VECTOR GRP LTD
64,97 €
VERESEN INC.
8,72 €

564,51 €


Mit der Dezemberzahlung hat mir mein Aktienportfolio im Jahr 2016 Dividendeneinnahmen von insgesamt 4.591,26 EUR netto gebracht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 799,60 EUR bzw. 21%. Dieses Ergebnis finde ich höchst zufriedenstellend und begeistert mich einmal mehr für die Dividendenstrategie.

Nehmen wir die Dividendeneinnahmen etwas genauer unter die Lupe. Wenn man sich die Verteilung der Dividenden 2016 über die Monate ansieht, dann besteht noch Optimierungspotenzial. Es bietet sich womöglich an, doch noch einen Quartalszahler mit einem Zahlungsrhythmus in den Monaten Februar, Mai, August und November ins Depot zu holen.


Dagegen hat sich die Diversifizierung der Dividendeneinnahmen nach Herkunftsländern im Jahr 2016 leicht verbessert. Zwar liegen US-Aktien immer noch mit weitem Abstand vorne, aber der Anteil ist von 50% im Jahr 2015 auf 45% gefallen. Einen Rückgang gibt es auch auf Platz 2, beim britischen Anteil von 20% auf 18%. Dafür haben meine Dividenden aus Deutschland um 4%-Punkte zugelegt, geringfügig auch die Bermudas und Kanada. Ich möchte die Streuung der Dividenden nach Ländern unter Risikogesichtspunkten weiter im Auge behalten und in Zukunft eventuell noch ein weiteres Land dazu nehmen.


Donnerstag, 5. Januar 2017

Drei Anlagethesen für 2017

Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen. Dieses geflügelte Wort gilt auch für die vielen Vorhersagen und Anlagetipps, die nun zu Beginn des Jahres 2017 verbreitet werden. Als rational und selbständig handelnder Investor folge ich ohnehin nicht blind irgendwelchen Empfehlungen. Ich versuche stattdessen, die realen Entwicklungen in meinem Umfeld zu beobachten, zu verstehen und auf dieser Basis klare Thesen für mögliche Aktieninvestitionen aufzustellen. Und hier sind sie, meine drei Anlagethesen für 2017 - persönlich, teils provozierend und ein bisschen politisch:

Die Sicherheitsbranche steht vor goldenen Zeiten.
Krisenherde und Flüchtlingsströme auf der ganzen Welt, Terroranschläge im eigenen Land, dazu noch die - milde ausgedrückt - unüberlegte Politik der Bundesregierung: Ich fühle mich nicht mehr sicher. So geht es wahrscheinlich vielen Menschen in Deutschland und Europa. Aber auch Unternehmen und staatliche Behörden dürften sich mit der Gefährdungslage und ihren Folgen beschäftigen. Insgesamt ist daher anzunehmen, dass schnell und viel Geld in Maßnahmen zur Bewahrung von Sicherheit und Ordnung fließen wird. Davon profitieren zum Beispiel die Hersteller von Waffen, geschützten Fahrzeugen und Uniformen ebenso wie Wach- und Sicherheitsdienstleister. Lohnen könnte sich eine Investition in Assa Abloy AB (A14TVM), einen weltweit führenden Produzenten von Sicherheitstüren und Schließsystemen aus Schweden. Interessant erscheint auch die Aktie des deutschen Technologiekonzerns Jenoptik (622910), der Laser-Entfernungsmesser und Wärmebildkameras für Polizei und Grenzschutz liefert. Und eine Empfehlung aus dem Vorjahr, das IT- und Beratungsunternehmen Accenture (A0YAQA), gilt immer noch, oder besser gesagt jetzt erst recht. Denn die vielen sicherheitsrelevanten Informationen müssen schließlich erfasst und ausgewertet, die entsprechenden Prozesse strukturiert und dokumentiert werden.

Freitag, 30. Dezember 2016

Best of Armer Charlie 2016

Zum Abschluss des Jahres 2016 habe ich wieder meinen Blog durchforstet und fünf Artikel ausgewählt, die ich jedem Aktieninvestor besonders empfehlen möchte.

Hier kommt meine persönliche Best-of-Liste 2016:

http://www.armercharlie.de/2016/02/weckt-den-schlafenden-riesen.html 

http://www.armercharlie.de/2016/05/wenn-ich-heute-nochmal-anfangen-wurde.html 

http://www.armercharlie.de/2016/08/easy-day.html 

http://www.armercharlie.de/2016/09/warum-ich-alle-etfs-verkauft-habe.html 

http://www.armercharlie.de/2016/11/nicht-mit-der-mode-gehen.html 

Wer noch mehr lesen will, findet hier die Best-of-Liste des letzten Jahres:

http://www.armercharlie.de/2015/12/best-of-armer-charlie-2015.html 

Danke fürs Lesen meines Blogs und uns allen weiterhin erfolgreiche Investments.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

CFDs zur Absicherung des Dividendendepots?

Nein, ich bin nicht unter die Trader gegangen. Keine Spekulationen - da bleibe ich konsequent. Nun kann man zwar mit CFDs auf steigende und fallende Märkte spekulieren. Aber diese Finanzinstrumente ermöglichen es einem Privatanleger ebenso, ein Wertpapierportfolio mit geringem Kapitaleinsatz und zu niedrigen Kosten gegen mögliche Kursverluste abzusichern. Diese konservative Hedging-Strategie erscheint mir gerade in Zeiten, in denen die Börsen von einem Rekordhoch zum nächsten eilen, eine Überlegung wert. Denn ich will keine Kursgewinne realisieren, sondern meine Aktien langfristig halten. Auf der anderen Seite finde ich aber kaum noch attraktiv bewertete Dividendenaktien, die sich für einen Neu- oder Zukauf anbieten. So sammelt sich Monat für Monat weiteres Cash an, das ich bis zu einem möglichen Börsencrash beiseite legen kann. Mein Gedanke war, einen Teil dieser Reserven für den Kauf von Short-CFDs zur Absicherung der Aktienpositionen gegen mögliche Kursrückschläge zu nutzen. Bei einem korrekt aufgebauten Hedge sollten die Gewinne der CFDs die Verluste der Aktienpositionen kompensieren. Aber der Reihe nach:

So funktionieren CFDs 
CFD steht für Contract for Difference (Differenzkontrakt). CFDs sind keine börsengehandelten Wertpapiere, sondern derivative Finanzinstrumente. Das heißt, die Kurse leiten sich von einem Basiswert ab. Das kann zum Beispiel eine Aktie, ein Aktienindex, ein Rohstoff oder eine Währung sein. Der CFD-Handel bildet den regulären Handel nach, ein CFD-Anleger partizipiert also an steigenden und fallenden Kursen des Basiswertes. Allerdings besitzt man den Basiswert nicht real. Das Einzige was passiert, ist ein Barausgleich der Kursentwicklung auf dem CFD-Brokerkonto. Und hier wird das Ganze spannend: Weil es nie zu einer tasächlichen Abwicklung kommt, muss ein CFD-Anleger nicht den vollen Betrag für einen Handel aufbringen, sondern lediglich eine Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegen, die auf dem Brokerkonto geblockt wird. Daraus entsteht eine Hebelwirkung, mit deren Hilfe sich bei vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz große Handelsvolumen bewegen lassen. Um das selbst einmal ohne Risiko auszuprobieren, habe ich ein kostenloses Demokonto bei einem CFD-Broker eröffnet.

Das Experiment - Teil 1
Als erstes wollte ich meine 50 Siemens-Aktien absichern. Am 9. Dezember notierten die Papiere Real-Time bei 114,38 EUR. Mit über 32,5% Kursgewinn gegenüber meinem Einstandskurs nahm Siemens zu dem Zeitpunkt mit 5.719,00 EUR die viertgrößte Aktienposition in meinem Portfolio ein. Um den Hedge aufzubauen, orderte ich 50 Short-Kontrakte auf Siemens. Das ging ganz einfach: Man sieht den Chart von Siemens vor sich, klickt auf "Verkaufen", gibt die gewünschte Anzahl der Kontrakte ein und bestätigt die Order. Der Auftrag wurde zum Kurs von 114,69 EUR ausgeführt. Dafür belastete der Broker mein Handelskonto mit 286,73 EUR, was einer Margin von 5% und einem Hebel von 20 entspricht. Da es nur um einen Test ging, habe ich die Position eine Woche später am 16. Dezember geschlossen, das heißt wieder zurück gekauft. Und so sah das Ergebnis aus:

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Dividendeneinnahmen im November 2016

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im November 2016:


WertpapiernameDividende
ABBOTT LABS 12,41 €
AT+T INC. 32,13 €
GENERAL MILLS 22,51 €
MAIN STREET CAP. 12,70 €
PROCTER+GAMBLE  31,96 €
REALTY INCOME 13,78 €
VERESEN INC. 8,59 €

134,08 €

Die Monatsabrechnung war dieses Mal schnell gemacht. Nur sieben Dividendenzahlungen von insgesamt rund 134 EUR sind im November eingegangen. Das bedeutet das schwächste Ergebnis des Jahres 2016 und zugleich einen Rückgang der Dividendeneinnahmen um 51,94 EUR oder 27,9% im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Der Grund ist leicht erklärt: Ich habe mich im Laufe der letzten zwölf Monate von zwei Unternehmen getrennt, die ihre Dividenden im November ausschütten. Das eine war der Pipelinebetreiber Kinder Morgan, den ich nach der Dividendenkürzung noch im Dezember 2015 verkauft habe. Damit bin ich konsequent meiner Strategie gefolgt, Aktien im Falle einer Reduzierung der Dividende grundsätzlich abzustoßen. Und das andere Unternehmen war der Immobilien-REIT HCP, den ich im Vorfeld eines angekündigten Spin-Offs wegen der unklaren weiteren Dividendenentwicklung und steuerlichen Folgen im Juni 2016 verkauft habe. Diese Entscheidung war im Nachhinein betrachtet glücklicherweise richtig, denn HCP hat nach Durchführung des Spin-Offs eine Dividendenkürzung verkündet.

Unter diesen Umständen bin ich mit den Dividendeneinnahmen im November 2016 doch ganz zufrieden. Vielleicht ergibt sich in den nächsten Monaten auch die Gelegenheit, Aktien der beiden zuverlässigen Novemberzahler General Mills und Procter&Gamble günstiger nachzukaufen. Die Kurse von Konsumgüteraktien, die in den letzten Jahren wegen ihrer Dividende oft als Anleihenersatz gekauft wurden, könnten nämlich nachgeben, wenn Anleihen durch mögliche Leitzinserhöhungen in den USA wieder attraktiver werden.
 
Insgesamt hat mir mein Aktienportfolio von Januar bis November 2016 Dividendeneinnahmen von 4.026,75 EUR netto gebracht. Auf meiner Seite Dividendeneinnahmen ist eine Übersicht aller Dividenden seit dem Jahr 2008 veröffentlicht.