Sonntag, 18. Januar 2015

Die letzten Investitionen 2014: Bank of Nova Scotia und Chevron


Den Kern meines Portfolios bilden grundsolide Value-Aktien, die Dividenden auszahlen und diese nach Möglichkeit regelmäßig steigern. Ich kaufe nur Aktien von Unternehmen, deren Geschäft ich verstehe und von deren langfristigen Erfolgsaussichten ich überzeugt bin. Mit dieser einfachen Strategie, die sich an den Grundsätzen großer Value-Investoren wie Charlie Munger orientiert, bin ich bisher sehr gut gefahren. Die beiden folgenden Aktien habe ich im Dezember 2014 neu für mein Depot gekauft:


Die Bank of Nova Scotia (Scotiabank) (850388) bietet ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen im Privatkunden-, Geschäftskunden- und Investmentbanking an. Die Scotiabank ist mit 21 Mio. Kunden in 55 Ländern weltweit präsent und gilt als Kanadas internationalste Bank. Seit der Gründung der Bank im Jahr 1832 wird ununterbrochen eine Dividende ausgeschüttet. In den vergangenen zehn Jahren hat die Scotiabank ihre Dividende je Aktie von jährlich 1,32 CAD auf 2,56 CAD erhöht. Der Gewinn je Aktie konnte im selben Zeitraum von 3,15 CAD auf 5,66 CAD gesteigert werden. Die Aktie ist bei einem Kurs um die 64 CAD mit einem KGV von 11,3 und einer Dividendenrendite von 4,0% attraktiv bewertet. 


Ich bin positiv zu Kanada, der kanadischen Wirtschaft und der Bank of Nova Scotia eingestellt. Kanada gehört zu den am höchsten entwickelten Staaten der Erde, betreibt eine vernünftige wirtschaftsfreundliche Einwanderungspolitik und hat eine vorbildliche Bankenregulierung. Ohne Bankdienstleistungen ist eine moderne Wirtschaft nicht vorstellbar. Die Scotiabank, die nach Marktkapitalisierung drittgrößte Bank in Kanada, wird mit ihrem breiten und ausgewogenen Geschäftsmodell auch in Zukunft vom Wirtschaftswachstum Kanadas und der Welt profitieren, so dass genügend Spielraum für weitere Dividendenerhöhungen bleibt.


Chevron Corporation (852552), einer der größten Konzerne in der Ölindustrie. Das Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab: Chevron erschließt und fördert Erdöl und Erdgas, verarbeitet die Rohstoffe weiter zu Kraftstoffen und Chemikalien, handelt und transportiert die Produkte global und ist in der Energiegewinnung tätig. Chevron bezahlt seit 1912 Dividenden und hat sie in den letzten 27 Jahren in Folge angehoben. In den vergangenen zehn Jahren hat Chevron seine Dividende je Aktie von jährlich 1,75 USD auf 4,21 USD erhöht. Der Gewinn je Aktie betrug vor zehn Jahren 6,54 USD. Für das Geschäftsjahr 2014 wird ein Gewinn von etwa 10,80 USD erwartet. Die Aktie ist bei einem Kurs um die 108 USD mit einem KGV von 10,0 und einer Dividendenrendite von 3,9% attraktiv bewertet.


Ich glaube, dass die Welt trotz aller Bemühungen um eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien auch in den nächsten Jahrzehnten noch von Öl und Gas abhängig sein wird. Öl ist zudem nicht nur Energieträger, es steckt auch in Kleidung, Farben, Medikamenten und vielen weiteren Gegenständen des täglichen Lebens. Ein Qualitätsunternehmen wie Chevron wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weiterhin unabhängig von Ölpreisschwankungen ausreichende Gewinne erwirtschaften und regelmäßig steigende Dividenden ausschütten können.

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