Donnerstag, 8. Januar 2015

Fünf Dividendenaktien zum Start



Ich habe in sehr unruhigen Zeiten begonnen, regelmäßig in Aktien zu investieren. Es war im Jahr 2008, als die Aktienkurse mit dem Beginn der Finanzkrise teils um über 50% einbrachen. Gleichzeitig wurde von der deutschen Politik die Einführung der Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge ab 1. Januar 2009 angekündigt. Ich entschloss mich, die letzte Chance auf steuerfreie Kursgewinne in der Zukunft zu nutzen. Ich wollte ein kleines Depot mit fünf Aktien als langfristige Geldanlage aufbauen.


Ich habe die Aktien nur nach zwei einfachen, subjektiven Kaufkriterien ausgewählt:

  1. Verstehe ich das Geschäftsmodell des Unternehmens?
  2. Wird das Unternehmen aller Voraussicht nach sein Geschäft auch in 50 Jahren noch mit Gewinn betreiben?

Zusätzlich war es mir zur Diversifikation wichtig, Aktien verschiedener Wirtschaftsbranchen, Staaten und Währungen zu mischen. Danach kaufte ich folgende Papiere:


BASF (BASF11) ist das weltweit führende Chemieunternehmen. Das Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Öl und Gas. Ich bin überzeugt, dass wir auch in Zukunft Produkte von BASF brauchen werden. Gegründet wurde die Badische Anilin- und Sodafabrik im Jahr 1865. Wer so lange durchgehalten hat, den wird es auch in 50 Jahren noch geben.


Johnson & Johnson (853260), ein amerikanischer Konsumgüter- und Pharmahersteller mit vielen bekannten Markenprodukten. JnJ ist sehr breit aufgestellt und besteht aus 275 Einzelunternehmen in 60 Ländern. Damals war die Aktie noch eine der größten Positionen im Portfolio von Warren Buffett, was für mich zu dem Kauf bestärkt hat.


Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (843002), bzw. Munich RE, eines der größten Rückversicherungsunternehmen der Welt. Sie ist auch im Erstversicherungsgeschäft aktiv. Berühmtheit erlangte die Münchener Rück nach dem Erdbeben von San Francisco 1906, denn sie war nach Regulierung aller Schäden als einzige Versicherung noch zahlungsfähig. Der ständige Fortschritt in Wirtschaft und Gesellschaft bringt auch immer neue Risiken mit sich, die versichert werden wollen.


Nestlé (A0Q4DC) ist das größte Industrieunternehmen der Schweiz und größter Nahrungsmittelproduzent der Welt. Es ist fast unmöglich, einen Einkauf im Supermarkt zu erledigen und ohne Produkte von Nestlé wieder nach Hause zu gehen. Die Weltbevölkerung nimmt zu und gegessen und getrunken wird immer. Diese Aktie war die größte Position in meinem kleinen Startdepot.


Reckitt Benckiser Group (A0M1W6) ist ein britisches, weltweit tätiges Unternehmen in der Herstellung von Haushalts- und Hygieneprodukten. RB hat auch deutsche Wurzeln und die Unternehmerfamilie Reimann hält 15% der Anteile. RB ist nicht so bekannt wie sein Konkurrent Procter & Gamble, aber ich wollte eine Alternative, um stärker nach Land und Währung zu diversifizieren.


Alle Aktien von damals befinden sich auch heute noch in meinem Depot. Wenn ich mir die Kursentwicklung ansehe, waren es hervorragende Investitionen: BASF habe ich beispielsweise zum Einstiegskurs von 33,79 € erworben und Nestlé war damals für 31,63 € zu haben. Entscheidender für mich aber ist, dass sich die Unternehmensperspektiven nach meiner Einschätzung nicht geändert haben. Ich würde diese Aktien deshalb auch heute wieder kaufen


Neben den Kursgewinnen ist mir erst später aufgefallen, dass alle Unternehmen seit dem Kauf ihre Dividende jährlich erhöht haben. Dies war der Auslöser, meine Kaufkriterien für künftige Investitionen zu verfeinern und mich näher mit der Dividendenstrategie zu beschäftigen.


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