Freitag, 20. Februar 2015

Die Dividendenstrategie erfordert Eigenverantwortung



Wenn es um Geldanlage und Vermögensbildung geht, vertraue ich nicht den Banken, dem Staat, Verbraucherzentralen oder irgendwelchen „Experten“. Diese verfolgen immer auch eigene Interessen, die nicht unbedingt mit meinen Belangen übereinstimmen. Ich behalte lieber selbst die Verantwortung für mich, um meine finanziellen Ziele zu erreichen. Was bedeutet Eigenverantwortung für einen Dividendeninvestor?


Als erstes gilt es, ein Ziel zu definieren und zu seiner Erreichung konkrete Arbeitsschritte festzulegen. Ich möchte einen möglichst großen Teil meiner Lebenshaltungskosten aus Dividendeneinnahmen bestreiten und habe mir für das Jahr 2015 vorgenommen, mein Dividendendepot auf 100.000 EUR auszubauen. Dafür lege ich jeden Monat erspartes Geld in Dividendenaktien an.


Zweitens braucht es eine klare Strategie zur Umsetzung der festgelegten Arbeitsschritte. Jeder Aktieninvestor sollte akzeptieren, dass die Zukunft ungewiss ist. Auch wenn es verlockend erscheint, lassen sich vergangene Entwicklungen nicht in die Zukunft fortschreiben. Niemand kann vorhersehen, wie sich die Wirtschaft, die Börsenkurse oder die Dividendenzahlungen einzelner Unternehmen entwickeln werden. Daraus leite ich meine wertorientierte Anlagestrategie ab, nämlich unabhängig von Börsenkursschwankungen vor allem Qualitätsunternehmen auszuwählen, die Produkte und Dienstleistungen anbieten, die immer gebraucht werden, wie z.B. Energie, Nahrungsmittel und alltägliche Konsumgüter. Außerdem habe ich von Anfang an auf eine ausreichende Diversifikation geachtet, so dass einzelne Fehlinvestitionen keine großen Auswirkungen auf das Gesamtportfolio haben.


Da ich die Aktien langfristig halten will, ist es als drittes wichtig, sich vor einer Investition möglichst umfassend zu informieren. Meine erste Anlaufstelle ist das Internetportal MyDividends, das börsentäglich über dividendenrelevante Neuigkeiten berichtet. Außerdem schaue ich immer wieder auf die Zusammensetzung der S&P Dividendenindizes, die alle bedeutenden Aktienmärkte der Welt abdecken. Ferner beobachte ich die Aktivitäten anderer Dividendenblogger, die meiner Meinung nach qualitativ hochwertige Informationen bieten, vor allem hier und hier.


Im vierten Schritt kommen Unternehmen, die mir interessant erscheinen, zur weiteren Analyse auf meine Watchlist. Erst wenn ich das Geschäftsmodell eines Unternehmens verstanden habe, seine Zukunftsaussichten möglichst gut einschätzen kann und es meine Kaufkriterien erfüllt, kommt es für eine Investition in Betracht.


Dieser Auswahlprozess erfordert Motivation, kostet etwas Zeit und ich kann niemanden für die Anlageentscheidungen verantwortlich machen außer mir selbst. Der Lohn der Arbeit sind ein besonnenes und an eigenen Zielen orientiertes Verhalten unabhängig von Börsenkursschwankungen und Anlageempfehlungen, ein immer besseres Wissen über das Funktionieren von Marktwirtschaft und Unternehmen sowie ein ständig wachsendes Aktienportfolio aus Qualitätsunternehmen, die mir regelmäßig und über die Jahre steigende Dividenden auszahlen.

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