Donnerstag, 26. März 2015

Drei Dividendenerhöhungen in meinem Portfolio


In meinem letzten Beitrag habe ich über Dividendenkürzungen geschrieben. Viel erfreulicher sind natürlich Dividendenerhöhungen. Ich verfolge regelmäßig Nachrichten über die Unternehmen, die ich in meinem Dividendendepot halte. Die Ankündigung einer Dividendensteigerung ist eine Belohnung für meine Anlagestrategie. Das gilt besonders, wenn ein Unternehmen, das ich vor Jahren gekauft habe, seine Ausschüttungen jedes Jahr immer weiter erhöht. Durch das Nachlesen und Recherchieren von Unternehmensnachrichten lerne ich außerdem im Laufe der Jahre immer mehr über das Geschäft der Unternehmen und werde so zu einem besseren und reicheren Aktieninvestor. In den letzten vier Wochen haben drei Unternehmen meines Portfolios eine Erhöhung der Dividende angekündigt:


Die BASF SE (BASF11) ist der weltgrößte Chemiekonzern. Das Unternehmen wurde 1865 gegründet und ist heute mit 360 Produktionsstandorten in 80 Ländern der Welt vertreten. BASF entwickelt und produziert Chemikalien, technische Kunststoffe, Veredelungsprodukte, Pflanzenschutzmittel, Öle und Gase. Die Präparate finden Verwendung bei der Herstellung von Farben und Lacken, Papierprodukten, Hygieneartikeln, Kraft-, Kunst- und Schmierstoffen, Pestiziden, bei der Wasseraufbereitung und einer Vielzahl anderer Anwendungsgebiete. Das Unternehmen hebt die Dividende für das Geschäftsjahr 2014 um 3,7% von 2,70 EUR auf 2,80 EUR an. Die Ausschüttung konnte in den letzten 10 Jahren im Durchschnitt um 13,5% pro Jahr gesteigert werden. Allerdings hat BASF die Dividende in diesem Zeitraum auch einmal unverändert gelassen (für 2008) und einmal gekürzt (für 2009). Derzeit ist die Aktie mit einem KGV von über 16 und einer Dividendenrendite von 3% etwas überbewertet. BASF habe ich schon sehr lange im Depot und zuletzt zu einem Kurs von unter 70 EUR aufgestockt. Dabei soll es vorerst bleiben.


Die BayWa AG (519406) ist ein Handels-, Logistik- und Dienstleistungskonzern in den Segmenten Agrar, Energie und Bau. Das Unternehmen wurde 1923 in München gegründet und ist heute mit 3.000 Standorten in 28 Staaten vertreten. Im Agrarsegment vermarktet die BayWa landwirtschaftliche Erzeugnisse, Betriebsmittel, Landtechnik und Obst. Das Energiesegment steht für den Vertrieb fossiler Brennstoffe und Komplettlösungen für erneuerbare Energien. Im Bausegment werden Baustoffe aller Art verkauft und geliefert. Das Unternehmen hebt wie schon in Aussicht gestellt die Dividende für das Geschäftsjahr 2014 um 6,7% von 0,75 EUR auf 0,80 EUR an. Dies ist zugleich die elfte Dividendenerhöhung in Folge. Die Ausschüttung konnte in den letzten 10 Jahren im Durchschnitt um 12,6% pro Jahr gesteigert werden. Derzeit ist die Aktie mit einem erwarteten KGV von über 15 und einer Dividendenrendite von 2,1% zu teuer. Da die BayWa auch schon zu den größeren Positionen in meinem Depot gehört, plane ich momentan keinen Nachkauf.


General Mills Inc. (853862) ist einer der umsatzstärksten Nahrungsmittelhersteller der Welt und produziert, vertreibt und vermarktet Frühstückszerealien, Snacks, Milchprodukte, Tiefkühlkost und Fertiggerichte. Das Unternehmen hebt seine nächste Quartalsdividende um 7,3% von 0,41 USD auf 0,44 USD an. General Mills und die Vorgängerunternehmen zahlen seit 116 Jahren ununterbrochen eine Dividende aus, die nie gekürzt und in den letzten 12 Jahren in Folge erhöht wurde. Die Ausschüttung konnte in den letzten 10 Jahren im Durchschnitt um 10,7% pro Jahr gesteigert werden. Derzeit ist die Aktie mit einem KGV von über 18 und einer Dividendenrendite von 3,1% leicht überbewertet. Außerdem erreicht die Ausschüttungsquote schon 60%. Ich möchte die Nahrungsmittelbranche in meinem Depot stärken, so dass General Mills zu den Kaufkandidaten für dieses Jahr zählt. Der Kurs sollte aber deutlich unter 50 USD liegen, um meine Kaufkriterien zumindest annähernd zu erreichen.

Freitag, 20. März 2015

Verkauf wegen Dividendenkürzung



Ich baue ein Aktienportfolio aus Qualitätsunternehmen auf, die verlässliche, langfristig steigende Gewinne erwirtschaften und mir einen Teil davon regelmäßig als Dividende auszahlen. Monat für Monat investiere ich Geld, das nicht in meine Rücklage oder in den Konsum fließt, am Aktienmarkt. Dabei fühle ich mich recht sicher, weil ich mich an meinen Kriterien für den Kauf von Dividendenaktien orientieren kann.


Schwieriger fällt mir der Verkauf von Werten aus meinem Portfolio. Grundsätzlich möchte ich auch hier strategisch vorgehen, um unabhängig von Börsennachrichten und Empfehlungen von „Experten“ eigenverantwortliche und überlegte Entscheidungen treffen zu können. Bisher habe ich für eine Verkaufsstrategie nur ein einziges Kriterium festgelegt: Die Reduzierung oder Streichung der Dividendenzahlung. Folgende Aktien wurden in den letzten Wochen und Monaten verkauft:


AGF Management Ltd. (861655) ist eine kanadische Investment- und Vermögensverwaltungsgesellschaft. AGF bezahlt seit 46 Jahren eine Dividende und war Teil des S&P Canadian Dividend Aristocrats Index. Im Dezember 2014 beschloss das Unternehmen eine Neuausrichtung, wonach künftig mehr Kapital für Wachstumsinvestitionen und Aktienrückkäufe ausgegeben werden soll. Die Quartalsdividende ab dem ersten Quartal 2015 beträgt deshalb statt zuletzt 0,27 CDN nur noch 0,08 CDN.


Coca-Cola Amatil Ltd. (855416) ist ein australischer Getränkeabfüller und produziert und vertreibt als Lizenznehmer die Erfrischungsgetränke der Marke Coca-Cola sowie Spirituosen in Australien, Neuseeland, Indonesien und einigen weiteren pazifischen Staaten. Das Unternehmen gab im Februar 2015 bekannt, dass die Dividende für das Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zur Vorjahresdividende von 0,56 AUD auf 0,42 AUD gesenkt wird.


Seadrill Ltd. (A0ERZ0) ist ein norwegisches Offshore-Bohrunternehmen mit Sitz auf den Bermudas und betreibt Bohrinseln, -plattformen und -schiffe für die Öl- und Gasindustrie zum weltweiten Einsatz in unterschiedlich tiefen Gewässern. Das Unternehmen teilte im November 2014 mit, dass die Dividende aufgrund des Ölpreisverfalls und des schwierigen finanziellen Umfelds ausgesetzt wird.


Zunächst muss ich mir ehrlich eingestehen, dass es ein Fehler war, in diese Werte zu investieren. Ich habe die Unternehmen vor der dem Kauf kaum analysiert und mich nur von den verlockend hohen Dividendenrenditen blenden lassen. Der Verkauf jeweils einige Tage nach Ankündigung der Dividendenkürzungen bzw. -streichung war natürlich mit hohen Verlusten verbunden. Daher habe ich mir überlegt, andere oder zusätzliche Kriterien zu definieren, nach denen ich künftig über Aktienverkäufe entscheiden könnte.


Es wäre möglich, Unternehmen trotz einer Dividendensenkung im Depot zu halten und erst eine bestimmte Zeit, z.B. ein oder zwei Jahre, abzuwarten, ob die Dividende dann wieder gezahlt oder so weit gesteigert wird, dass es den Verlust dieses Zeitraums ausgleicht. Ich habe mich gegen diese Möglichkeit entschieden, weil mir das zu ungewiss erscheint und eine Dividendenkürzung generell meinem Ziel zuwiderläuft, ein nennenswertes, verlässliches Zusatzeinkommen aus Dividenden zu erzielen.


Ideal wäre es, eine Dividendenkürzung zuverlässig vorhersehen und die Aktie rechtzeitig vorher verkaufen zu können. Indikatoren dafür könnten Gewinnrückgange über mehrere Jahre oder hohe Ausschüttungsquoten sein. Beispielsweise ist der Gewinn je Aktie von Procter & Gamble Co. (852062) in den Jahren 2009 bis 2012 von 4,26 USD auf 3,66 USD gesunken, die Dividende wurde trotzdem jährlich von 1,64 USD auf 2,14 USD gesteigert. Während die Ausschüttungsquote vor 10 Jahren noch unter 40% lag, beträgt sie inzwischen über 60%. Andererseits haben Unternehmen anderer Branchen, z.B. Altria Group Inc. (200417), im Allgemeinen recht hohe Ausschüttungsquoten von etwa 80%. Soll ich deshalb die beiden Aktien, die mir bislang zuverlässig jedes Jahr steigende Dividenden gezahlt haben, verkaufen? Mir ist es nicht gelungen, hier objektive Maßstäbe festzulegen und deswegen habe ich darauf verzichtet.


Ich könnte auch verkaufen, wenn eine Aktie meines Portfolios an der Börse gerade überbewertet ist, also mit einem überdurchschnittlich hohen KGV gehandelt wird, und/oder mit einem sehr hohen Kursgewinn im Depot liegt, den ich mit einem Verkauf realisieren könnte. Ein solches Vorgehen wäre aber aus meiner Sicht kontraproduktiv, da ich die Basis für mein laufendes Dividendeneinkommen, nämlich Anteile an Qualitätsunternehmen, schmälern würde. Außerdem würden auf realisierte Kursgewinne Steuern fällig, ich müsste für die frei gewordenen Mittel nach neuen, attraktiver bewerteten Investitionsmöglichkeiten suchen und für die Transaktionen noch Gebühren bezahlen. Deshalb erscheint es mir sinnvoller, einmal gekaufte Aktien langfristig zu halten und neue Gelder sowie eingenommene Dividenden in Unternehmen zu investieren, die aktuell günstig oder angemessen bewertet sind.


Das Ergebnis meiner Überlegungen ist also, dass es auch künftig bei einem einzigen Kriterium für den Verkauf von Aktien bleibt, nämlich der Reduzierung oder Streichung der Dividende.


Sonntag, 15. März 2015

Kurze Gebrauchsanleitung für Geld



Wenn ich mit Bekannten über Wirtschaft und Finanzen spreche, spüre ich oft Unverständnis und eine Abneigung, sich mit Geldfragen zu beschäftigen. Vor allem herrscht ein Gefühl der Ohnmacht gegen eine Politik der Niedrigzinsen und Geldentwertung. Keiner glaubt daran etwas ändern zu können, also wird hart verdientes Geld eben nicht mehr gespart, sondern lieber ausgegeben. Vom Aktienmarkt halten die meisten nichts und Buffett und Munger werden für Spekulanten gehalten.

Zwar versuche ich dann, die Vorteile von Dividendenaktien zu erklären. Aber ich stelle meistens fest, dass es besser ist, viel grundlegender und ganz von vorne anzufangen. Deswegen habe ich eine persönliche „Schritt-für-Schritt-Gebrauchsanleitung“ zum Umgang mit Geld entwickelt, nach meinen Erfahrungen, höchst subjektiv und ohne Gewähr:


Horten: Ich mag den altmodischen Begriff des Hortens. Er vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und Selbstbestimmtheit in einer Zeit von weltweiter Überschuldung und vollständiger Kontrolle der persönlichen Finanzen durch den Staat. Da ich nicht weiß, was die Zukunft bringen wird, lege ich von meinem monatlichen Gehalt zuerst Geld in einen sicheren Hort beiseite. Mein Hort ist eine finanzielle Reserve, die ich im Notfall schnell zur Hand zu haben will: Bargeld in verschiedenen Währungen, Goldmünzen und ein Tagesgeldkonto. Mit dieser Mischung hoffe ich, den Wert, d.h. die Kaufkraft des gehorteten Geldes erhalten zu können. Ich achte darauf, dass meine Rücklage insgesamt immer mindestens ein halbes Netto-Jahresgehalt ausmacht.


Investieren: Erst wenn der Hort aufgefüllt ist, denke ich über die Investition der übrigen Mittel nach. Investieren bedeutet, Geld in Sachanlagen und Wertpapieren anzulegen, um dafür Erträge zu bekommen und so das Privatvermögen zu vermehren. Ich kaufe jeden Monat angemessen bewertete Aktien und erhalte dafür regelmäßige Erträge in Form von Dividenden. Das Ziel der Investitionen sind langfristig steigende Erträge, mit denen ich einen Teil meiner Lebenshaltungskosten finanzieren will. Außerdem habe ich noch ein kleineres Depot mit Indexfonds sowie eine Riesterrentenversicherung, die schon lange läuft und die ich wegen der Steuervorteile nicht aufgeben möchte. Der Kauf einer selbstbewohnten Immobilie ist nach meinem Verständnis keine Investition, sondern Konsum. Denn sie wirft keine Erträge ab, ganz im Gegenteil, man muss regelmäßig Geld für Reparaturen und Modernisierungen ausgeben, um den Wert der Immobilie zu erhalten. Nur eine vermietete Immobilie wäre eine investive Form der Geldanlage, die mir aber zu kompliziert ist. Die wichtigste und effektivste Investition ist oft die Investition in die eigene Arbeitskraft: Wer stetig in sein berufliches Fortkommen investiert, hat in der Regel gute Chancen auf eine ertragreichere, also besser bezahlte Stelle.


Konsumieren: Ich verfolge ehrgeizige Investitionsziele, möchte aber trotzdem nicht auf alles verzichten. Dennoch versuche ich, so wie ich wertorientiert investiere, auch möglichst bewusst zu konsumieren. Wertorientiert Geld ausgeben heißt für mich zweierlei: Erstens müssen es nicht unbedingt immer die billigsten Produkte sein, sondern diejenigen, die mir gute Qualität zu einem angemessenen Preis bieten. Und zweitens ist es die Konzentration des Konsums auf Dinge, die mir etwas bedeuten: Erlebnisse, Gesundheit, Reisen, Bücher, gutes Essen. Ein sehr wirksamer Schritt zu einem bewussten Konsumverhalten ist die Kündigung aller Newsletter von Elektromärkten und Versandhändlern.


Spekulieren: Wer an der Börse mit Wertpapieren spekuliert, erhofft sich einen Gewinn durch eine Preisveränderung. In Zeiten von Rekordständen an den Aktienmärkten könnte es sich z.B. anbieten, auf fallende Kurse zu spekulieren. Oder man wettet auf die Fortsetzung des Trends und weiter steigende Kurse. Bei Eintreten des erwarteten Ergebnisses lassen sich in kurzer Zeit hohe Gewinne erzielen - falls nicht, drohen Verluste. Niemand kann den künftigen Verlauf von Aktienkursen vorhersagen. Deshalb sind mir langweilige Sparpläne zur Vermögensbildung lieber als riskante Spekulationsgeschäfte. Ich bin Investor und kein Spekulant. Meinen Spiel- und Spekulationstrieb stille ich außerhalb der Aktienmärkte: Ich wette mit Kleinstbeträgen auf Fußballergebnisse.


Spenden: Wenn ich die Mittel dafür habe und von einer Sache überzeugt bin, dann gebe ich dafür hin und wieder eine Geldspende. Von übertriebenem Gutmenschentum halte ich nichts, aber es verschafft mir doch ein Gefühl von Zufriedenheit, etwas Sinnvolles mit meinem Geld ermöglichen zu können. Ich möchte daher künftig jeden Monat eine kleine Summe spenden, habe mich jedoch noch nicht für eine Organisation oder ein Projekt entscheiden können. Mir gefällt die Vorstellung, als Spender zu bestimmten Werten zu stehen und dafür in die Gesellschaft zu investieren.


Dienstag, 10. März 2015

Nachkauf im Dividendendepot: Johnson & Johnson



Wie schon im Januar habe ich auch im Februar wieder in den Aktienmarkt investiert. Schritt für Schritt baue ich mein Aktienportfolio aus und behalte dabei mein langfristiges Ziel im Auge, ein spürbares Zusatzeinkommen aus Dividenden zu generieren, um damit dauerhaft einen Teil meiner Lebenshaltungskosten zu finanzieren. Ich bin kein Spekulant, der schnelle Kursgewinne sucht, sondern gehe überlegt und systematisch vor, denn ich will für mein Geld nur die besten Qualitätsunternehmen zu einem angemessenen Preis erwerben und langfristig halten. Deshalb habe ich mich entschieden, meine Position in Johnson & Johnson aufzustocken, ein Qualitätsunternehmen nach meinem Geschmack, das ich schon sehr lange halte.

Johnson & Johnson (JNJ) (853260) ist ein breit aufgestellter und international tätiger US-amerikanischer Gesundheits-, Pharma- und Konsumgüterkonzern. JNJ wurde 1886 gegründet und ist seit 1944 an der Börse notiert. Die inzwischen über 250 Unternehmen des Konzerns in 60 Ländern der Welt sind in drei Geschäftsfeldern aktiv: Die Konsumgütersparte steht für eine umfangreiche Produktpalette zur Körperhygiene- und -pflege, Wundversorgung, Selbstmedikation und Nahrungsergänzung. Die Medizintechnik- und Diagnostiksparte richtet sich mit medizinischen Geräten und Dienstleistungen an Ärzte und Gesundheitseinrichtungen. In der Pharmasparte werden Medikamente erforscht, entwickelt und produziert. Etwa 70% des Verkaufsvolumens von JNJ stammen von Produkten, bei denen das Unternehmen die weltweite Marktführerschaft besitzt.

Die Produkte und Dienstleistungen von JNJ werden überwiegend unabhängig von wirtschaftlichen Konjunkturzyklen immer gebraucht. Zudem wird JNJ wie andere Unternehmen der Gesundheits- und Pharmabranche von den Bedürfnissen einer wachsenden und älter werdenden Bevölkerung profitieren. Aktien dieser Branche sollen deshalb in meinem diversifizierten Aktienportfolio noch ein stärkeres Gewicht bekommen. JNJ sehe ich dabei als defensives Kerninvestment ganz weit vorne.

JNJ hat seine Dividende je Aktie in den letzten 52 Jahren in Folge erhöht. Von 2005 bis 2014 ist die Ausschüttung von 1,28 USD auf 2,76 USD gestiegen. JNJ gehört zu den wenigen Unternehmen, die es geschafft haben, ihre Dividende über 50 aufeinander folgende Jahre zu erhöhen.
JNJ ist eine einzige Wachstumsstory: Der Gewinn des Unternehmens ist in den letzten 30 Jahren in Folge gewachsen. 2014 wurde mit 16,3 Mrd. USD abgeschlossen. Den Gewinn je Aktie konnte JNJ in zehn Jahren von 3,46 USD auf 5,70 USD steigern. Das Unternehmen genießt einen Triple-A-Status bei den Rating-Agenturen.

Die Aktie wird bei einem Kurs um die 100 USD mit einem KGV von 17,5 und einer Dividendenrendite von rund 2,8% gehandelt. Für ein solides und wachstumsstarkes Unternehmen wie JNJ ist das eine attraktive Kaufgelegenheit.

Donnerstag, 5. März 2015

Jedes Mal wenn ich eine Dividende bekomme



Im Laufe der letzten Jahre habe ich ein diversifiziertes Aktienportfolio aus 40 Unternehmen aufgebaut. Ich bevorzuge Unternehmen, die unabhängig von wirtschaftlichen Zyklen stabile und langfristig steigende Gewinne erwirtschaften. Verlässliche Gewinne sind die Voraussetzung für nachhaltige Dividendenzahlungen an die Aktionäre. Mir kommt es darauf an, an der Börse die Unternehmen mit zuverlässigen Gewinnen und Dividendenzahlungen herauszufiltern und für einen möglichst über das Jahr verteilten Dividendenstrom zu sorgen.

Mit jeder Dividendenzahlung werde ich für meine eigenverantwortliche Anlagestrategie belohnt. Ich muss nicht jahrelang für ein fernes und abstraktes Ziel, z.B. „das Alter“ sparen, wie bei einem Rentenversicherungsvertrag, um einen Nutzen aus der Investition zu ziehen. Bei US-Aktien, die ihre Dividende in der Regel vierteljährlich ausschütten, fließt schon wenige Wochen oder Monate nach dem Kauf die erste Dividende auf mein Konto. Je mehr Aktien ich halte, desto öfter tritt dieser Belohnungseffekt ein und motiviert mich, mein Depot weiter auszubauen.

Echte Qualitätsunternehmen können auch in wirtschaftlich schwachen Zeiten ihre Dividendenzahlung aufrechterhalten. Dividenden sind immer positiv und steigen langfristig meistens an, unabhängig von den Schwankungen der Börsenkurse. Selbst wenn die Börsen schließen würden, die Dividenden fließen weiter. Mit den Dividendenzahlungen der Unternehmen meines Portfolios erziele ich inzwischen jeden Monat ein stabiles und tendenziell steigendes Zusatzeinkommen, das mich meinem Ziel näher bringt, einen immer größeren Teil meiner Lebenshaltungskosten abzudecken.

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, mit dem Eingang einer Dividende auch aktuelle Nachrichten über das Unternehmen zu studieren. Meistens nutze ich einschlägige Finanzportale oder die Investorenseiten der Unternehmen im Internet. Dadurch lerne ich immer mehr über das Geschäftsmodell der Unternehmen und das Funktionieren der Marktwirtschaft insgesamt. Vor allem wird mir jedes Mal bewusst, dass ich Anteilseigner von vielen ganz realen Unternehmen bin, die weltweit Geschäfte betreiben und zusammen Millionen von Arbeitnehmern beschäftigen, die auch meine Dividende erarbeitet haben. Davor habe ich Respekt. Und ich fühle mich mit meinem Portfolio auch ein bisschen wie Buffett und Munger.

Im vergangenen Monat habe ich von folgenden Unternehmen eine Dividende bekommen:

AT&T Inc. (A0HL9Z) ist ein führendes US-amerikanisches Telekommunikationsunternehmen und bedient Millionen von privaten und kommerziellen Kunden in über 220 Ländern weltweit. Zum Angebot gehören Festnetz-, Mobiltelefon-, Internet- und TV-Dienste sowie der Verkauf der erforderlichen elektronischen Geräte. Das Unternehmen hat seine Dividende in den letzten 31 Jahren in Folge erhöht. 

HCP Inc. (A0M2ZX) ist ein US-amerikanischer Real Estate Investment Trust (REIT) und erwirbt, entwickelt, vermietet, verkauft und verwaltet Immobilien. Der Konzern investiert dabei vor allem in Senioren- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Arztpraxen und weitere Bereiche der Gesundheitsbranche. Der REIT hat seine Dividende seit 30 Jahren in Folge erhöht.

General Mills Inc. (853862) ist einer der umsatzstärksten Nahrungsmittelhersteller der Welt und produziert, vertreibt und vermarktet Frühstückszerealien, Snacks, Milchprodukte, Tiefkühlkost und Fertiggerichte. General Mills und die Vorgängerunternehmen zahlen seit 116 Jahren ununterbrochen eine Dividende aus, die nie gekürzt und in den letzten 11 Jahren in Folge erhöht wurde.

Imperial Tobacco Group plc (903000) ist der viertgrößte Tabakkonzern der Welt. Das britische Unternehmen produziert, vertreibt und verkauft Zigaretten, Zigarren, Tabak, Rollpapier und sonstige Tabakprodukte in 160 Ländern weltweit. Imperial Tobacco zahlt seit seinem Börsengang 1997 eine Dividende und hat diese jährlich erhöht.
 
Kinder Morgan Inc. (A1H6GK) ist das drittgrößte Energieunternehmen in Nordamerika und stellt Energieinfrastrukturanlagen bereit. Das Unternehmen besitzt und betreibt ein Netz aus mehr als 80.000 Meilen Pipelines, über die Erdgas, Mineralöl, Kohlendioxid und andere Petrochemikalien transportiert werden, sowie 180 Anlagen zur Speicherung und Weiterverarbeitung dieser Stoffe. Kinder Morgan zahlt seit seinem Börsengang 2011 eine Dividende und hat diese jährlich erhöht.

Main Street Capital Corp. (A0X8Y3) ist eine Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, die eigen- und fremdkapitalfinanzierte Beteiligungen an kleinen und mittelgroßen Unternehmen in den USA eingeht. Das Investitionsvolumen beträgt über 2 Mrd. USD in etwa 180 Unternehmen unterschiedlichster Branchen. Main Street zahlt seit seinem Börsengang 2007 eine monatliche Dividende und hat diese stets stabil gehalten oder erhöht.
Procter & Gamble Co. (P&G) (852062) ist ein US-amerikanischer, weltweit vertretener Konsumgüterkonzern. P&G entwickelt und produziert ein umfangreiches Portfolio an Markenartikeln für die Bereiche Kosmetik, Textil- und Haushaltspflege, Hygiene und Gesundheit. Das Unternehmen schüttet seit 1891 eine Dividende aus und hat sie seit 58 Jahren ununterbrochen erhöht.

Realty Income Corp. (899744) ist ein US-amerikanischer Real Estate Investment Trust (REIT) und erwirbt, entwickelt, vermietet, verkauft und verwaltet Immobilien. Das Unternehmen investiert im wesentlichen in Einzelhandelsobjekte und besitzt über 4.300 Immobilien in 49 US-Bundesstaaten. Realty Income nennt sich selbst "The Monthly Dividend Company" und hat seine monatlichen Dividenden seit dem Börsengang 1994 mehrmals jährlich erhöht.

Veresen Inc. (A1H5KV) ist ein kanadisches Energieunternehmen, das Energieinfrastrukturanlagen in Kanada und den USA besitzt und betreibt. Zum Geschäft gehören Pipelines und weitere Anlagen für den Transport und die Verarbeitung von Gasen sowie die Stromerzeugung in Gaskraftwerken und mit eneuerbaren Energien. Das Unternehmen zahlt seit 2001 eine monatliche Dividende, die seit 2007 in unveränderter Höhe gehalten wurde.