Freitag, 10. April 2015

Diversifikation und Dividendeneinnahmen

Wenn es um die Diversifikation des Portfolios geht, d.h. die Streuung der Anlagegelder auf eine bestimmte Anzahl von Aktien, dann scheiden sich die Geister. Gegen eine weit gehende Diversifikation sprechen z.B. höhere Transaktionskosten für die notwendigen Aktienkäufe, ein Verlust an Übersichtlichkeit im Depot, ein größerer Aufwand bei der Überwachung der einzelnen Positionen und die Tatsache, dass der Großteil des Wertzuwachses in einem Portfolio in der Regel auf ganz wenigen Aktien beruht. 

Dazu passt die Geschichte der sogenannten "Nifty Fifty". Das waren 50 amerikanische Blue-Chip-Aktien, die in den 1960er und 1970er Jahren allgemein als so sicher und marktbeherrschend angesehen wurden, dass man sie getrost für die Ewigkeit kaufen könne. Darunter waren vielfach auch heute noch erfolgreiche Unternehmen, wie Coca-Cola, McDonald's und Procter&Gamble. Den S&P 500 Index konnten die Nifty Fifty aber trotzdem nur durch den überdurchschnittlichen Beitrag von zwei Aktien schlagen: Walmart ist von 1972 bis 2015 um 19,2% jährlich gewachsen, und Philip Morris, aus der inzwischen Altria, Philip Morris International, Kraft und Mondelez geworden sind, erreichte 18,5% jährliches Wachstum.

Leider habe ich nicht die Fähigkeiten von Warren Buffett oder Charlie Munger, die für ihre konzentrierten Portfolios bekannt sind. Ich weiß nicht, welche zwei Aktien in den nächsten 40 Jahren jährlich 20% wachsen werden. Deshalb investiere ich mein Geld schon immer lieber in viele Unternehmen unterschiedlicher Herkunftsländer, Branchen und Währungen. Inzwischen habe ich ein Portfolio von 41 Werten und ich fühle mich sehr wohl damit. Mit dieser Streuung erreiche ich wahrscheinlich kein überdurchschnittliches Depotwachstum, aber ich reduziere das Risiko von Kapitalverlusten. Die einmaligen Transaktionskosten für die Aktienkäufe spielen bei einem langfristigen Anlagezeitraum von mehreren Jahrzehnten keine Rolle mehr. Die Kontrolle des Aktiendepots ist durch die Auswertungsmöglichkeiten der Onlinebroker und den automatisierten Empfang von Unternehmensnachrichten auf Börsenportalen recht einfach geworden. Mir kommt es nicht auf Kursgewinne auf dem Papier an, sondern auf die Erwirtschaftung eines auskömmlichen Stroms an Dividendeneinnahmen auf längere Sicht. Dividenden sind ganz reale Gewinne, die regelmäßig auf mein Konto fließen, je öfters, desto besser.

Meine Strategie hat mir im März 2015 meinen bisher besten Dividendenmonat beschert:



APA GROUP
577578
37,52 €
BHP BILLITON
908101
57,67 €
BROOKFIELD INFRASTR.
A0M74Z
58,54 €
CHEVRON CORP.
852552
16,91 €
CONSOLIDATED EDISON
911563
26,12 €
INTL BUS. MACH.
851399
13,03 €
JOHNSON + JOHNSON
853260
23,23 €
LILLY (ELI)
858560
25,68 €
MAIN STREET CAP.
A0X8Y3
9,50 €
MCDONALDS CORP.
856958
20,36 €
REALTY INC. CORP.
899744
13,68 €
ROYAL DUTCH SHELL A
A0D94M
36,80 €
SSE PLC
881905
31,08 €
TARGET CORP.
856243
14,38 €
UNILEVER CVA
A0JMZB
24,22 €
UTD TECHN.
852759
15,17 €
VECTOR GRP LTD
874420
66,28 €
VERESEN INC.
A1H5KV
10,38 €



Summe

500,55 €


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