Donnerstag, 25. Juni 2015

Öl und Schokolade für mein Dividendendepot

Ich bin ein praktisch denkender Mensch. Was ich selbst gesehen und erfahren habe, glaube ich. Genau so versuche ich auch an die Kapitalanlage in Dividendenaktien heranzugehen. Alltägliche Beobachtungen beeinflussen meine Anlageentscheidungen. In meinem Aktiendepot befinden sich deshalb viele große und solide Qualitätsunternehmen, die den Energiebedarf unserer Gesellschaft decken oder bekannte Verbrauchsgüter herstellen. In diese Branchen habe ich mit den letzten beiden Aktienkäufen weiter investiert:

Chevron Corporation (852552) ist einer der größten Konzerne der Ölindustrie. Das US-Unternehmen erschließt und fördert Erdöl und Erdgas, verarbeitet die Rohstoffe weiter zu Kraftstoffen und Chemikalien, handelt und transportiert die Produkte global und ist in der Energiegewinnung tätig. Ich glaube nicht, dass die schlecht gemanagte Energiewende in Deutschland zahlreiche Nachahmer finden wird. Und viele Elektroautos sehe ich auf den Straßen auch nicht. Deswegen bin ich davon überzeugt, dass die wachsende Weltbevölkerung weiterhin mehr Öl und Gas für Kraftwerke und Verkehrsmittel brauchen wird. Chevron liefert die nötigen Rohstoffe und baut derzeit seine Produktionskapazitäten stark aus. Sobald der Ölpreis wieder anzieht, wird sich dies in steigenden Gewinnen bemerkbar machen. In der aktuellen Niedrigpreisphase hat Chevron zwar eine Durststrecke zu überwinden, aber das ist für ein Unternehmen, das den Zyklen des Ölpreises ausgesetzt ist, nichts Ungewöhnliches. Vielmehr ist das die Chance, sich diese solide Öl-Aktie zu einem günstigen Preis ins Portfolio zu holen. Chevron ist seit Ende letzten Jahres in meinem Depot und ich habe jetzt für weniger als 100 USD, ein KGV von 10,9 und eine Dividendenrendite von 4,3% nachgekauft.

The Hershey Company (851297) produziert, vertreibt und verkauft Schokolade und Süßigkeiten. Das Unternehmen wurde im Jahr 1894 gegründet und ist ein marktführender, weltweit tätiger Süßwarenkonzern aus den USA. Zu den bekanntesten Produktlinien gehören Hershey's, KitKat, Reese's und Almond Joy. Das Geschäftsmodell erklärt sich von selbst. Wenn ich im Supermarkt in die Regale und Einkaufswägen schaue, weiß ich, dass Schokolade immer gegessen wird. Wer nicht überzeugt ist, möge einmal den kleinen und meist überfüllten Hershey's Store am Times Square in New York besuchen. Die Aktie von Hershey als reiner Süßwarenproduzent ist eine gute Ergänzung zu den breit aufgestellten Konzernen Nestlé, Unilever und General Mills in meinem Portfolio. Hershey zahlt seit 1997 eine Dividende und hat diese seitdem jedes Jahr mit Ausnahme von 2009 erhöht. In den letzten 10 Jahren stieg die Ausschüttung von 0,93 USD auf 2,04 USD. Im gleichen Zeitraum konnte der Gewinn je Aktie von 1,99 USD auf 3,77 USD gesteigert werden. Größter Aktionär und damit Profiteur des Unternehmens ist eine Stiftung, die auf den Gründer Milton Hershey zurückgeht. Das stimmt mich positiv für eine langfristig ausgerichtete und aktionärsfreundliche Unternehmenspolitik. Seit Januar 2015 ist der Börsenkurs von Hershey um 15% gefallen und aktuell aufgrund einer reduzierten Gewinnschätzung für das laufende Jahr nochmals unter Druck geraten. Unter 90 USD wird Hershey mit einem KGV von etwa 21 bis 22 und einer Dividendenrendite von 2,4% gehandelt. Das erscheint mir für ein sicheres, nichtzyklisches Unternehmen, das in den letzten Jahren auch schon mit den 28fachen des Gewinns bewertet wurde, sehr attraktiv, weshalb ich eine erste Position dieses Schokoladenherstellers aufgebaut habe.

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