Montag, 3. August 2015

Nachkauf von BHP Billiton und Bank of Nova Scotia

Im vergangenen Juli habe ich viel Geld für Urlaub ausgegeben, so dass nicht ausreichend Mittel für neue Investitionen in mein Aktienportfolio übrig waren. Meine Watchlist für Neukäufe führe ich deshalb unverändert weiter. Um meinem Ziel für das Jahr 2015 aber zumindest ein kleines Stück näher zu kommen, habe ich zwei Dividendenaktien in meinem Depot geringfügig aufgestockt:

BHP Billiton plc (908101) ist ein weltweit tätiger, australisch-britischer Rohstoffkonzern. Das Unternehmen produziert und vertreibt Rohstoffe wie Kohle, Kupfer, Eisenerz, Nickel und Uran und ist auch an der Öl- und Gasförderung beteiligt. Wie angekündigt, hat BHP sein Produktportfolio vereinfacht und die Bereiche Aluminum, Silber und Mangan in das eigenständige Unternehmen South32 Ltd. ausgegliedert. Für jede BHP-Aktie wurde im Mai eine South32-Aktie in mein Depot eingebucht. Die South32-Papiere werde ich einfach weiter halten. Ich habe die fallenden Rohstoffpreise aber für einen Nachkauf von BHP Billiton genutzt. Der Minienkonzern erscheint nach dem Spin-Off und Kostensenkungen gut aufgestellt, da er Rohstoffe in hoher Qualität mit niedrigen Förderkosten produzieren kann. Dadurch können Wettbewerber, die höhere Kostenstrukturen haben, verdrängt werden. Die jetzige Dividende sollte bis auf weiteres gesichert sein. Bei einem KGV von 10 und einer Dividendenrendite von über 6% konnte ich nicht widerstehen und habe meine Position in BHP Billiton weiter ausgebaut.

Die Bank of Nova Scotia (850388) erlitt im Juli ebenfalls Kursverluste während der Diskussionen um ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone. Weshalb eine kanadische Bank davon sonderlich betroffen sein sollte, erschließt sich mir nicht. Jedenfalls habe ich die Chance genutzt und mir bei einem KGV von 11 und einer Dividendenrendite von 4,3% ein paar zusätzliche Anteile dieses Qualitätsunternehmens ins Depot geholt. 

Im Laufe des Monats August erwarte ich ein größeren Geldbetrag aus einer fälligen Spareinlage. Ich werde mich an meine festgelegten Vorgaben halten und plane, in den kommenden Monaten auch wieder neue Dividendenaktien hinzuzukaufen.


Kommentare:

  1. Bei den Rohstoffwerten BHP Billiton und Rio Tinto habe ich nach wie vor Bachschmerzen. Die beiden kanibalisieren sich gegenseitig, weil sie auf die Krise und die fallenden Rohstoffpreise beide eher mit Förderausweitungen reagieren, als mit Produktionsdrosselungen und Minenstilllegungen. Das Dilemma lässt sich für die beiden nur durch eine deutlich anziehende Nachfrage "lösen", allerdings sieht es danach ja nun gerade gar nicht aus. Ich fürchte, man wird die Aktien der beiden noch deutlich tiefer einsammeln können...

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  2. Ein weiterer Kursrückgang bei BHP Billiton ist sicher denkbar. Aber ich achte nicht so sehr auf Kursschwankungen und -trends, ich kann sie ja ohnehin nicht vorhersehen. Ich denke, wenn ich schon einen Rohstoffwert kaufen will, dann muss ich es in der jetzigen Phase tun und nicht bei hohen Rohstoffpreisen.

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  3. Servus Armer Charlie (gewitzter Name, übrigens),

    Ich habe deinen Blog gerade erst entdeckt, und etwas herumgestöbert. Gefällt mir insgesamt sehr gut, und ich werde sicher noch einige Male vorbeischauen.

    Ein Kommentar zur Bank of Nova Scotia: die kanadischen Banken haben momentan allesamt Probleme, nicht aber wegen Griechenland. Das Problem ist der fallende Ölpreis. Öl und Gas Exporte sind wichtig für die kanadische Wirtschaft, die im letzten Jahrzehnt stark vom steigenden Ölpreis profitiert hat. Jetzt, wegen des niedrigen Ölpreises, werden negative Auswirkungen auf Förderer und in weiterer Folge auch andere Wirtschafts-Sektoren befürchtet - das würde höhere Kreditausfallsraten für die Banken bedeuten.

    Ich selber habe in letzter zeit etwas zur Canadian Western Bank recherchiert, die geographisch in einem speziell anfälligen Gebiet tätig ist.

    Gruß
    TomB

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    1. Hallo Tom,

      es freut mich, dass dir mein Blog gefällt. Ich bemühe mich, regelmäßig neue Beiträge zu posten.

      Danke für deinen guten Hinweis zu den kanadischen Banken und dem fallenden Ölpreis, das klingt plausibel. Ich werde die Entwicklung bei der Bank of Nova Scotia im Auge behalten.

      Gruß vom Armen Charlie

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