Mittwoch, 30. September 2015

So macht Aktien kaufen Spass

Wie gut, dass ich mir ein paar ganz einfache Regeln für Investitionen am Aktienmarkt gesetzt habe: Erst jeden Monat etwas Geld zurücklegen, und dann immer in der zweiten Monatshälfte Dividendenaktien kaufen. Im September hat das besonders gut funktioniert, denn ich hatte mehr Geld zur Verfügung als gewöhnlich. Neben einem Teil meines Gehalts und Dividendeneinnahmen der vorherigen Monate lagen noch Mittel aus einer abgelaufenen Festgeldanlage bereit. Zudem verzeichneten die Börsen ab Monatsmitte ordentliche Kursrückgänge. Viele Qualitätsunternehmen sind dadurch wieder attraktiver bewertet. Also mehr verfügbare Mittel und zugleich günstigere Preise, da macht der Aktienkauf richtig Spass.

Vier Unternehmen in meinem Portfolio habe ich kräftig aufgestockt:

Procter & Gamble Co. (852062) ist ein US-amerikanischer, weltweit tätiger Konsumgüterkonzern. P&G entwickelt, produziert und vertreibt ein umfangreiches Portfolio an Markenartikeln für die Bereiche Kosmetik, Textil- und Haushaltspflege, Hygiene und Gesundheit. Der Konzern steckt zur Zeit in einem Umbau und bereinigt sein Markenportfolio. Dazu belastet auch noch der starke US-Dollar die Bilanz, weshalb das KGV teurer erscheint als es ist. Ich habe an dem Geschäftsmodell keine Zweifel und denke, dass P&G auch wieder bessere Zeiten erleben wird.

Freitag, 25. September 2015

Commonwealth Bank of Australia: Kapitalerhöhung um eine Aktie

Im vergangenen Monat August bekam ich ein Schreiben meiner Depotbank, dass die Commonwealth Bank of Australia eine Kapitalerhöhung gegen Bareinzahlung durchführt. Als Aktionär der Commonwealth Bank erhielt ich das Recht, an der Kapitalerhöhung teilzunehmen und neu ausgegebene Aktien der Gesellschaft zu beziehen. Der Preis für die neuen Aktien war mit 71,50 AUD festgelegt. Der Börsenkurs bewegte sich zu der Zeit bei etwa 80 AUD. Das Angebot erschien also durchaus attraktiv. Was an der Sache kurios war: Die Anzahl meiner bestehenden Aktien der Commonwealth Bank berechtigte mich zum Kauf von genau einer einzigen neuen Aktie. Ich hatte bis dahin zwar schon andere Kapitalmaßnahmen, wie Aktiensplits oder Spin-Offs erlebt, mich aber noch nie an einer Kapitalerhöhung beteiligt. Aus Neugier erteilte ich meiner Bank den Auftrag, hier tätig zu werden und eine Aktie in mein Depot zu holen. Das ging ganz einfach, weil im Servicebereich schon ein elektronisches Auftragsformular hinterlegt war, das ich nur noch anklicken und mit einer TAN bestätigen musste.

In der folgenden Wartezeit von rund drei Wochen bekam ich dann ein ungutes Gefühl: Der Aktienkurs an der Börse fiel fast bis auf den Bezugspreis, so dass das Angebot im Rahmen der Kapitalerhöhung gar nicht mehr attraktiv erschien. Und ich war wohl nicht der Einzige, der so dachte: Die Commonwealth Bank wollte Aktien für 5,1 Mrd. AUD ausgeben, um Vorgaben der australischen Aufsichtsbehörde über die Finanzreserven der Banken zu erfüllen. Papiere im Wert von 2,1 Mrd. AUD gingen an institutionelle Investoren, die restlichen 3,0 Mrd. AUD sollten von Kleinaktionären kommen. Es fanden sich zunächst allerdings nur Abnehmer für 1,5 Mrd. AUD. Erst nach einer weiteren Angebotsrunde konnte die Kapitalerhöhung Mitte September  abgeschlossen werden.

Mittwoch, 16. September 2015

Drei Dividendenideen aus Grossbritannien


In Sachen Aktienanlage sind die Briten den Deutschen deutlich voraus. Die vollständige Liberalisierung des Finanzmarktes in den 1980er Jahren machte London zur Finanzhauptstadt Europas. Die ausgeprägte Aktienkultur wird von der Politik durch die Förderung der Altersvorsorge mit Aktien unterstützt. Für mich als dividendenorientierten Investor Grund genug, um nach dem niederländischen Aktienmarkt einmal einen genaueren Blick auf Grossbritannien zu werfen:
  • Große Auswahl: Wenn ich nach ausländischen Aktien für mein Dividendenportfolio suche, dann sind die jeweiligen Börsenindizes für mich eine wahre Fundgrube. Dabei wird schnell klar, dass die Briten viel breiter aufgestellt sind als wir. Der FTSE 100 ist der wichtigste Index und enthält die 100 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der Londoner Börse. Der FTSE 250 ist der Midcap-Index mit 250 Unternehmen mittlerer Größe. Zusammen bilden sie den FTSE 350.
  • Eigene Währung: Mit britischen Aktien hole ich mir nicht nur ein weiteres Herkunftsland ins Depot, sondern ich nehme auch an der Wertentwicklung des britischen Pfund teil. Das kann für Euroanleger auf der einen Seite riskant sein. Andererseits finde ich das Pfund in letzter Zeit vertrauenswürdiger als den Euro. Und eine eigene Währung ist ein zusätzliches Element zur Diversifizierung meines Aktienportfolios, die mir grundsätzlich sehr wichtig ist.

Freitag, 4. September 2015

Dividendeneinnahmen im August 2015


Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im August 2015:

Wertpapiername Dividende
AT+T INC.
25,24 €
GENERAL MILLS 20,68 €
HCP INC. 18,01 €
KINDER MORGAN 34,47 €
KONINKL. DSM 12,21 €
MAIN STREET CAP. 8,02 €
PROCTER GAMBLE 21,98 €
REALTY INC. CORP. 12,60 €
VERESEN INC. 8,06 €

161,27 €

Die Dividendenzahlungen sind in dem Monat etwas höher ausgefallen als im Juli. Dennoch bilden die beiden Monate Juli und August ein regelrechtes Sommerloch in meiner Dividendenkasse. Ich werde deshalb bei meinen künftigen Nach- und Zukäufen besonders Unternehmen in Betracht ziehen, die ihre Dividende in diesem Zeitraum ausschütten.

Insgesamt hat mir mein Aktienportfolio von Januar bis August 2015 Dividendeneinnahmen von 2.411,62 EUR netto gebracht.