Freitag, 30. Dezember 2016

Best of Armer Charlie 2016

Zum Abschluss des Jahres 2016 habe ich wieder meinen Blog durchforstet und fünf Artikel ausgewählt, die ich jedem Aktieninvestor besonders empfehlen möchte.

Hier kommt meine persönliche Best-of-Liste 2016:

http://www.armercharlie.de/2016/02/weckt-den-schlafenden-riesen.html 

http://www.armercharlie.de/2016/05/wenn-ich-heute-nochmal-anfangen-wurde.html 

http://www.armercharlie.de/2016/08/easy-day.html 

http://www.armercharlie.de/2016/09/warum-ich-alle-etfs-verkauft-habe.html 

http://www.armercharlie.de/2016/11/nicht-mit-der-mode-gehen.html 

Wer noch mehr lesen will, findet hier die Best-of-Liste des letzten Jahres:

http://www.armercharlie.de/2015/12/best-of-armer-charlie-2015.html 

Danke fürs Lesen meines Blogs und uns allen weiterhin erfolgreiche Investments.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

CFDs zur Absicherung des Dividendendepots?

Nein, ich bin nicht unter die Trader gegangen. Keine Spekulationen - da bleibe ich konsequent. Nun kann man zwar mit CFDs auf steigende und fallende Märkte spekulieren. Aber diese Finanzinstrumente ermöglichen es einem Privatanleger ebenso, ein Wertpapierportfolio mit geringem Kapitaleinsatz und zu niedrigen Kosten gegen mögliche Kursverluste abzusichern. Diese konservative Hedging-Strategie erscheint mir gerade in Zeiten, in denen die Börsen von einem Rekordhoch zum nächsten eilen, eine Überlegung wert. Denn ich will keine Kursgewinne realisieren, sondern meine Aktien langfristig halten. Auf der anderen Seite finde ich aber kaum noch attraktiv bewertete Dividendenaktien, die sich für einen Neu- oder Zukauf anbieten. So sammelt sich Monat für Monat weiteres Cash an, das ich bis zu einem möglichen Börsencrash beiseite legen kann. Mein Gedanke war, einen Teil dieser Reserven für den Kauf von Short-CFDs zur Absicherung der Aktienpositionen gegen mögliche Kursrückschläge zu nutzen. Bei einem korrekt aufgebauten Hedge sollten die Gewinne der CFDs die Verluste der Aktienpositionen kompensieren. Aber der Reihe nach:

So funktionieren CFDs 
CFD steht für Contract for Difference (Differenzkontrakt). CFDs sind keine börsengehandelten Wertpapiere, sondern derivative Finanzinstrumente. Das heißt, die Kurse leiten sich von einem Basiswert ab. Das kann zum Beispiel eine Aktie, ein Aktienindex, ein Rohstoff oder eine Währung sein. Der CFD-Handel bildet den regulären Handel nach, ein CFD-Anleger partizipiert also an steigenden und fallenden Kursen des Basiswertes. Allerdings besitzt man den Basiswert nicht real. Das Einzige was passiert, ist ein Barausgleich der Kursentwicklung auf dem CFD-Brokerkonto. Und hier wird das Ganze spannend: Weil es nie zu einer tasächlichen Abwicklung kommt, muss ein CFD-Anleger nicht den vollen Betrag für einen Handel aufbringen, sondern lediglich eine Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegen, die auf dem Brokerkonto geblockt wird. Daraus entsteht eine Hebelwirkung, mit deren Hilfe sich bei vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz große Handelsvolumen bewegen lassen. Um das selbst einmal ohne Risiko auszuprobieren, habe ich ein kostenloses Demokonto bei einem CFD-Broker eröffnet.

Das Experiment - Teil 1
Als erstes wollte ich meine 50 Siemens-Aktien absichern. Am 9. Dezember notierten die Papiere Real-Time bei 114,38 EUR. Mit über 32,5% Kursgewinn gegenüber meinem Einstandskurs nahm Siemens zu dem Zeitpunkt mit 5.719,00 EUR die viertgrößte Aktienposition in meinem Portfolio ein. Um den Hedge aufzubauen, orderte ich 50 Short-Kontrakte auf Siemens. Das ging ganz einfach: Man sieht den Chart von Siemens vor sich, klickt auf "Verkaufen", gibt die gewünschte Anzahl der Kontrakte ein und bestätigt die Order. Der Auftrag wurde zum Kurs von 114,69 EUR ausgeführt. Dafür belastete der Broker mein Handelskonto mit 286,73 EUR, was einer Margin von 5% und einem Hebel von 20 entspricht. Da es nur um einen Test ging, habe ich die Position eine Woche später am 16. Dezember geschlossen, das heißt wieder zurück gekauft. Und so sah das Ergebnis aus:

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Dividendeneinnahmen im November 2016

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im November 2016:


WertpapiernameDividende
ABBOTT LABS 12,41 €
AT+T INC. 32,13 €
GENERAL MILLS 22,51 €
MAIN STREET CAP. 12,70 €
PROCTER+GAMBLE  31,96 €
REALTY INCOME 13,78 €
VERESEN INC. 8,59 €

134,08 €

Die Monatsabrechnung war dieses Mal schnell gemacht. Nur sieben Dividendenzahlungen von insgesamt rund 134 EUR sind im November eingegangen. Das bedeutet das schwächste Ergebnis des Jahres 2016 und zugleich einen Rückgang der Dividendeneinnahmen um 51,94 EUR oder 27,9% im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Der Grund ist leicht erklärt: Ich habe mich im Laufe der letzten zwölf Monate von zwei Unternehmen getrennt, die ihre Dividenden im November ausschütten. Das eine war der Pipelinebetreiber Kinder Morgan, den ich nach der Dividendenkürzung noch im Dezember 2015 verkauft habe. Damit bin ich konsequent meiner Strategie gefolgt, Aktien im Falle einer Reduzierung der Dividende grundsätzlich abzustoßen. Und das andere Unternehmen war der Immobilien-REIT HCP, den ich im Vorfeld eines angekündigten Spin-Offs wegen der unklaren weiteren Dividendenentwicklung und steuerlichen Folgen im Juni 2016 verkauft habe. Diese Entscheidung war im Nachhinein betrachtet glücklicherweise richtig, denn HCP hat nach Durchführung des Spin-Offs eine Dividendenkürzung verkündet.

Unter diesen Umständen bin ich mit den Dividendeneinnahmen im November 2016 doch ganz zufrieden. Vielleicht ergibt sich in den nächsten Monaten auch die Gelegenheit, Aktien der beiden zuverlässigen Novemberzahler General Mills und Procter&Gamble günstiger nachzukaufen. Die Kurse von Konsumgüteraktien, die in den letzten Jahren wegen ihrer Dividende oft als Anleihenersatz gekauft wurden, könnten nämlich nachgeben, wenn Anleihen durch mögliche Leitzinserhöhungen in den USA wieder attraktiver werden.
 
Insgesamt hat mir mein Aktienportfolio von Januar bis November 2016 Dividendeneinnahmen von 4.026,75 EUR netto gebracht. Auf meiner Seite Dividendeneinnahmen ist eine Übersicht aller Dividenden seit dem Jahr 2008 veröffentlicht.

Montag, 28. November 2016

Der beste Aktienmarkt Europas

Schwedische Aktien stehen selten im Fokus der Medien und der Finanzbloggerszene. Dabei bietet Schweden sehr gute Voraussetzungen zur Diversifizierung eines Aktienportfolios. H&M, Volvo und Securitas sind nur einige der großen Werte aus dem Stockholmer Aktienindex Nasdaq OMX30, die auch hierzulande fast jeder kennen dürfte. Aber auch viele kleine und mittlere Unternehmen finden im hoch entwickelten schwedischen Kapitalmarkt den Weg an die Börse. Das private Aktiensparen wird in Schweden seit Jahrzehnten steuerlich gefördert. Für ausländische Anleger ist die Steuerbelastung ebenfalls erträglich. Der Quellensteuersatz auf Dividenden schwedischer Aktien beträgt zwar 30%, kann aber auf Antrag vorab auf 15% reduziert werden, welche deutsche Banken dann automatisch auf die Abgeltungssteuer anrechnen. Am überraschendsten finde ich aber, dass der schwedische Aktienmarkt im langfristigen Vergleich die beste Rendite der entwickelten Staaten Europas gebracht hat. Das zeigt Jeremy Siegel in seinem Standardwerk "Stocks for the Long Run" (bzw. in der deutschen Fassung "Aktien für die Ewigkeit") anhand von Daten der Jahre 1900 bis 2012.

Höchste Zeit also, ein paar Qualitätsaktien aus Schweden ausfindig zu machen, die hinter dieser Performance stehen. Dabei kommt es mir wie immer auf Unternehmen mit einem nachvollziehbaren Geschäftsmodell und einer angemessenen Gewinn- und Dividendenhistorie an. Bei der Recherche auf der Indexseite von Nasdaq bin ich auf drei vielversprechende schwedische Aktienideen gestoßen:

AAK AB (A0F6Q7), oder auch AarhusKarlshamn AB, produziert pflanzliche Öle und Fette, die in Lebensmitteln und Kosmetika verwendet werden. Das Unternehmen mit Sitz in Malmö und Produktionsstätten in Europa, USA sowie Mittel- und Südamerika entstand aus der Fusion der dänischen Aarhus United und der schwedischen Karlshamn im Jahr 2005. Seitdem zeigt die Entwicklung steil nach oben: In den Jahren 2006 bis 2015 stiegen die Umsätze von 10,9 Mrd. SEK auf 20,1 Mrd. SEK (+84%), der Gewinn je Aktie von 4,18 SEK auf 22,17 SEK (+430%) und die Dividende von 4,00 SEK auf 7,75 SEK (+93%). AAK wird von Melker Schörling kontrolliert, einem vermögenden schwedischen Investor, der über seine Beteiligungsgesellschaft mehr als 30% der Aktien hält. Die Papiere gehören zu den Large Caps an der Nasdaq Stockholm. Auch wenn AAK ein defensiver Konsumwert ist, erscheint die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau um 560 SEK allerdings mit einem KGV von 25 und einer Dividendenrendite von ca. 1,4% zu teuer.

Montag, 7. November 2016

Dividendeneinnahmen im Oktober 2016

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im Oktober 2016:


WertpapiernameDividende
ADMIRAL GROUP 50,30 €
ALTRIA GROUP 40,45 €
BK NOVA SCOTIA 29,87 €
COCA-COLA CO. 22,96 €
GLAXOSMITHKLINE  30,32 €
MAIN STREET CAP. 12,40 €
NIKE INC. 5,25 €
REALTY INCOME 13,55 €
VERESEN INC. 8,50 €

213,60 €


Die monatlichen Dividendenabrechnungen bieten immer die Gelegenheit für eine Standortbestimmung. Denn als Kapitalanleger muss ich mich stets fragen, wohin ich will und ob ich meine Mittel auch richtig investiere, um dorthin zu kommen. Wohin ich will, habe ich schon einmal in meiner Vorstellung von finanzieller Freiheit beschrieben. Um dorthin zu kommen, sind Investitionen in dividendenzahlende Qualitätsaktien der Weg, für den ich mich entschieden habe. Und die regelmäßig eingehenden Dividendenzahlungen sind die Belohnung für die zurückgelegte Strecke, aber zugleich auch ein Anlass, den Kurs zu überprüfen und eventuell nachzusteuern. Denn was ich ganz sicher nicht bin, ist ein unbelehrbarer "Dividenden-Jünger", der mit Schein-Argumenten andere Kapitalanleger missionieren will. Ich teile in diesem Blog nur meine persönlichen Erfahrungen. Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, welcher Anlagestrategie er folgen will.

Wenn ich mir die bislang eingegangenen Dividenden im Jahr 2016 ansehe, dann komme ich zu der Schlussfolgerung, dass die grundsätzliche Richtung stimmt. Da ich momentan aber kein Zusatzeinkommen aus Dividenden zum Leben brauche, habe ich meine Strategie im Laufe der vergangenen Monate angepasst: So achte ich mittlerweile nicht mehr nur auf hohe laufende Dividendenausschüttungen, sondern erweitere mein Portfolio mit Aktien wie Nike oder Stella-Jones, die zwar niedrige Dividendenrenditen, dafür aber höhere Dividendenwachstumsraten aufweisen.

Ganz auf Dividendenzahlungen verzichten in der Hoffnung, dass ich irgendwann in der Zukunft von den im Unternehmen verbliebenen Gewinnen profitieren werde, will ich aber nicht. Da spielen psychologische Gründe eine Rolle, denn Dividenden vermitteln mir auch dann Sicherheit und Stabilität, wenn es mit den Börsenkursen nach unten geht. Auf der anderen Seite finde ich es nur gerecht, dass mich ein Unternehmen, an dem ich mich mit meinem Geld beteilige, dafür regelmäßig bezahlen muss. Der Gesellschafter einer GmbH erwartet schließlich auch Ausschüttungen auf seine Gesellschaftsanteile.

Und was Mathematik angeht: Davon verstehe ich soviel, dass mein Kontostand im Monat Oktober 2016 um exakt 213,60 EUR aus Dividendeneinnahmen zugenommen hat. Und mit insgesamt 3.892,67 EUR von Januar bis Oktober 2016 habe ich bereits mehr Dividenden erhalten als im ganzen Jahr 2015. Mir ist Cash auf meinem Konto lieber als eine Bilanzposition zur "Substanz" eines Unternehmens, die wohl weniger von Mathematik als von der Auslegung einschlägiger Buchführungsvorschriften abhängig ist. Deshalb bleibe ich auf Kurs und folge weiter meiner Dividendenstrategie.  

Dienstag, 1. November 2016

Nicht mit der Mode gehen

"Unser Grundsatz ist simpel. Er lautet, dass man nicht mit der Mode gehen darf. Weder auf den Märkten, noch sonstwo. Und diese Regel erfordert viel Fleiß." Das ist mein Lieblingszitat der Managerin eines sehr erfolgreichen Londoner Investmentfonds im Energiesektor. Der Anspruch des Fonds ist es, jede einzelne Investition von Grund auf zu verstehen und nicht gängigen Meinungen zu folgen. Dieser Ansatz gefällt mir wirklich sehr gut. Auch ich habe anfangs einige klare Kriterien für den Aktienkauf definiert, um mein Depot systematisch und unabhängig von der täglichen Flut an Finanzinformationen aufzubauen. Und so beteiligt sich der Fonds ganz entgegen des Mainstreams vor allem an konventionellen Kraftwerken und Versorgungsunternehmen. Denn, so die Fondsmanagerin etwas spöttisch, "vor lauter Begeisterung für erneuerbare Energien wird vergessen, dass Stromerzeugung ein paar einfachen physikalischen Gesetzen folgt." Die Fondsinvestments sind äußerst profitabel und bringen eine Rendite zwischen 20% und 25%.

Wer sich jetzt frägt, wann denn endlich der Name dieses unbekannten Fonds kommt, um darin Geld anlegen zu können, den muss ich leider enttäuschen: Der Investmentfonds LSK Capital existiert nur in einem Roman, den ich gerade gelesen habe. Und die geheimnisvolle Fondsmanagerin hat auch noch eine dunkle Stasi-Vergangenheit. Das kommt nach langer Zeit heraus, weil ein Fraunhofer-Institut eine hochmoderne Papierschnipselmaschine entwickelt hat. Klingt skurril, führt im Roman aber zur entscheidenden Wende. So heißt das Buch auch: "Wende", geschrieben von Eva Ladipo.Ein spannender, unterhaltsamer und lehrreicher Thriller über deutsche Geschichte, Energiepolitik und Kapitalanlage. Nach diesem erstklassigen Lesevergnügen habe ich gleich in meine Reserven aus den ETF-Verkäufen gegriffen und zwei Dividendenaktien gekauft, die etwas aus der Mode gekommen sind:

Montag, 17. Oktober 2016

Neu im Depot: Stella-Jones

Stella-Jones Inc. (891500) ist ein holzverarbeitendes Unternehmen aus Kanada, das Eisenbahnschwellen, Leitungsmasten und Bauholz produziert und vertreibt sowie damit verbundene Dienstleistungen anbietet. Die wichtigsten Kunden von Stella-Jones sind Eisenbahngesellschaften, Energieversorger und Telekommunikationsunternehmen in den USA und Kanada. Denn Bahnschwellen und Strommasten aus Holz müssen regelmäßig nach einer gewissen Zeit ersetzt werden. Damit macht Stella-Jones etwa 75% seines Geschäfts. Der Rest kommt aus dem Verkauf von Holz für den Wohnungsbau und andere Anwendungen, wie z.B. Brücken und Stege. Das Geschäft von Stella-Jones ist sehr einfach zu erklären: Das Rohholz wird eingekauft, zu den passenden Formen und Größen verarbeitet, mit haltbarmachenden Stoffen behandelt, dann gelagert und getrocknet und schließlich an die Kunden ausgeliefert.

Was mir neben dem einfachen Geschäftsmodell an Stella-Jones gefällt, ist die Entwicklung einiger Finanzkennzahlen in den letzten zehn abgeschlossenen Geschäftsjahren:



2006 2015  
Umsatz in Mio. CAD 224 1.559 +596%
Gewinn je Aktie 0,44 2,04 +364%
Dividende je Aktie 0,04 0,32 +700%
Aktienkurs 3,50 52,51 +1.400%

(Quelle: Morningstar)

Woher kommt dieses beeindruckende Umsatz- und Gewinnwachstum? Stella-Jones wächst organisch, aber vor allem durch Übernahmen anderer Holzverarbeitungsunternehmen. Das führt zu gesteigerter Produktion und einer größeren Marktreichweite, so dass Stella-Jones von Skaleneffekten profitiert und seine Kunden besser, schneller und günstiger beliefern kann. Erklärtes Ziel von Stella-Jones ist es, zum führenden Holzlieferanten Nordamerikas zu werden. Trotz der Zukäufe steht Stella-Jones mit einer Eigenkapitalquote von über 50% finanziell solide da.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Dividendeneinnahmen im September 2016

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im September 2016:


WertpapiernameDividende
APA GROUP 38,96 €
BHP BILLITON PLC 17,64 €
BROOKFIELD INFR. 63,11 €
CHEVRON CORP. 35,09 €
COMMONW. BK OF AUSTRALIA  76,39 €
CONSOLIDATED ED. 21,94 €
FORTIS INC. 9,44 €
HERSHEY CO. 12,15 €
IMPERIAL BRANDS 9,69 €
INTL BUS. MACH. 18,37 €
JOHNSON+JOHNSON 26,40 €
LILLY (ELI) 16,67 €

MAIN STREET CAP. CP.11,83 €
MCDONALDS CORP.17,53 €
MICROSOFT16,45 €
REALTY INC. CORP.13,21 €
RECKITT BENCK. GRP. 24,00 €
ROYAL DUTCH SHELL A62,33 €
SSE PLC51,74 €
UNILEVER CVA23,65 €
UTD TECHNOLOGIES21,65 €
VECTOR GRP LTD-0,82 €
VERESEN INC.8,39 €
WAL-MART STRS16,50 €

612,31 €

Erklärungsbedürftig ist dieses Mal die negativ ausgewiesene Dividende der Vector Group Ltd (874420). Vector Group ist ein amerikanischer Tabak- und Immobilienkonzern, der neben der üblichen quartalsweisen Cashdividende einmal im Jahr eine Stockdividende von 5% gewährt. Zunächst erhielt ich für meinen Aktienbestand von 220 Stück im September eine Dividende in Höhe von 57,79 EUR ausgezahlt. Dann wurde mir die Stockdividende von zusätzlichen 11 Aktien ins Depot eingebucht. Meine Depotbank wertete die Stockdividende als steuerpflichtigen Kapitalertrag und besteuerte den Gegenwert mit 58,61 EUR. Da ich meine Dividendeneinnahmen immer nach Abzug aller Steuern dokumentiere, kommt es bei Vector Group in diesem Monat zu dem negativen Ergebnis von -0,82 EUR.

Trotzdem kann ich nach dem Dividendenmonat September alles in allem ein positives Fazit ziehen. Mit über 612 EUR Einnahmen war es der bislang drittbeste Monat dieses Jahres nach dem März und dem Juni.

Insgesamt hat mir mein Aktienportfolio von Januar bis September 2016 Dividendeneinnahmen von 3.679,07 EUR netto gebracht. Auf meiner Seite Dividendeneinnahmen ist eine Übersicht aller Dividenden seit dem Jahr 2008 veröffentlicht.


Freitag, 23. September 2016

Warum ich alle ETFs verkauft habe

Einfach und kostengünstig ein Vermögen aufbauen - so oder ähnlich werben Direktbanken und Fondsgesellschaften für die Geldanlage in Exchange Traded Funds, kurz ETFs. Kein Wunder, gibt es doch kaum aktiv gemanagte Aktienfonds, die auf Dauer besser abschneiden als diese passiven Indexfonds. Auch ich habe lange Zeit in ETF-Sparpläne eingezahlt. Doch damit ist jetzt Schluss. Wie zu Beginn des Jahres angekündigt, kam mein ETF-Portfolio auf den Prüfstand. Und als Konsequenz habe ich vor wenigen Tagen die letzten ETFs verkauft und mein Fondsdepot gekündigt. Dahinter stehen mehrere Beweggründe:

Die Tücken der ETF-Auswahl
Die Auswahl der passenden ETFs war mir zu komplex. ETFs bilden nicht einfach nur Aktien-, Anleihen-, Immobilien-, Rohstoff- und sonstige Indizes nach. Die Methoden der Nachbildung unterscheiden sich gravierend: Da gibt es vollreplizierende, teilreplizierende und synthetische ETFs. Manche ETFs zahlen Kapitalerträge aus, andere reinvestieren diese gleich wieder ins Fondsvermögen. Ist jetzt der inländische Ausschütter steuergünstiger als der ausländische Thesaurier, oder genau andersrum? Und was mache ich, wenn die Fondsgesellschaft ihre ETF-Regeln ändert? Wie einfach ist dagegen doch ein ganz gewöhnlicher Aktienkauf.

Das verflixte Weltportfolio
Auf der Suche nach dem perfekten Weltportfolio habe ich vor ca. fünf Jahren mit drei ETFs begonnen: ein MSCI World ETF von dbx-trackers, ein Emerging Markets ETF von Lyxor und ein ETF auf europäische Staatsanleihen von Comstage. Jeden Monat kaufte ich per Sparplan ETF-Anteile für 200 EUR (100 EUR für den MSCI World, jeweils 50 EUR für die beiden anderen). Nach der Lektüre von Gerd Kommers ETF-Bibel "Souverän Investieren" erweiterte ich mein Portfolio mit einem MSCI Europe Small Cap ETF sowie einem ETF auf die künftigen Rohstoffpreise (eigentlich ein Wahnsinn, denn von Spekulationen mit Futures verstehe ich gar nichts). Da ich die Gesamtsparrate nicht erhöhen wollte, reduzierte ich die Kaufbeträge für die einzelnen ETFs. Zu guter Letzt kam noch ein Immobilien-ETF hinzu, um wirklich alle Anlageklassen abzudecken. Als Blackrock neuartige ETFs mit verlockend niedrigen Gesamtkostenquoten von 0,2% auflegte, machte ich den Fehler, meine ETFs von dbx-trackers und Lyxor zu verkaufen und in diese iShares-Core-ETFs einzutauschen. Natürlich fielen auf die Verkäufe Steuern und Gebühren an. Dadurch stand deutlich weniger Kapital für den Tauschkauf zur Verfügung und ich musste frisches Geld nachschießen, um die gewünschte Portfolioaufteilung wiederherzustellen. Viel Aufwand und ein teurer Spaß, so ein Weltportfolio!

Mittwoch, 14. September 2016

Dividendeneinnahmen im August 2016

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im August 2016:


Wertpapiername Dividende
ABBOTT LABS 8,62 €
AT+T INC. 31,57 €
GENERAL MILLS 22,11 €
KONINKLIJKE DSM 20,33 €
MAIN STREET CAP.  11,77 €
PROCTER+GAMBLE 30,93 €
REALTY INC. CORP. 13,16 €
VERESEN INC. 8,42 €

146,91 €

Nach dem Verkauf von HCP und Kinder Morgan sind zwei Dividendenzahler im Monat August weggefallen. Deshalb haben sich meine Dividendeneinnahmen um 14,36 EUR bzw. 8,9% im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Der August mit rund 147 EUR war somit bisher der schwächste Dividendenmonat im Jahr 2016.

Dafür habe ich im August viel über Aktien und Finanzen gelesen, um mein persönliches Wissen und Wachstum voranzubringen. Dabei bin ich auf interessante Ausführungen zum sogenannten "Lindy Effect" gestoßen. Diese Theorie besagt, dass ein bewährtes Geschäftsmodell zum Zeitpunkt der Betrachtung höchstwahrscheinlich gerade die Hälfte seiner Lebensdauer erreicht hat. Oder anders ausgedrückt: Bei einem 100 Jahre alten Unternehmen ist anzunehmen, dass es noch weitere 100 Jahre überdauern wird. Das gilt natürlich nicht in jedem Einzelfall, manche Unternehmen werden vorher vom Markt verschwinden. Aber im Durchschnitt werden sich erprobte Strukturen
gemäß dem Lindy Effect länger halten als neue Ansätze. Man kann also zum Beispiel heute im Jahr 2016 mit einiger Wahrscheinlichkeit vermuten, dass Siemens, gegründet im Jahr 1847, noch weitere 169 Jahre, also bis ins Jahr 2185 existieren wird. Mit Facebook dagegen, gegründet im Jahr 2004, könnte es 2028 schon wieder vorbei sein. Die Theorie klingt plausibel und eröffnet spannende Einsichten in den Aktienmarkt.

Sonntag, 11. September 2016

Aktienkäufe der letzten Wochen

Auch in den letzten Wochen bin ich meiner Anlagestrategie treu geblieben. Ich kaufe regelmäßig jeden Monat Aktien, unabhängig von der Notenbankpolitik, Brexit-Folgen oder Markterwartungen. Denn die Qualitätsunternehmen in meinem Depot liefern weiterhin Produkte und Dienstleistungen, die benötigt werden und Gewinne in die Kassen spülen. Daran will ich mich beteiligen und von stetigen Dividendenzahlungen profitieren. Die folgenden vier Positionen meines Aktienportfolios habe ich aufgestockt:

Abbott Laboratories (850103) entwickelt, produziert und vertreibt Produkte und Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern Pharma, Nahrungsergänzung und Medizintechnik. Der US-amerikanische Gesundheitskonzern arbeitet derzeit an zwei milliardenschweren Unternehmensübernahmen, den Medizintechnikern Alere und St. Jude Medical. Die beiden Verfahren dauern an und werden von Rechtsstreitigkeiten begleitet. Der Börsenkurs von Abbott kommt daher nicht so recht von der Stelle, aber ich bin von den langfristig positiven Aussichten dieses Dividendenaristokraten überzeugt und habe einige Stücke nachgekauft. Mehr zu Abbott Labs gibt es in diesem Beitrag.

Die BayWa AG (519406) ist ein Handels-, Logistik- und Dienstleistungskonzern in den Segmenten Agrar, Energie und Bau. Die BayWa steckt momentan wie viele Unternehmen der Agrarbranche aufgrund der schierigen wirtschaftlichen Situation der Landwirte und der folglich schwachen Nachfrage in einem zyklischen Tief. In dieser Phase hat die BayWa geräuschlos den Vertrag mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Lutz bis 2022 verlängert und die internationale Expansion weiter vorangetrieben. Umsatz und Ergebnis haben im ersten Halbjahr trotz des herausfordernden Agrarumfelds zugelegt. Ich habe meine Aktienposition um 50% deutlich aufgestockt. Die BayWa AG hat ihre Dividende übrigens bereits zwölf Jahre in Folge erhöht.

Dienstag, 16. August 2016

Easy Day

Hey, hier ist wieder Euer Armer Charlie. Ist es nicht ein herrlicher Tag heute? Ich sitze gerade auf meinem Balkon, genieße ein ausgedehntes gesundes Frühstück und blättere in der Tageszeitung. Meine tägliche Laufeinheit und ein kurzes Krafttraining habe ich schon früh morgens absolviert. Ein Frühaufsteher war ich ja schon immer. Vor allem deshalb, weil ich den Pendlermassen aus dem Weg gehen und zeitig im Büro sein wollte. Seit ich finanziell vollkommen unabhängig bin und keiner regulären Beschäftigung mehr nachgehe, stört mich das natürlich nicht mehr. Jetzt nutze ich die Zeit am Morgen für sportliche Aktivitäten. Überhaupt achte ich viel stärker auf einen gesunden und stressfreien Lebensstil als früher. Ich fühle mich mittlerweile nicht nur rein finanziell, sondern als ganzer Mensch so frei und reich wie nie zuvor.

Nach dem Frühstück werde ich mein Aktiendepot überprüfen und nachsehen, welche Unternehmen mir wieder eine Dividende überwiesen haben. Eigentlich wollte ich mit meinen Aktienanlagen zuerst nur ein stabiles Zusatzeinkommen aus Dividendeneinnahmen erwirtschaften. So könnte ich die monatliche Miete für meine Wohnung, ein paar unvermeidliche Versicherungsprämien und die ein oder andere Urlaubsreise aus Dividenden finanzieren, dachte ich mir. Als ich dieses Ziel erreicht hatte, habe ich aber einfach weiter gemacht und ganz stur jeden Monat einen Teil meines Gehalts gespart und in Aktien investiert. Es hat mir immer Spaß gemacht, an der Börse gut bewertete Qualitätsunternehmen mit einem überzeugenden Geschäftsmodell zu finden, die ihre Aktionäre mit regelmäßigen Dividendenzahlungen an ihren Gewinnen beteiligen. So wuchsen das Depot und die Dividenden immer schneller, bis ich nach 20 Jahren stetigem Investieren mehr Geld mit meinen Aktien als mit meiner beruflichen Tätigkeit verdiente. 

Ich bereue den Tag nicht, an dem ich Vorgesetzten und Kollegen alles Gute gewünscht habe, um nochmal etwas ganz Neues anzufangen. Ohne jeden Zwang, nur aus persönlichem Interesse. Zum Beispiel studiere ich jetzt Philosophie. Gleich werde ich zur Universität fahren und mir die nächste Vorlesung anhören. Nach einem späten Mittagessen in meinem Lieblingslokal steht ein Treffen bei einer Genossenschaft an, der ich seit kurzem angehöre. Wir bewirtschaften zusammen mehrere Streuobstwiesen mit alten Apfelsorten. Ein wunderbares Hobby, das viele Gemeinsamkeiten mit langfristigen Aktieninvestitionen aufweist. Warren Buffett gehört übrigens auch eine Farm. Wenn dann noch Zeit bleibt, lese ich sehr gern ein gutes Buch. Oder ich kümmere mich um meine nächste Reise. Ein langgehegter Traum von mir, den ich während meines aktiven Berufslebens nicht erfüllen konnte, ist es, einmal sechs Wochen auf dem klassischen Jakobsweg zu pilgern.

Nach so einem abwechslungsreichen Tag verbringe ich den Abend meistens mit Familie oder Freunden. Dann bereiten wir immer ein gesundes und leckeres Menü zu. Unser Gespräch dreht sich bestimmt auch um Aktienanlagen und Dividendenausschüttungen, denn ich habe mein Portfolio inzwischen auf eine eigene Vermögensverwaltung übertragen, in die auch Bekannte und Partner investieren können. Auf diese Weise möchte ich mein Vermögen langfristig erhalten und zugleich können auch andere Menschen auf ihrem Weg zum Reichtum von meinen Erfahrungen als Aktienanleger profitieren. Genau wie auf meinem Blog.

Dieser (noch fiktive) "Easy Day" ist mein Beitrag zu Privatier's Blogparade "Freiheit oder Langeweile?". Und, wie würde Dein Tag aussehen, wenn Du finanziell frei wärst?

Freitag, 5. August 2016

Dividendeneinnahmen im Juli 2016

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im Juli 2016:


WertpapiernameDividende
ALTRIA GRP INC. 37,69 €
BK OF NOVA SCOTIA 29,09 €
COCA-COLA CO. 23,20 €
GLAXOSMITHKLINE 32,77 €
MAIN STREET CAP. 12,03 €
REALTY INC. CORP. 13,20 €
VERESEN INC. 8,48 €

156,46 €

Zahlenmäßig ist das eine Verbesserung von 32,68 EUR bzw. 26,4% gegenüber dem Vorjahresmonat. Dennoch war der Juli, wie auch schon im letzten Jahr, der bisher schwächste Dividendenmonat 2016. Eigentlich logisch, denn höhere Ausschüttungen von quartalsweisen Dividendenzahlern lassen die Einnahmen auch in drei weiteren Monaten ansteigen. Somit erhöht sich zwar das Gesamtniveau, die Einnahmedelle im Juli bleibt jedoch bestehen.

Um einen stetigeren Dividendenfluss zu generieren, habe ich nach Qualitätsunternehmen Ausschau gehalten, die ihre Dividende regelmäßig im Juli auszahlen. Ein interessanter Kandidat wäre die Fielmann AG (577220). Allerdings hat mich die sehr hohe Bewertung der Aktie bislang immer vom Kauf abgeschreckt. Somit muss ich bei den Dividendeneinnahmen weiterhin ein "Sommerloch" verzeichnen. Oder hat jemand einen anderen Tipp für einen Dividendenzahler im Monat Juli?

Insgesamt hat mir mein Aktienportfolio von Januar bis Juli 2016 Dividendeneinnahmen von 2.919,85 EUR netto gebracht. Auf meiner Seite Dividendeneinnahmen ist eine Übersicht aller Dividenden seit dem Jahr 2008 veröffentlicht

Montag, 25. Juli 2016

Die Besteuerung der Dividenden von Brookfield Infrastructure

Die Anteile von Brookfield Infrastructure Partners L.P. (A0M74Z) sind nach mehreren Käufen eine der größten Positionen in meinem Aktienportfolio. Allerdings ist die Besteuerung der Dividenden nicht ganz unkompliziert. Nachfolgend möchte ich deshalb beschreiben, wie ich die Erträge von Brookfield Infrastructure in meiner letzten Steuererklärung für 2015 angegeben habe und welche steuerlichen Folgen sich daraus ergaben. Vorab weise ich darauf hin, dass ich keine Steuerberatung geben darf. Es handelt sich lediglich um einen persönlichen Erfahrungsbericht, der für viele Aktienanleger von Interesse sein könnte.

Ausgangslage
Meine Depotbank schreibt mir die Dividenden von Brookfield Infrastructure stets in mehreren Tranchen gut. Diese unterliegen einem unterschiedlichen Steuerabzug. Überwiegend sind die Ausschüttungen steuerfrei, kleinere Tranchen werden mit Quellensteuern von 10% oder 25% belastet. Was jedoch nicht abgezogen wird, ist die deutsche Abgeltungssteuer. Darauf hat mich die Bank zu Beginn dieses Jahres auch nochmals hingewiesen: In der Erträgnisaufstellung für 2015, die ich zusätzlich zur Jahressteuerbescheinigung bekommen habe. Darin werden die Zahlungen von Brookfield als ergänzende Information unter der Überschrift "Nicht durch das Kreditinstitut versteuerte Erträge" aufgeführt. In Summe waren das bei mir 230,22 EUR. Dann heißt es noch lapidar: "Für die korrekte steuerliche Behandlung wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater."

Rechtliche Einordnung
Ich habe keinen Steuerberater, erstelle aber seit ein paar Jahren meine Steuererklärungen elektronisch mit Hilfe der Software "tax" der Buhl Data Service GmbH. Mit den dortigen Suchfunktionen und ein wenig Internetrecherche werde ich recht schnell fündig. Brookfield Infrastructure ist eine Limited Partnership mit Sitz auf den Bermuda Inseln. Das entspricht ungefähr einer deutschen Kommanditgesellschaft. Deshalb fallen die Ausschüttungen von Brookfield nicht unter die Einkünfte aus Kapitalvermögen, die gemäß § 32d Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) mit der Abgeltungssteuer von 25% belastet werden. Stattdessen gilt § 18 des Investmentsteuergesetzes (InvStG), wonach Anleger die Einkünfte von Investitionsgesellschaften in der Rechtsform einer Investmentkommanditgesellschaft oder einer vergleichbaren ausländischen Rechtsform nach den allgemeinen steuerlichen Regeln versteuern müssen. Das heißt, die Dividenden von Brookfield Infrastructure werden wie Erträge aus der Beteiligung an einer Personengesellschaft behandelt und unterliegen dem persönlichen tariflichen Einkommensteuersatz.

Steuererklärung
Damit die Besteuerung ordnungsgemäß erfolgen kann, muss ich die Brookfield-Erträge in Höhe von 230,22 EUR also in der Steuererklärung angeben. Das Steuerprogramm führt mich elektronisch über mehrere Auswahlmöglichkeiten zur passenden Stelle in der Anlage KAP. Im amtlichen Formular würden meine Eintragungen so aussehen:

Sonntag, 10. Juli 2016

Dividendeneinnahmen im Juni 2016

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im Juni 2016:

WertpapiernameDividende
ADMIRAL GROUP 57,83 €
AURELIUS 88,43 €
BAYWA AG 61,37 €
BROOKFIELD INFRASTR. 76,40 €
CHEVRON CORP.  34,90 €
CONSOLIDATED EDISON 21,98 €
FORTIS INC. 9,42 €
HERSHEY CO. 11,48 €
IMPERIAL BRANDS 10,10 €
INTL BUS. MACH. 18,26 €
JOHNSON+JOHNSON 25,91 €
LILLY (ELI) 16,63 €
MAIN STREET CAP. 30,04 €
MCDONALDS CORP. 17,34 €
MICROSOFT CORP. 16,35 €
REALTY INC. CORP. 13,06 €
ROYAL DUTCH SHELL 61,65 €
UNILEVER CVA 23,65 €
UTD TECHNOLOGIES 21,53 €
VECTOR GRP. 58,45 €
VERESEN INC. 8,47 €
WAL-MART STRS 16,23 €

699,48 €

Mit rund 700 EUR an Dividendeneinnahmen im Monat Juni bin ich ganz knapp hinter dem diesjährigen Rekordmonat März gelandet. Dennoch ist das Ergebnis mehr als zufriedenstellend, denn im Vergleich zum vergangenen Jahr konnte ich mich meine Dividendeneinnahmen um 337,65 EUR oder 93,3% steigern. Das ist doch was!

Insgesamt hat mir mein Aktienportfolio von Januar bis Juni 2016 Dividendeneinnahmen von 2.763,39 EUR netto gebracht. Auf meiner Seite Dividendeneinnahmen ist eine Übersicht aller Dividenden seit dem Jahr 2008 veröffentlicht.

In einem lesenswerten Blogartikel wurde kürzlich in prägnanter Weise vor einer dividendenorientierten Strategie ohne Blick auf die Aktienkurse gewarnt. Es ist als Kapitalanleger sicher wichtig, die eigenen Überzeugungen hin und wieder in Frage zu stellen. Hier bin ich allerdings dezidiert anderer Meinung:
  • Kursgewinne stehen auf dem Papier. Dividenden stehen in Cash auf meinem Konto zur Verfügung.
  • Kurse spiegeln Erwartungen und Hoffnungen der Marktteilnehmer wider. Dividenden von Qualitätsunternehmen beruhen auf soliden Geschäftsmodellen und realen Gewinnen.
  • Kurssteigerungen sagen nichts über Dividenden aus. Dagegen folgt einem langjährigen Dividendenwachstum in der Regel auch eine Kurssteigerung.
Was meint Ihr dazu? Mein Fokus wird jedenfalls weiterhin auf Dividendeneinnahmen liegen.

Montag, 4. Juli 2016

Commonwealth Bank 1993 bis heute

Die Commonwealth Bank of Australia war über viele Jahrzehnte ein Staatsbetrieb, der erst in den Jahren 1991 bis 1996 privatisiert wurde. In drei Stufen zog sich die australische Regierung aus der Bank zurück und wandelte sie in eine börsennotierte Aktiengesellschaft um. Im Jahr 1993, der zweiten Stufe der Privatisierung, wurden Aktien der Commonwealth Bank zum Preis von 9,35 AUD für private Investoren an der Börse ausgegeben. Wie ich im letzten Beitrag erwähnt habe, bin ich vor ein paar Wochen einem Australier begegnet, heute 72 Jahre alt. Er konnte damals Aktien für diesen Preis kaufen. Und noch viel wichtiger: Er hält sein Aktienpaket bis heute.

Wie hat sich seine Investition aus dem Jahr 1993 nun entwickelt? Aus 9,35 AUD für eine Commonwealth-Bank-Aktie wurden bis jetzt rund 74 AUD im Jahr 2016. Aktiensplits gab es keine. Somit errechnet sich eine Gesamtrendite von 691% bzw. eine jährliche Rendite von 9,4%. Der Einfachheit halber bin ich von einer Anlagedauer von genau 23 Jahren ausgegangen und habe steuerliche Betrachtungen außen vor gelassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, ist aber auch nicht umwerfend.

Mit Begeisterung erzählte mir der Australier von den üppigen Dividenden, die er von der Commonwealth Bank kassiert. Das wollte ich genauer wissen und habe die Dividendenhistorie auf der Internetseite der Bank nachvollzogen. Die Dividenden werden halbjährlich ausgeschüttet. Ein Anleger aus dem Jahr 1993 kann - wohlgemerkt für eine Investition in Höhe von 9,35 AUD - folgende Dividendeneinnahmen verzeichnen:

Sonntag, 26. Juni 2016

Dividendendepot - Roundup

Auf mehrfachen Leserwunsch nach dem Blog-Update vor ein paar Monaten habe ich die Tabelle meines Aktienportfolios nun um die jeweiligen Einstandswerte samt Gewinn- und Verlustzahlen ergänzt. Die Einstandskurse umfassen die Kaufpreise der Aktien einschließlich der Bank- und Börsenentgelte. Mit diesen Zusatzinformationen zu meinem Dividendendepot hoffe ich, allen Lesern einen weiteren Mehrwert bieten zu können.

Die Erweiterung habe ich zugleich für ein umfassendes Roundup genutzt und alle Transaktionen der Monate Mai und Juni 2016 eingearbeitet. Folgende sechs Aktien sind hinzugekommen bzw. wurden nachgekauft:

Abbott Laboratories (850103) entwickelt, produziert und vertreibt Produkte und Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern Pharma, Nahrungsergänzung und Medizintechnik. Über die Hintergründe meiner Investition in diesen Gesundheitskonzern aus den USA habe ich im letzten Beitrag berichtet.

Die Bank of Nova Scotia (850388) ist ein kanadischer Universalfinanzdienstleister im Privatkunden-, Geschäftskunden- und Investmentbanking. Meine Aufstockung hatte keinen besonderen Anlass. Ich fand es einfach an der Zeit, bei diesem Qualitätsunternehmen wieder einmal nachzulegen.

Bei der Commonwealth Bank of Australia (882695) habe ich schon eine Kapitalerhöhung mitgemacht. Und dieses Mal habe ich die große Universalbank aufgrund der persönlichen Empfehlung eines 72-jährigen Australiers, den ich während meines letzten Urlaubs kennengelernt habe, nachgekauft. Klingt nicht gerade vertrauenserweckend, aber das ist eine Geschichte für einen eigenen Beitrag. 

Nike Inc. (866993) entwickelt und vertreibt Bekleidung, Schuhe, Ausrüstung und Zubehör für Sport und Lifestyle. Die Aktie ist eine meiner Empfehlungen für ein Einsteigerdepot. In meinem Portfolio soll der größte Sportartikelhersteller der Welt für mehr Dividendenwachstum sorgen. Das heißt, dass ich die niedrige Einstiegsrendite von ca. 1,2% bewusst in Kauf nehme in der begründeten Hoffnung auf weiterhin hohe Wachstumsraten. (Denn nach meiner Erfahrung sind die Produkte von Nike einfach besser als die von adidas.) 

Donnerstag, 16. Juni 2016

Eine Qualitätsaktie zum günstigen Preis

Jeremy Siegel's Buch "Stocks for the Long Run" ist eine wahre Fundgrube für langfristig orientierte Aktieninvestoren. Ich habe darin eine Liste der renditestärksten und bis heute bestehenden US-Unternehmen aus dem ursprünglichen S&P 500 Aktienindex von 1957 entdeckt. Auf Platz 2 steht ein Unternehmen, das in 55 Jahren eine Rendite von 15,18% p.a. erwirtschaftet hat. Oder anders ausgedrückt: Wer 1957 für 1.000 USD Aktien dieses Unternehmens gekauft hat, der konnte sich 2012 über einen Wertzuwachs auf 2.577.270 USD freuen.

Auch die folgenden Daten sprechen für die Stärke und Sicherheit dieses Qualitätsunternehmens: Das Unternehmen wurde 1888 gegründet. Es zahlt seit 1924 jedes Jahr Dividenden aus. Die Dividende wird seit 44 Jahren in Folge erhöht. Aktuell ist die Aktie mit einem KGV von 17 und einer Dividendenrendite von 2,7% auch noch attraktiv bewertet. Ich habe das Unternehmen erst vor kurzem für ein mögliches Anfängerdepot empfohlen und bin nun auch selbst investiert.

Sonntag, 5. Juni 2016

Dividendeneinnahmen im Mai 2016

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im Mai 2016:

Wertpapiername Dividende
AT+T INC. 30,79 €
BASF SE 104,67 €
GENERAL MILLS 20,66 €
HCP INC. 18,94 €
KONINKLIJKE DSM
 40,64 €
LINDE AG 49,81 €
MAIN STREET CAP. 11,72 €
PROCTER&GAMBLE 30,50 €
REALTY INC. CORP. 12,96 €
RECKITT BENCK. GRP 41,79 €
VERESEN INC. 8,33 €
370,81 €

Wie im April 2016 gab es auch im Mai wieder elf Dividendenzahlungen. Im Vergleich zu den Dividendeneinnahmen des Vorjahresmonats bin ich allerdings um 41,63 EUR oder 10% zurückgefallen. Das ist jedoch kein Grund zur Beunruhigung, sondern liegt an veränderten Auszahlungsterminen der Admiral Group plc und der BayWa AG. Die beiden Portfoliounternehmen haben letztes Jahr noch im Mai eine Dividende ausgeschüttet, 2016 fallen die Auszahlungen in den Juni. Ich erwarte deshalb im laufenden Monat entsprechend höhere Dividendeneinnahmen. 

Insgesamt hat mir mein Aktienportfolio von Januar bis Mai 2016 Dividendeneinnahmen von 2.063,91 EUR netto gebracht. Auf meiner Seite Dividendeneinnahmen ist eine Übersicht aller Dividenden seit dem Jahr 2008 veröffentlicht.