Montag, 29. Februar 2016

Meine letzten Aktienkäufe

Wie jeden Monat habe ich im Februar wieder in den Ausbau meines Aktienportfolios investiert. Mir fallen Aktienkäufe sehr leicht, weil ich das Investieren quasi automatisiert habe: Ich zahle per Sparplan am Anfang des Monats einen Teil meines Gehalts auf ein Tagesgeldkonto ein. Auf diesem Tagesgeldkonto gehen auch alle Dividendenzahlungen meines Depots ein. Ich warte auf den 15. des Monats und investiere dann das gesamte Guthaben in ausgesuchte Aktien von Qualitätsunternehmen, die regelmäßig Dividenden ausschütten. Diese einfachen Vorgaben halte ich ein - egal, ob die Börsenkurse gerade steigen oder fallen. Ich kann die Kursentwicklung ohnehin nicht vorhersehen. Deshalb macht es keinen Sinn, auf einen vermeintlich besseren Zeitpunkt zu warten. Viel wichtiger als der richtige Zeitpunkt ist die Zeitdauer der Aktienanlage. Deshalb investiere ich mein Kapital sofort und vollständig und lasse die Qualitätsunternehmen langfristig für mich arbeiten. Im Februar habe ich die folgenden zwei Aktien gekauft:

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (843002) ist eines der weltweit größten Versicherungsunternehmen, das im Kerngeschäft der Rückversicherung sowie in den Bereichen Erstversicherung und Kapitalanlagemanagement tätig ist. Die Munich Re hat ihre Dividende seit 1970 mindestens stabil gehalten oder erhöht. In diesem Jahr steht die nächste deutliche Anhebung von 7,75 EUR auf 8,25 EUR an. Bei einem Kurs um 180 EUR wird die Aktie mit einem KGV von 9,7 und einer Dividendenrendite von rund 4,6% gehandelt. Ich halte die Münchener Rück schon seit acht Jahren im Portfolio und habe meine Position um ein paar Anteile aufgestockt. Das Unternehmen kauft fleißig Aktien zurück (im Zeitraum von der letzten Hauptversammlung im April 2015 bis zur nächsten Hauptversammlung im April 2016 sollen es Anteile im Wert von 1 Mrd. EUR werden) und hat trotz des Preisdrucks auf dem Rückversicherungsmarkt den Jahresüberschuss 2015 im Vergleich zum Vorjahr mit 3,1 Mrd. EUR nahezu stabil halten können. Für mich bleibt die Munich Re ein konservatives Dividenden-Kerninvestment.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Buchempfehlung: Dividenden Investor

In den letzten Tagen habe ich das Buch Dividenden Investor: Die Krise des Geldes und wie Sie mit Dividenden ein Vermögen aufbauen von Patrick Schubert gelesen. Der Autor ist als Informatiker, selbständiger Unternehmer und privater Investor tätig. Sein Buch Dividenden Investor aus dem Jahr 2014 erschien in einer überarbeiteten Auflage im November 2015.

Eigentlich sind es zwei Bücher in einem Buch: Im ersten Teil werden dem Leser grundlegende Kenntnisse über Geld und Zinsen, die Finanzkrise von 2008 und die Rolle der Notenbanken sowie die Folgen von Rohstoffknappheit und Überschuldung vermittelt. Im zweiten Teil des Buches geht es um einen einfachen Weg zum Vermögensaufbau mit Dividendenaktien, die Bewertung von Qualitätsunternehmen und die Psychologie des Investierens. Dazu wird ein Musterportfolio aus zehn Dividendentiteln vorgestellt und erläutert.

Beide Teile des Buches lassen sich unabhängig voneinander lesen und sind dennoch sehr geschickt miteinander verbunden: Während der Zinseszinseffekt einerseits als Ursache der Krise des Geldsystems angesehen wird, ist er andererseits der entscheidende Hebel für den Aktieninvestor beim Aufbau einer eigenen Geldmaschine.

Eine Stärke des Buchs ist auch der gut lesbare Stil. Schubert schreibt einfach, klar und überzeugend. Lediglich das Kapitel zur angespannten Lage bei Rohöl und anderen Rohstoffen fand ich angesichts der momentanen Ölschwemme etwas skurril. Aber so wird einem bewusst, wie schnell sich die Rahmenbedingungen für Unternehmen und Aktieninvestoren ändern können.

Ich kann das Buch Dividenden Investor von Patrick Schubert als Grundlagenwerk zu Geld und Finanzen für Jedermann nur wärmstens empfehlen. Auch das Internetportal des Autors derinvestor.net mit der Entwicklung des Musterportfolios, einer Datenbank und Analysemöglichkeiten für 400 Unternehmen und Dividendenaktien lohnt sich.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Weckt den schlafenden Riesen!

An der deutschen Börse ist ein Unternehmen notiert, das im Dornröschenschlaf liegt. Die Finanzmedien berichten nur selten über die Aktie. Vielen Anlegern dürfte die Börsennotiz des Unternehmens gar unbekannt sein. Und das, obwohl sich der Marktwert auf rund 29 Mrd. EUR beläuft. Ein schlafender Riese sozusagen. Die Aktie erfüllt alle Kriterien eines Qualitätsunternehmens nahezu mustergültig und ist dazu noch deutlich unterbewertet:
  • Das Geschäftsmodell des Unternehmens ist einfach und klar verständlich. Die Produkte werden auf der ganzen Welt für ihre deutsche Ingenieurskunst geschätzt. Das Unternehmen hält eine starke Marke, die jeder kennt und deren Ursprünge bis ins Jahr 1909 zurückreichen.
  • Das Unternehmen verdient viel, sehr viel Geld. Im Jahr 2005 wurde ein Jahresüberschuss von 824 Mio. EUR erwirtschaftet. 2014 waren es schon 4,4 Mrd. EUR. Der Gewinn je Aktie ist dementsprechend von 19 EUR auf rund 102 EUR gestiegen.
  • Die Dividendenzahlungen wurden in diesem Zeitraum von 1,15 EUR auf 4,80 EUR erhöht. Das ist zwar ein schönes Wachstum, lässt aber noch viel Spielraum nach oben, denn die Ausschüttungen machen nicht einmal 5% des Gewinns aus.
  • Das Management des Unternehmens leistet hervorragende Arbeit. Im Jahr 2015 wurde ein neuer Absatzrekord erzielt, so dass mit einem weiteren Gewinnanstieg zu rechnen ist.
  • Dazu kommt ein riesiges Finanzpolster. Die Liquiditätsreserven betragen 16,9 Mrd. EUR. Das sind etwa 390 EUR je Aktie und bedeutet, dass 60% des Marktwerts mit Cash gedeckt sind!
  • Trotzdem wird die Aktie an der Börse mit einem KGV von nur 6,3 gehandelt - eine extrem niedrige Bewertung für die hohe Unternehmensqualität.
Erraten, welches Unternehmen ich meine?

Donnerstag, 4. Februar 2016

Dividendeneinnahmen im Januar 2016

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im Januar 2016:


Wertpapiername Dividende
ALTRIA GRP INC. 43,92 €
BK NOVA SCOTIA 19,27 €
GLAXOSMITHKLINE 49,84 €
MAIN STREET CAP. 13,94 €
REALTY INC. CORP. 14,83 €
SIEMENS AG 175,00 €
VERESEN INC. 9,17 €
WAL-MART STRS 18,99 €

344,96 €

Ich führe seit dem Jahr 2014 Aufzeichnungen über meine Dividendeneinnahmen. Diese Buchführung ist sehr einfach gehalten: Eine Excel-Tabelle pro Jahr mit einer Liste der Portfoliounternehmen, den monatlichen Zahlungseingängen, Summenfunktion, fertig. Das reicht für mich, um eine sehr erfreuliche Einnahmenentwicklung ablesen zu können:

Januar 2014: 100,13 EUR
Januar 2015: 203,59 EUR (+103,3% im Vergleich zu 2014)
Januar 2016: 344,96 EUR (+69,4% im Vergleich zu 2015)


Das Ergebnis ist natürlich vor allem der hohen Dividendenzahlung von Siemens zu verdanken. Die Aktien habe ich ein paar Mal nachgekauft, was sich in den Januareinnahmen sehr schön bemerkbar macht. Mittlerweile gehört Siemens allerdings zu den größten zehn Positionen in meinem Depot, weshalb ich in nächster Zukunft keine neue Aufstockung plane.

Ich werde meine Dividendeneinnahmen weiterhin wie im Vorjahr dokumentieren und bin nach dem guten Jahresauftakt 2016 gespannt, wie sich die kommenden Monate entwickeln werden.

Dienstag, 2. Februar 2016

Aktienkäufe im Januar

Die heftigen Kursausschläge, die wir im Januar an der Börse erlebt haben, können Aktienanleger leicht zum Spekulieren verführen. Wenn zum Beispiel Amazon gleich um 12% nachgibt, nur weil die Erwartungen an Umsatz und Gewinn in einem Quartal nicht erfüllt wurden, spüre auch ich den Drang, sofort investieren zu müssen - in der Hoffnung, dass der Kurs schnell wieder steigen wird. Ich habe es trotzdem nicht getan, denn ich bin nicht gut im Spekulieren. Ich bleibe lieber ein konservativer und langfristig orientierter Aktieninvestor, der rational nach festgelegten Regeln entscheidet. Deshalb habe ich im vergangenen Monat Januar die beiden folgenden Aktien in meinem Portfolio aufgestockt:

Brookfield Infrastructure Partners L.P. (A0M74Z) ist eine Limited Partnership mit Sitz auf Bermuda, die Infrastruktureinrichtungen auf der ganzen Welt betreibt. Das breit aufgestellte Portfolio umfasst z.B. Kraftwerke, Pipelines, Stromleitungen, Mautstraßen, Schienennetze, Hafenterminals und Sendemasten. Diese Infrastrukturen generieren stabile und langfristig steigende Einnahmen. Das Geschäftsmodell ist mit nichtzyklischen Versorgern vergleichbar, die einen Anlageschwerpunkt in meinem Depot darstellen. Gründer und General Partner von Brookfield Infrastructure ist die kanadische Investmentfirma Brookfield Asset Management. Die Anteile von Brookfield Infrastructure werden seit 2008 an der Börse gehandelt. Seither wurden die Dividendenzahlungen jährlich ununterbrochen von 0,88 USD auf 2,12 USD je Anteil erhöht. Brookfield Infrastructure kann sich das auch leisten, denn die Ausschüttungen liegen nachhaltig unterhalb des erwirtschafteten Cashflows. Ich habe mir einige Anteile um die 35 USD mit einer Dividendenrendite von 6% dazugekauft.