Dienstag, 2. Februar 2016

Aktienkäufe im Januar

Die heftigen Kursausschläge, die wir im Januar an der Börse erlebt haben, können Aktienanleger leicht zum Spekulieren verführen. Wenn zum Beispiel Amazon gleich um 12% nachgibt, nur weil die Erwartungen an Umsatz und Gewinn in einem Quartal nicht erfüllt wurden, spüre auch ich den Drang, sofort investieren zu müssen - in der Hoffnung, dass der Kurs schnell wieder steigen wird. Ich habe es trotzdem nicht getan, denn ich bin nicht gut im Spekulieren. Ich bleibe lieber ein konservativer und langfristig orientierter Aktieninvestor, der rational nach festgelegten Regeln entscheidet. Deshalb habe ich im vergangenen Monat Januar die beiden folgenden Aktien in meinem Portfolio aufgestockt:

Brookfield Infrastructure Partners L.P. (A0M74Z) ist eine Limited Partnership mit Sitz auf Bermuda, die Infrastruktureinrichtungen auf der ganzen Welt betreibt. Das breit aufgestellte Portfolio umfasst z.B. Kraftwerke, Pipelines, Stromleitungen, Mautstraßen, Schienennetze, Hafenterminals und Sendemasten. Diese Infrastrukturen generieren stabile und langfristig steigende Einnahmen. Das Geschäftsmodell ist mit nichtzyklischen Versorgern vergleichbar, die einen Anlageschwerpunkt in meinem Depot darstellen. Gründer und General Partner von Brookfield Infrastructure ist die kanadische Investmentfirma Brookfield Asset Management. Die Anteile von Brookfield Infrastructure werden seit 2008 an der Börse gehandelt. Seither wurden die Dividendenzahlungen jährlich ununterbrochen von 0,88 USD auf 2,12 USD je Anteil erhöht. Brookfield Infrastructure kann sich das auch leisten, denn die Ausschüttungen liegen nachhaltig unterhalb des erwirtschafteten Cashflows. Ich habe mir einige Anteile um die 35 USD mit einer Dividendenrendite von 6% dazugekauft.


Siemens AG (723610) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der deutsche Industriekonzern ist ein zuverlässiger Dividendenzahler, der seine Ausschüttung seit 20 Jahren zumindest stabil gehalten oder angehoben hat. Für das Geschäftsjahr 2015 wurde die Dividende von 3,30 EUR auf 3,50 EUR je Aktie gesteigert. In den letzten Wochen wurde Siemens zeitweise bei einem Kurs von 81 EUR mit einem KGV von 12,4 und einer Dividendenrendite von 4,3% gehandelt. Siemens ist eine meiner Lieblingsaktien und so habe ich noch vor der Hauptversammlung Ende Januar einige Stücke nachgekauft. Dass der Kurs dann aufgrund starker Quartalszahlen in die Höhe schoss, war Glück. Ich versuche wie gesagt eher langfristig zu denken. Und da könnte Siemens von der Flüchtlingskrise profitieren, denn es wird noch viel Geld an Unternehmen fließen, die z.B. für eine angemessene Energie- und Verkehrsinfrastruktur in den Nahost-Staaten sorgen, um dort die Lebenssituation der Menschen zu verbessern.

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