Sonntag, 11. September 2016

Aktienkäufe der letzten Wochen

Auch in den letzten Wochen bin ich meiner Anlagestrategie treu geblieben. Ich kaufe regelmäßig jeden Monat Aktien, unabhängig von der Notenbankpolitik, Brexit-Folgen oder Markterwartungen. Denn die Qualitätsunternehmen in meinem Depot liefern weiterhin Produkte und Dienstleistungen, die benötigt werden und Gewinne in die Kassen spülen. Daran will ich mich beteiligen und von stetigen Dividendenzahlungen profitieren. Die folgenden vier Positionen meines Aktienportfolios habe ich aufgestockt:

Abbott Laboratories (850103) entwickelt, produziert und vertreibt Produkte und Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern Pharma, Nahrungsergänzung und Medizintechnik. Der US-amerikanische Gesundheitskonzern arbeitet derzeit an zwei milliardenschweren Unternehmensübernahmen, den Medizintechnikern Alere und St. Jude Medical. Die beiden Verfahren dauern an und werden von Rechtsstreitigkeiten begleitet. Der Börsenkurs von Abbott kommt daher nicht so recht von der Stelle, aber ich bin von den langfristig positiven Aussichten dieses Dividendenaristokraten überzeugt und habe einige Stücke nachgekauft. Mehr zu Abbott Labs gibt es in diesem Beitrag.

Die BayWa AG (519406) ist ein Handels-, Logistik- und Dienstleistungskonzern in den Segmenten Agrar, Energie und Bau. Die BayWa steckt momentan wie viele Unternehmen der Agrarbranche aufgrund der schierigen wirtschaftlichen Situation der Landwirte und der folglich schwachen Nachfrage in einem zyklischen Tief. In dieser Phase hat die BayWa geräuschlos den Vertrag mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Lutz bis 2022 verlängert und die internationale Expansion weiter vorangetrieben. Umsatz und Ergebnis haben im ersten Halbjahr trotz des herausfordernden Agrarumfelds zugelegt. Ich habe meine Aktienposition um 50% deutlich aufgestockt. Die BayWa AG hat ihre Dividende übrigens bereits zwölf Jahre in Folge erhöht.

Nike Inc. (866993) entwickelt und vertreibt Bekleidung, Schuhe, Ausrüstung und Zubehör für Sport und Lifestyle. Seit sich die Aktie in meinem Depot befindet, hat sich der Kurs kaum bewegt. Die Konkurrenz durch adidas und Under Armour würde die Entwicklung von Nike bremsen, meinen einige Kommentatoren. Ich glaube dagegen, dass es einen übergeordneten globalen Gesundheits- und Fitnesstrend gibt, der großartige Wachstumsmöglichkeiten für alle Anbieter verspricht. Ich habe meine Aktienanzahl verdoppelt und würde Nike nach wie vor auch für ein Anfängerdepot empfehlen.

Die Roche Holding AG (851311) erforscht, entwickelt und vertreibt Medikamente sowie Geräte und Verfahren zur Diagnose von Krankheiten. Der Schweizer Pharmakonzern vermeldete steigende Umsätze und Gewinne im ersten Halbjahr und avisiert die nächste Dividendenerhöhung - es wäre die 30. in Folge. Trotzdem ist der Börsenkurs rückläufig, weil Wettbewerber Novartis sein 13 Milliarden Schweizer Franken schweres Aktienpaket an Roche möglichst bald verkaufen will. Als langfristig orientierter Anleger sehe ich in dieser vorübergehenden Unsicherheit eine gute Kaufgelegenheit, weshalb ich meine Anteile an Roche verdoppelt habe. Über den Unterschied zwischen den Inhaber-Aktien und den Genussscheinen von Roche habe ich hier geschrieben.

Die Aktienkäufe sind in der Darstellung meines Aktienportfolios eingearbeitet. Auf Wunsch einiger Leser habe ich zudem die beiden Werte zur Kursentwicklung (absolut und prozentual) in der letzten Spalte getauscht. Ich wünsche allen Lesern weiterhin gute Aktienideen und erfolgreiche Investments.

Kommentare:

  1. Hallo Charlie,

    Gratulation, gerade Nike und Roche stehen de facto auch auf meiner To Do Liste.
    Ich sags mal so - kommt Zeit, kommt Roche.

    Besten Gruß.

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    1. Danke, Delura. Roche ist für mich auch ein Wert, den ich im Laufe der Zeit weiter aufstocken möchte.

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  2. Hallo Charlie,

    wie problematisch ist es die Steuer auf die Roche Aktien aus der Schweiz zubekommen?

    Gruß, Paul.

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    1. Hallo Paul,

      mit den Steuern auf Aktien aus der Schweiz habe ich mich noch nie beschäftigt, weil mir der Aufwand im Vergleich zur möglichen Rückerstattung immer zu hoch war. Wenn meine Dividenden (und die Quellensteuern) weiter ansteigen, dann könnte sich das in den nächsten Jahren ändern. Aber heute kann ich dazu leider gar nichts sagen.

      Gruß,
      Charlie

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