Montag, 7. November 2016

Dividendeneinnahmen im Oktober 2016

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im Oktober 2016:


WertpapiernameDividende
ADMIRAL GROUP 50,30 €
ALTRIA GROUP 40,45 €
BK NOVA SCOTIA 29,87 €
COCA-COLA CO. 22,96 €
GLAXOSMITHKLINE  30,32 €
MAIN STREET CAP. 12,40 €
NIKE INC. 5,25 €
REALTY INCOME 13,55 €
VERESEN INC. 8,50 €

213,60 €


Die monatlichen Dividendenabrechnungen bieten immer die Gelegenheit für eine Standortbestimmung. Denn als Kapitalanleger muss ich mich stets fragen, wohin ich will und ob ich meine Mittel auch richtig investiere, um dorthin zu kommen. Wohin ich will, habe ich schon einmal in meiner Vorstellung von finanzieller Freiheit beschrieben. Um dorthin zu kommen, sind Investitionen in dividendenzahlende Qualitätsaktien der Weg, für den ich mich entschieden habe. Und die regelmäßig eingehenden Dividendenzahlungen sind die Belohnung für die zurückgelegte Strecke, aber zugleich auch ein Anlass, den Kurs zu überprüfen und eventuell nachzusteuern. Denn was ich ganz sicher nicht bin, ist ein unbelehrbarer "Dividenden-Jünger", der mit Schein-Argumenten andere Kapitalanleger missionieren will. Ich teile in diesem Blog nur meine persönlichen Erfahrungen. Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, welcher Anlagestrategie er folgen will.

Wenn ich mir die bislang eingegangenen Dividenden im Jahr 2016 ansehe, dann komme ich zu der Schlussfolgerung, dass die grundsätzliche Richtung stimmt. Da ich momentan aber kein Zusatzeinkommen aus Dividenden zum Leben brauche, habe ich meine Strategie im Laufe der vergangenen Monate angepasst: So achte ich mittlerweile nicht mehr nur auf hohe laufende Dividendenausschüttungen, sondern erweitere mein Portfolio mit Aktien wie Nike oder Stella-Jones, die zwar niedrige Dividendenrenditen, dafür aber höhere Dividendenwachstumsraten aufweisen.

Ganz auf Dividendenzahlungen verzichten in der Hoffnung, dass ich irgendwann in der Zukunft von den im Unternehmen verbliebenen Gewinnen profitieren werde, will ich aber nicht. Da spielen psychologische Gründe eine Rolle, denn Dividenden vermitteln mir auch dann Sicherheit und Stabilität, wenn es mit den Börsenkursen nach unten geht. Auf der anderen Seite finde ich es nur gerecht, dass mich ein Unternehmen, an dem ich mich mit meinem Geld beteilige, dafür regelmäßig bezahlen muss. Der Gesellschafter einer GmbH erwartet schließlich auch Ausschüttungen auf seine Gesellschaftsanteile.

Und was Mathematik angeht: Davon verstehe ich soviel, dass mein Kontostand im Monat Oktober 2016 um exakt 213,60 EUR aus Dividendeneinnahmen zugenommen hat. Und mit insgesamt 3.892,67 EUR von Januar bis Oktober 2016 habe ich bereits mehr Dividenden erhalten als im ganzen Jahr 2015. Mir ist Cash auf meinem Konto lieber als eine Bilanzposition zur "Substanz" eines Unternehmens, die wohl weniger von Mathematik als von der Auslegung einschlägiger Buchführungsvorschriften abhängig ist. Deshalb bleibe ich auf Kurs und folge weiter meiner Dividendenstrategie.  

Kommentare:

  1. "Deshalb bleibe ich auf Kurs und folge weiter meiner Dividendenstrategie."

    Lieber Charlie,

    Recht hast Du!

    Im bin gerade bei der Lektüre "Aktien für die Ewigkeit" von Jeremy J. Siegel. Darin wird sehr gut veranschaulicht und durch zahlreiche Studien belegt, dass Deine (Dividenden)Strategie in der Vergangenheit bereits zu überdurchschnittlichen Renditen geführt hat und mit großer Sicherheit weiterhhin zum Erfolg führen wird.

    Den Beitrag bezüglich der "Dividenden Jünger" habe ich ebenfalls gelesen.
    Dem Autor möge man nachsehen, dass er erst zwei Jahre Börsenerfahrung hat und vielleicht deshalb die wichtige psychologische Komponente von regelmäßigen Dividendenzahlungen grandios unterschätzt.

    PS: Durch einen Deiner Beiträge bin ich auf Abbott Laboratories aufmerksam geworden - dafür vielen Dank. Die Aktie befindet sich nun in meinenm Depot, da diese für mich alle Voraussetzungen für ein langfristiges Investment mitbringt - im Besonderen die starke globale Aufstellung und das stabile Geschäftsmodell haben mich überzeugt.

    Auf weiterhin gute Investments!
    Stefan C.


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    1. Lieber Stefan,

      danke für Deine Bestätigung. Es freut mich, dass Dir mein Blog einen praktischen Mehrwert als Investor gebracht hat. Genau so soll es sein.

      Beste Grüße,
      Charlie

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  2. Hallo Charlie,

    prima Einnahmen.

    Ich habe den Beitrag auch gelesen. Und die Mathematik ist das eine, die Psychologie das andere.

    Ich fühle mich auch wohl mit meinen Dividenden und es hilft mir durch "schwere" Zeiten. Mir ist aufgefallen, das Anleger mit kürzerem Erfahrungshorizont eher gegen diese Strategie sind und Leute mit Jahren oder Jahrzehnten Börsenerfahrung eher in die Dividendenstrategie wechseln.
    Auch ich habe ein Ziel vor Augen und das ist eben mein System. Ich bekehre auch niemanden mit meinem Blog. Wen es interessiert, der ist herzlich eingeladen zu lesen. Wer nicht, soll es bleiben lassen.

    Mir kommt da nur in den Sinn: Treffen sich ein Mathematiker und ein Philosoph und finden keinen gemeinsamen Nenner.

    Viele Grüße
    Alexander


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    1. Hehe, ich kenn auch einen:

      Mensch zu Mathematiker: "Ich finde Ihre Arbeit ziemlich monoton". Mathematiker: "Mag sein! Dafür ist sie aber stetig und unbeschränkt."

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  3. Überlegst du VERESEN zu verkaufen?
    mfg

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    1. Vor einiger Zeit hatte ich Bedenken zur weiteren Entwicklung von Veresen. Aber inzwischen haben sie das Stromerzeugungsgeschäft zum Verkauf gestellt und konzentrieren sich auf ihr Kerngeschäft Gasverarbeitung und -transport. Der letzte Quartalsbericht fiel auch ganz gut aus. Deshalb werde ich Veresen weiter halten.

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