Mittwoch, 11. April 2018

1000 Euro Dividendeneinnahmen im März 2018

Zum ersten Mal seit ich die Dividendenstrategie verfolge, habe ich in einem Monat mehr als 1.000 Euro an Dividenden kassiert! Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im März 2018: 

WertpapiernameDividende
APA GROUP128,78 €
BHP BILLITON PLC65,15 €
BROOKFIELD INFRASTR.64,65 €
CHEVRON CORP. 38,49 €
COMMONWEALTH BK.89,70 €
CON. EDISON24,51 €
ELI LILLY19,36 €
FORTIS INC.       45,48 €
HERSHEY CO.22,49 €
IMPERIAL BRANDS PLC48,90 €
INTL BUS. MACHINES51,55 €
JOHNSON+JOHNSON 28,85 €
MAIN STREET CAPITAL13,10 €
MCDONALDS CORP.34,62 €
MICROSOFT CORP.20,05 €
PEMBINA PIPELINE  9,52 €
REALTY INCOME15,01 €
ROCHE HLDG AG INH.114,35 €
ROYAL DUTCH SHELL A84,63 €
SSE PLC 48,14 €
UNILEVER CVA39,74 €
UTD TECHNOLOGIES24,06 €

 1.031,13 €

Eine gewisse Unsicherheit ist in dieser Dividendenabrechnung allerdings schon enthalten: Die Ausschüttung von Brookfield Infrastructure mit Valuta zum 29. März kam dieses Mal erst mit knapp zwei Wochen Verspätung an. Zudem erwarte ich auch noch eine weitere Teilzahlung. Falls sich die Verzögerungen bei der Auszahlung fortsetzen, muss ich überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, die Dividenden von Brookfield künftig dem Folgemonat zuzuordnen. 

Wenn ich aber wie bisher die Daten der rückwirkenden Dividendengutschrift zugrunde lege, kann ich für den März ein Plus von 173,40 Euro oder 20,2% im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnen und erreiche somit erstmals mehr als 1.000 Euro Dividendeneinnahmen in einem Monat. 

Das ist für mich ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem ordentlichen und stetigen Zusatzeinkommen aus Dividenden. Ich werde weiter ruhig und systematisch in Dividendenaktien investieren und hoffe, dass mein Depot in wenigen Jahren jeden Monat Dividendeneinnahmen in dieser Höhe generieren kann. 

Dienstag, 27. März 2018

3. Kauf 2018: BASF

Die BASF SE (BASF11) ist ein weltweit führender Chemiekonzern mit Sitz in Ludwigshafen/Deutschland. Das Unternehmen entwickelt und produziert Chemikalien, Kunststoffe, Veredelungsprodukte, Pflanzenschutzmittel, Öle und Gase. Die Präparate finden Verwendung bei der Herstellung von Farben und Lacken, Papierprodukten, Hygieneartikeln, Kraft-, Kunst- und Schmierstoffen, Pestiziden, bei der Wasseraufbereitung und in vielen anderen Anwendungsgebieten. BASF wurde 1865 gegründet und ist mit 380 Produktionsstandorten in 80 Ländern der Welt vertreten. 

BASF gehört zu den Aktien, die ich schon von Beginn an im Depot halte. Ich bin überzeugt, dass unsere moderne Industriegesellschaft auch in Zukunft Produkte von BASF brauchen wird. Der Chemiekonzern bekennt sich auf seiner Investor-Relations-Webseite zu dem Ziel einer langfristigen Wertsteigerung mit attraktiver Dividendenpolitik: Die Dividende soll jährlich gesteigert oder zumindest auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres gehalten werden. So etwas würde ich als dividendenorientierter Langzeitinvestor gerne häufiger von deutschen Aktiengesellschaften hören. 


BASF hat seine Dividende für die letzten zehn Geschäftsjahre von 2008 bis 2017 von 1,95 Euro auf 3,10 Euro je Aktie angehoben (2017: Vorschlag des Vorstands für die Hauptversammlung im Mai 2018). Der Gewinn je Aktie konnte im gleichen Zeitraum von 3,13 Euro auf 6,62 Euro je Aktie gesteigert werden. Die Ausschüttungsquote von 46%, ebenso wie die Eigenkapitalquote von 44% sprechen für die finanzielle Robustheit der BASF.

Bei einem aktuellen Aktienkurs um 80 Euro ist das Unternehmen mit einem KGV von 12 und einer Dividendenrendite von 3,8% attraktiv bewertet. Ich habe meine Position in BASF gebührenfrei am 16. März, dem diesjährigen Tag der Aktie, aufgestockt.

Meine weiteren Investitionen im Jahr 2018 waren bisher: 
1. Kauf: Fortis Inc.
2. Kauf: Vodafone Group

Montag, 19. März 2018

Das ewige Leid mit der Steuer

Mein Dividendenblog wird immer mehr zu einem Steuerblog. Zu keinem Thema bekomme ich mehr Anfragen und Kommentare als zur Quellensteuer auf Dividenden ausländischer Aktien. Wie hoch ist der Steuersatz bei einer bestimmten Aktie? Wie sieht die Dividendenabrechnung in so einem Fall aus? Wie füllt man das Antragsformular für die Rückerstattung aus? Das leidige Steuerthema kostet mich so viel Mühe und Zeit, dass ich beschlossen habe, meine wichtigsten Erkenntnisse einmal kompakt zusammenzufassen. Der Form halber weise ich darauf hin, dass ich kein Steuerberater bin und nur eigene Erfahrungen und Meinungen präsentiere. Und jetzt auf zu einer kurzen Reise durch die verrückte Welt der Dividendenbesteuerung!

Beginnen wir in der Schweiz. Mit Nestlé (A0Q4DC) und Roche (851311) halte ich zwei klassische Schweizer Dividendenaktien im Depot. Auf die Ausschüttungen verlangt die Schweiz eine Verrechnungssteuer von 35%, wobei 20% von der Eidgenössischen Steuerverwaltung zurückgefordert werden können. Wie im Rückblick 2017 beschrieben, habe ich im vergangenen Jahr zum ersten Mal einen Antrag für 2015, 2016 und 2017 gestellt. Nachdem es schon zwei Monate gedauert hatte, bis ich endlich den nötigen Stempel meines Finanzamtes auf dem Antragsformular bekam, vergingen weitere sieben Monate, bis die Schweizer den Antrag bearbeitet und das Geld überwiesen hatten. Vor wenigen Tagen gingen umgerechnet 99 Euro auf meinem Girokonto ein. Meine Dividendeneinnahmen über die drei Jahre von insgesamt 14.568 Euro erhöhen sich somit rückwirkend um sage und schreibe 0,68%. Dazu wurden an irgendeiner Stelle auf dem Weg von der Schweiz nach Deutschland auch noch 25 Franken Gebühr einbehalten. Mein Fazit: Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis. Die Rückforderung lohnt sich nur für Großanleger, die überwiegend in Schweizer Aktien investieren.

Ab auf die Bermudas. Dort hat die Brookfield Infrastructure L.P. (A0M74Z) ihren Sitz. Das Unternehmen gehört zu meinen größten Investments und ist dazu noch ein hervorragender Dividendenzahler. Wobei das nicht ganz korrekt ist: Brookfield ist keine Kapitalgesellschaft, die Dividenden zahlt. Sondern eine Personengesellschaft, die Erträge an ihre Anteilseigner ausschüttet. Die sind in der Steuererklärung anzugeben und unterliegen dem persönlichen tariflichen Steuersatz. Das habe ich in einem früheren Beitrag einmal ausführlich beschrieben. Momentan sind die Ausschüttungen bis zu einem Freibetrag steuerfrei. Aber ob der deutsche Gesetzgeber das noch lange durchgehen lässt? 

Weiter nach Kanada. Nach meinem Kauf von Fortis (881347) hat sich in den Blog-Kommentaren eine interessante Diskussion um die Quellensteuer bei kanadischen Aktien entwickelt. Die beträgt 25% auf Dividendenzahlungen. Allerdings stellte sich heraus, dass der Vollzug durch die Depotbanken in Deutschland ganz unterschiedlich abläuft. Manche Broker behalten 25% ein und überlassen es dem Anleger allein, sich 10% aus Kanada zurückzuholen (soweit ich weiß, ist das zum Beispiel bei Consors so). Andere verlangen die Einreichung eines bestimmten Formulars und senken dann den Quellensteuersatz auf 15%. Wiederum anders ist es in meinem Fall: Die ING-DiBa erhebt automatisch nur den reduzierten Satz von 15%, allerdings unter dem Vorbehalt, dass ich bei einer Prüfung das besagte Formular vorlegen kann. Ganz ehrlich: Mir ist auch hierfür der Aufwand zu groß. Ich gehe das Risiko ein, Steuern nachzahlen zu müssen. (Achtung, das soll keine Empfehlung zur Nachahmung sein.)

Samstag, 3. März 2018

Dividendeneinnahmen im Februar 2018

Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen nach Steuerabzug im Februar 2018: 


WertpapiernameDividende
ABBOTT LABS18,99 €
AT+T51,03 €
CVS HEALTH33,97 €
GENERAL MILLS33,34 €
MAIN STREET CAP. 12,92€
PEMBINA PIPELINE9,81 €
PROCTER+GAMBLE46,78 €
REALTY INCOME14,85 €
SIEMENS185,00€
VODAFONE GRP47,67 €
Summe454,36€

Der Februar war wieder ein Monat, in dem meine Dividendenstrategie funktioniert hat. Wie schon der Januar. Oder alle anderen Monate im Jahr. Stures und regelmäßiges Kaufen und Aufstocken von langweiligen Aktien führt zu einem stetig steigenden Zusatzeinkommen aus Dividenden. Dieses Mal waren es über 450 Euro, das ist ein Plus von gut 109 Euro oder 31% gegenüber dem Februar des letzten Jahres

Seit sich die Börsen im Korrekturmodus befinden, sind viele Dividendenaktien wieder attraktiver bewertet als noch vor ein paar Monaten. Auch meine letzten Käufe Fortis und Vodafone sind aktuell günstig zu haben. Da stellt sich der ein oder andere vielleicht die Frage, ob es Sinn macht, jetzt in die Cashreserven zu greifen und richtig groß zu investieren. Leider kann ich auch nicht vorhersagen, ob die Aktienkurse weiter nachgeben und es möglicherweise klüger ist, noch zu warten. Ich habe mir deshalb ein einfache Taktik ausgehend vom DAX-Index überlegt: 

Sonntag, 25. Februar 2018

2. Kauf 2018: Vodafone Group

Vodafone Group plc (A1XA83) ist einer der weltweit größten Telekommunikationsdienstleister aus Großbritannien. Das Unternehmen betreibt Mobilfunk- und Festnetze und bietet Kommunikations- und Internetdienste sowie Endgeräte für Unternehmen, Behörden und Privatkunden an. Vodafone hat 470 Millionen Mobilfunkkunden in 26 Ländern. Mehr als 70% der Umsätze werden in Europa erzielt.

Vodafone hebt seine Dividende seit 28 Jahren in Folge an. Für die letzten zehn Geschäftsjahre 2008 bis 2017 wurde die Dividende von 0,09 Euro-Cent auf knapp 0,15 Euro-Cent erhöht. Die Auszahlung erfolgt für britische Aktien typisch zweimal jährlich in Form einer Zwischen- und Schlussdividende im Februar und November. 

Die Dividende ist derzeit nicht vom Gewinn abgedeckt, der über die Jahre erheblich geschwankt ist. Allerdings generiert das Geschäft von Vodafone hohe Cashflows, aus denen die Dividende finanziert werden kann. So ist der Cashflow je Aktie in den Geschäftsjahren 2008 bis 2017 von 0,21 Euro-Cent auf 0,49 Euro-Cent gestiegen. 

Seit Beginn des Jahres 2018 ist der Aktienkurs von Vodafone in der Spitze von 2,75 Euro auf unter 2,30 Euro um mehr als 15% gefallen. Außer der Sorge um ein steigendes Zinsniveau, das sich tendenziell negativ auf Versorger- und Telekomaktien auswirkt, sind keine Gründe für diesen starken Rückgang ersichtlich. Die Geschäftsaussichten von Vodafone haben sich seit meinem Kauf vor einem Jahr eher verbessert. Aktuell bietet Vodafone eine Dividendenrendite von etwa 6,4%. Ich habe meine Position deshalb aufgestockt. 

Samstag, 3. Februar 2018

Dividendeneinnahmen im Januar 2018

Es geht wieder los: Die erste monatliche Dividendenabrechnung des Jahres ist fällig. Nachfolgend veröffentliche ich die Liste meiner Dividendeneinnahmen im Januar 2018:

Wertpapiername Dividende
ALTRIA GROUP INC.46,57 €
BK OF NOVA SCOTIA43,72 €
GENTEX CORP.13,85 €
GLAXOSMITHKLINE 63,78 €
MAIN STREET CAP.13,16 €
NIKE INC.14,05 €
PEMBINA PIPELINE10,00 €
REALTY INCOME CORP.   14,88 €
W.P. CAREY INC.69,96 €
WAL-MART STRS17,91 €
Summe307,88 €

Im Vergleich zum Januar des Vorjahres sind die Dividendenzahlungen um 82,61 Euro oder 36,7% gestiegen. Ein erfreulicher Jahresauftakt! Wie in der Vergangenheit werde ich meine monatlichen Dividendeneinnahmen auch 2018 regelmäßig auflisten und auf meiner Dividendenseite dokumentieren. 

Einige Leser haben mich in den letzten Wochen gefragt, wie ich mich auf eine mögliche neue Finanzkrise und sinkende Dividendenzahlungen einstelle. Vor allem meine Regel, Aktien wegen einer Dividendenkürzung zu verkaufen, sei nur für Phasen steigender Börsen geeignet. In einem Abschwung müsste ich zwangsläufig viele Aktien verkaufen. 

Nun frage ich mich, ob eine oder mehrere der 10 Dividendenaktien aus dem Januar 2018 davon betroffen sein könnten. Das kann ich zwar nicht ganz ausschließen, aber insgesamt bin ich optimistisch. All diese Unternehmen zeichnen sich durch langfristig bewährte Geschäftsmodelle aus und zahlen seit mindestens 10 Jahren in Folge stabile oder steigende Dividenden. Auch eine gewöhnliche Rezession sollte die Dividendenzahlungen nicht gefährden. Und fallende Aktienkurse schon gar nicht. Die wackligste Dividende könnte die von Glaxosmithkline sein. Das liegt allerdings daran, dass die Unternehmensführung die Dividendenpolitik ab 2019 generell neu justieren will, Ausgang offen. 

Ich halte an meiner konservativen Anlagestrategie fest und werde weiterhin vernünftig bewertete Dividendenaktien kaufen, egal wie sich Konjunktur oder Börse entwickeln. Und ich bleibe bei meiner Verkaufsregel, dass ich mich von den wenigen Unternehmen trennen werde, die ihre Dividendenausschüttung möglicherweise nicht stabil halten können.

Montag, 29. Januar 2018

1. Kauf 2018: Fortis Inc.

Fortis Inc. (881347) ist ein Energieversorgungsunternehmen mit Sitz in Neufundland und Labrador, der östlichsten Provinz Kanadas. Der Konzern besitzt und betreibt Anlagen und Netze zur Erzeugung, zum Transport und zur Verteilung von Strom und Gas. Fortis gehört zu den 15 größten Energieversorgern Nordamerikas und hat 3,2 Millionen Kunden in Kanada, den USA und der Karibik. Etwa 60% der Erträge werden in den USA erzielt. 

Fortis ist ein Dividendenaristokrat und hebt seit 44 Jahren in Folge seine Dividendenausschüttung an, länger als jedes andere börsennotierte Unternehmen in Kanada. In den Jahren 2007 bis 2016 wurde die Dividende von 0,82 CAD auf 1,53 CAD je Aktie erhöht. Bis zum Jahr 2022 strebt Fortis eine weitere jährliche Anhebung der Dividende um durchschnittlich 6% an. 

Der Gewinn je Aktie konnte im selben Zeitraum von 1,32 CAD auf 1,89 CAD je Aktie gesteigert werden. Die 2016er Zahl ist von der Übernahme des US-Netzbetreibers ITC Holdings beeinflusst. Bereinigt um die Übernahmekosten wäre das EPS auf 2,33 CAD gewachsen. In jedem Fall ist die Dividendenzahlung vom Gewinn gedeckt. 

Während der letzten drei Monate ist der Aktienkurs von Fortis um etwa 10% gefallen, in Euro gerechnet noch stärker. Bei Kursen um 43,50 CAD, einem geschätzten Gewinn von 2,50 CAD je Aktie in 2017 und einer hochgerechneten Dividende von 1,70 CAD in 2018 wird Fortis mit einem KGV von 17,4 gehandelt und bietet eine Einstiegsrendite von 3,9%. Das erscheint mir ziemlich attraktiv für eine relativ risikoarme Versorgeraktie. 

Ich halte Fortis seit 2016 im Depot und habe meine Position im Januar 2018 aufgestockt. Das war mein erster Aktienkauf in diesem Jahr. Einer meiner Vorsätze für 2018 ist es, die Anzahl der Aktienkäufe auf höchstens 12 zu begrenzen und damit meine Anlegeraktivitäten sowie die Transaktionskosten gering zu halten. Ich werde über jeden einzelnen Kauf und meine Beweggründe hier im Blog berichten.

Welche Aktien kauft ihr momentan?

Dienstag, 23. Januar 2018

Klartext, Charlie!

Ein aufmerksamer Leser meines Blogs hat mir kürzlich folgenden Kommentar geschrieben:

"Hallo Charlie, 

deine letzten Beiträge haben mich etwas verwundert und überrascht. Bisher hast du auf mich stets einen sehr überlegten und in sich ruhenden Eindruck gemacht. Deine gesamte Anlagestrategie ist schlüssig und hat Vorbildcharakter. (...)

 
Deine letzten Entscheidungen sind für einen Dritten nicht nachzuvollziehen. Sowohl die Auswahl der beabsichtigten Rauswurfaktien hat mich überrascht, als auch die Nachkaufentscheidung und der Weg dorthin. 

Ursprünglich hast du beabsichtigt, SES nachzukaufen und hierzu eine ausführliche und plausible Analyse geschrieben. Davon ist jetzt keine Rede mehr. In der Folge hast du eine Aufzählung veröffentlicht und u.a. SES und APA Group zur Diskussion für einen Verkauf gestellt - zwecks Verkleinerung deines Depots. 
Nun hast du die genannten Werte veräußert und u.a. APA nachgekauft, obwohl diese ja eigentlich auf der potentiellen Verkaufsliste stand.
Sei mir nicht böse, aber eine rationale Entscheidung liest sich anders.

Wäre bei den Verkäufen es nicht wesentlich interessanter gewesen, Werte mit geringer Dividende wie z.B. Nike zu verkaufen? Mag ja sein, dass sie eine hohe Steigerung jährlich hat. Für ein Monatseinkommen ist sie m.E. gänzlich ungeeignet."


Vielen Dank für diese offene und ehrliche Meinung. Gerade solche kritischen Kommentare helfen mir, den Blog und meine Anlagestrategie weiter zu verbessern. Ich will deshalb versuchen, meine Entscheidungen nochmals klarer und transparenter zu erklären.

Ausgangspunkt war die Überlegung, mein Aktienportfolio mit 51 Werten zu vereinfachen und zu verkleinern. Denn erstens kann ich mein langfristiges Ziel eines verlässlichen und steigenden Zusatzeinkommens aus Dividenden mit weniger Aktien genau so gut erreichen. Und zweitens interessiere ich mich auch für die dahinter stehenden Unternehmen und Geschäftsmodelle, denen ich zumindest im Groben folgen können möchte. Deshalb stoße ich schon rein zeitlich an eine zahlenmäßige Grenze der möglichen Aktien. Es haben sich zwar auch Leser gemeldet, die 80 und mehr Anlagepositionen besitzen. Ich denke aber, dass für mich 40 bis 45 Aktien ein vernünftiger Kompromiss eines noch überschaubaren und doch diversifizierten Depots wären.

So weit, so gut. Die Auswahl möglicher Verkaufskandidaten nach der aktuellen Marktkapitalisierung hat dann bei vielen Lesern Unverständnis hervorgerufen. Dabei habe ich schon in einigen Beiträgen geschrieben, dass ich mich mit großen und bekannten Blue-Chip-Aktien sicherer fühle als mit kleinen Nebenwerten. Eine erste Filterung nach Depotwerten mit geringer Marktkapitalisierung lag daher auf der Hand. Ganz nebenbei bemerkt: Wenn mein Depot einen marktgewichteten Index mit 50 Standard-Dividendenaktien nachbilden würde, dann würde regelmäßig genau das Gleiche passieren. Der Indexanbieter entfernt in einem festgelegten Intervall Aktien unterhalb einer definierten Marktkapitalisierung aus dem Index und in der Folge müssen alle Index-ETFs genau diese Aktien verkaufen. Ich finde es sehr aufschlussreich, dass ich für etwas kritisiert werde, das die Finanzindustrie als Ideallösung für Privatanleger in großem Maßstab verkauft. Hoffentlich verstehen alle ETF-Investoren, was sie da im Depot haben. Ich bin jedenfalls froh, dass ich mich von ETFs getrennt getrennt habe.

Samstag, 13. Januar 2018

Dividendeneinnahmen und Rückblick 2017

Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet! Heute werfe ich einen Blick zurück auf meine Dividendeneinnahmen im vergangenen Jahr und definiere neue Finanzziele für 2018.

Zielerreichung 2017 zufriedenstellend

Zu Beginn des Jahres 2017 hatte ich mir drei Ziele gesetzt:

1. Mindestens 20.000 Euro in Dividendenaktien investieren
Nach Berücksichtigung der Verkäufe ist es mir gelungen, per Saldo etwa den doppelten Anlagebetrag in mein Depot zu stecken. Wow, ich weiß selbst gar nicht genau, wie ich das geschafft habe! An besondere Sparanstrengungen kann ich mich nicht erinnern, bloß der Urlaub ist im letzten Jahr aus verschiedenen Gründen zu kurz gekommen. Ziel locker erfüllt.

2. Die Transaktionskosten senken und höchstens 12 Aktienkäufe durchführen
Ich habe fünf neue Aktien, teils in mehreren Raten gekauft: CVS Health, Gentex, United Internet, Vodafone und W.P. Carey. Dazu kam die Aufstockung bestehender Depotwerte, wie IBM und Royal Durch Shell. Und am Ende des Jahres noch meine Umschichtungssaktion mit vier Verkäufen und fünf weiteren Nachkäufen. Ziel insgesamt klar verfehlt.

3. Einbehaltene Quellensteuer auf Dividenden aus der Schweiz zurückholen
Nach einiger Recherche zu dem Thema und wochenlangem Warten auf den notwendigen Stempel meines Finanzamtes konnte ich letztendlich im August den Antrag auf Erstattung der Schweizer Verrechnungssteuer für die vergangenen drei Jahre losschicken. Eine Rückerstattung oder sonstige Reaktion der Eidgenössischen Steuerverwaltung habe ich bislang jedoch nicht erhalten. Ziel halb erfüllt.

6.185 Euro Dividenden und 68% Wachstum pro Jahr!

Ein konkrete Summe an Dividendeneinnahmen für 2017 hatte ich mir nicht vorgenommen. Dennoch war es für mich ein höchst erfolgreiches Jahr, in dem ich am Ende Dividenden von 6.185,07 Euro netto verbuchen konnte. Meine Dividendeneinnahmen sind in den letzten fünf Jahren um durchschnittlich 68% jährlich gewachsen:

2012: 571,82 €
2013: 892,43 € (+ 56,07 %)
2014: 2.464,00 € (+ 176,1 %)
2015: 3.791,66 € (+ 53,88 %)
2016: 4.591,26 € (+ 21,09 %)
2017: 6.185,07 € (+ 34,71 %)

Nachfolgend veröffentliche ich noch die Liste der Aktien, die im Dezember 2017 zu meiner Jahresdividende beigetragen haben:

Wertpapiername
Dividende
BROOKFIELD INFRASTR.69,67 €
CHEVRON CORP.33,73 €
COCA-COLA CO.23,12 €
CON. EDISON21,56 €
COTY INC. 23,35 €
ELI LILLY16,32 €
FORTIS INC.20,78 €
HERSHEY CO.12,29 €
IMPERIAL BRANDS48,09 €
INTL BUS. MACH.46,84 €
JOHNSON+JOHNSON26,26 €
MAIN STREET CAP.28,67 €
MCDONALDS CORP.31,56 €
MICROSOFT CORP.18,31 €
PEMBINA PIPELINE7,44 €
REALTY INC. CORP.13,26 €
ROYAL DUTCH SHELL88,33 €
STELLA-JONES INC.8,01 €
UNILEVER CVA39,74 €
UTD TECHN. CORP.21,86 €
VECTOR GRP59,76 €
Summe658,95 €

Neue Kennzahl: Yield on Cost = 3,3%

Die Yield on Cost (YOC) für mein ganzes Depot, also die persönliche Dividendenrendite bezogen die durchschnittlichen Kaufkurse der Aktien lag 2017 bei knapp 3,3% netto. (Wer den mathematischen Dreisatz beherrscht, kann jetzt berechnen, wie viel Geld ich bislang investiert habe!) Auf einen Leserwunsch werde ich demnächst die YOC der einzelnen Aktien in meiner aktuellen Portfolioübersicht ergänzen.

Dividendeneinkommen muss noch gleichmäßiger fließen

Besser leben mit Dividenden, diesem langfristigen Ziel bin ich mit 6.185,07 Euro Einnahmen im letzten Jahr ein deutliches Stück näher gekommen. Immerhin macht das im Durchschnitt ein monatliches Zusatzeinkommen von mehr als 500 Euro! Allerdings sind die Zahlungen wie schon in der Vergangenheit recht ungleich über die Monate verteilt:

Dienstag, 2. Januar 2018

Mein Dividendendepot zum Start ins Jahr 2018

Vier Verkäufe und fünf Nachkäufe, das ist das Ergebnis meiner Aufräum- und Vereinfachungsaktion am Ende des letzten Jahres. Nach vielen hilfreichen Leserkommentaren zu meinem Blogartikel und einigem Nachdenken habe ich mich von folgenden Depotwerten getrennt:
  • Die BayWa AG (519406) war der nach Marktkapitalisierung kleinste Depotwert, den ich zur Disposition gestellt hatte. Der Mischkonzern konnte mich mit seiner wenig fokussierten Geschäftsstrategie und der schon lange seitwärts dümpelnden Aktie nicht mehr überzeugen. Ein wirklich großer Dividendenbringer in meinem Portfolio war die BayWa auch nicht und das Verkaufsvotum der Leser überraschend eindeutig. Die Dividenden eingerechnet bin ich letztlich mit plus minus null ausgestiegen.
  • Den Kauf des Parfüm- und Kosmetikkonzerns Coty Inc. (A1WY6X) im letzten Frühjahr habe ich schon kurze Zeit später bereut. Nach der Übernahme eines Markenportfolios von Procter&Gamble hat sich das Unternehmen so stark verändert, dass Kennzahlen der Vergangenheit nicht mehr für eine Analyse herangezogen werden können. Trotzdem habe ich abweichend von meinen gewöhnlichen Einstiegskriterien in der Hoffnung auf Wachstum und steigende Dividenden investiert. Aber ganz ehrlich: Coty ist eine Aktie für Turnaround-Spekulanten und passt nicht zu meiner Strategie. Deshalb habe ich die Aktie wieder abgestoßen.
  • Der kanadische Holzverarbeiter Stella-Jones Inc. (891500) war eigentlich eine meiner Lieblingsaktien im Depot. Ein einfach verständliches, langfristig planbares und wachsendes Geschäft, dazu noch ein hervorragendes Management, das sind die besten Zutaten für stetig steigende Dividenden. Allerdings ist die Dividendenrendite so was von niedrig, dass ich selbst bei jährlichen Steigerungen noch eine halbe Ewigkeit hätte warten müssen, bis die Ausschüttungen überhaupt wahrnehmbar gewesen wären. Ich habe die Aktie mit einem kleinen Kursgewinn verkauft. 
  • Nicht mehr geheuer war mir die Aktie der Vector Group Ltd. (874420). Die Kombination aus Tabakgeschäft und Immobilieninvestments dürfte sowieso schon einmalig sein. Dazu kommt eine jährliche Verwässerung des Kapitals in Höhe von 5% durch Ausgabe neuer Aktien und ein konstant negatives Eigenkapital in der Bilanz. Trotzdem steigerte Vector Group die Dividende jedes Jahr und glänzte mit einer Dividendenrendite von mehr als 7%. Diese Einnahmen habe ich immer gerne mitgenommen, aber auf Dauer kann das meiner Meinung nach nicht gut gehen. Bei einem Kursgewinn von 60% fiel mir der Verkauf etwas leichter. 

Mit der neu gewonnenen Liquidität aus den Verkäufen habe ich folgende Dividendenaktien in meinem Depot aufgestockt:

  • Admiral Group plc (A0DJ58)
  • APA Group Stapled Sec. (577578)
  • Procter&Gamble Co. (852062)
  • Reckitt Benckiser plc (A0M1W6)
  • W.P. Carey Inc. (A1J5SB)

Nach diesen Transaktionen ist meine Barreserve etwas größer als zuvor. Künftig möchte ich etwa 5% des in Aktien investierten Kapitals als Cash zurückhalten. Bei den hoch bewerteten Aktien- und Anleihemärkten ist dies womöglich ohnehin der vernünftigste Ratschlag für das neue Jahr: Ausreichend Cash bilden!  

Mit diesem Aktienportfolio starte ich ins Jahr 2018: